Ermunterung und Ermahnung - Jahresband, 2002

  • Ermunterung und Ermahnung - Jahresband, 2002

gebraucht

Bestell-Nr:    EuE2002

Autor/in:    div.

Titel:    Ermunterung und Ermahnung - Jahresband, 2002

Preis:    2,90 €

Format:    17.5 x 11,5 cm

Seiten:    

Gewicht:    230 g

Verlag:   CSV Verlag

Erschienen:    2002

Einband:    Hardcover gebunden

Sprache:    Deutsch

Zustand:    wie neu

„Grüße Priska und Aquila"
Der Winter war nicht mehr fern. Es würde kalt werden im Gefängnis in Rom. Der Apostel Paulus würde den Mantel, den er bei Karpus in Troas zurückgelassen hatte, gut gebrauchen können. Und überhaupt - wenn doch Timotheus nur bald käme! Denn mehr noch als der Gedanke an den Winter musste der Gedanke an so manche Herzen den Apostel zum Frösteln bringen. „Du weißt dies, dass alle, die in Asien sind;-sich von mir abgewandt haben", schreibt er an Timotheus (2.Tim 1,15). Da hoffte er, sein Herz an der Gemeinschaft mit diesem Mann erwärmen zu können, mit dem er innerlich so tief übereinstimmte wie mit keinem anderen. Zurzeit war wenigstens Lukas, „der geliebte Arzt", bei ihm, so dass er nicht ganz allein war.

Es liegt ein großer Ernst über dieser Szene. Der treue Apostel, der gesagt hatte: „Ich nehme keine Rücksicht auf mein Leben als teuer für michh selbst" (Apg 20,24), stand im Begriff, sein Wort einzulösen. Hatte er bei früherer Gelegenheit die Philipper aus dem Gefängnis ermuntert: „Freut euch in dem Herrn allezeit" und der Zuversicht Ausdruck gegeben, „dass ich bleiben und bei euch allen bleiben werde zu eurer Förderung und Freude im Glauben" (Phil 4,4; 1,25), so schreibt er jetzt an Timotheus: „Die Zeit meines Abscheidens ist gekommen" (Z.Tim 4,6).

Paulus ist nicht der einzige Diener des Herrn geblieben, der in seinen letzten Tagen einsam war. Es scheint, dass Einsamkeit nicht selten die letzte Hürde ist, die sich
im Glaubenskampf dem Läufer in den Weg stellt. Wie überwand der Apostel dieses Hindernis? Vor allem dadurch, dass er den Blick in die Zukunft richtete, und zwar weit genug: nicht nur einige Schritte, bis zur nächsten Gerichtsverhandlung, sondern bis zu „jenem Tag", an dem ein Höherer als die ungerechten weltlichen Richter ihm die „Krone der Gerechtigkeit" verleihen würde. Seinem Urteil konnte Paulus sich getrost überlassen in dem Bewusstsein: „Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe den Glauben bewahrt" (2.Tim 4,7). ja, wer „den Glauben bewahrt und ein gutes Gewissen", der kann so reden (vgl. 1.Tim 1,19). Darin liegt kein Eigenlob, sondern, wie der Herr gesagt hat, „wer die Wahrheit tut, kommt zu dem Licht, damit seine Werke offenbar werden, dass sie in Gott gewirkt sind" (Job 3,20.21). Wie begehrenswert ist eine solche innere Nähe zum Herrn! Wenn auch im Ausmaß der praktischen. Verwirklichung niemand sich mit dem Apostel vergleichen kann, so ist doch der Art nach sein Glaubensleben für jeden von uns richtungweisend.

Aber Paulus blickt nicht nur vorwärts; er gibt auch der Erinnerung Raum. Und da erscheint vor seiner Seele das Bild von Priska und Aquila. Die Gastlichkeit ihres Hauses und ihre wirkungsvolle Mitarbeit waren seit Beginn seines Dienstes in Korinth von unschätzbarem Wert für ihn gewesen. Gemeinsam hatten sie gearbeitet - als Zeltmacher und im Evangelium. Von Korinth waren die beiden ihm gefolgt nach Ephesus, waren dort geblieben und hatten im Evangelium gearbeitet. Nach einer Zeit des Wirkens in Rom waren sie nun wieder in Kleinasien. 
Ihre Hingabe war so weit gegangen, dass sie sogar einmal ihr Leben für den Apostel aufs Spiel gesetzt hatten (Röm 16,4). Solche gemeinsamen Erlebnisse schaffen eine Tiefe der Zuneigung, wie sie nur wenige kennen, und sind eine Quelle der Dankbarkeit dem Herrn gegenüber, die auch in den schwersten Stunden das Herz erwärmt.

Doch auch in Rom gab es noch Gläubige, die die Stürme der schrecklichen Verfolgung unter Nero bis dahin überlebt hatten. Einige von ihnen waren Timotheus bekannt, denn sie ließen ihn grüßen: Eubulus, Pudens, Linus und Klaudia. Wer sie waren, wissen wir nicht, aber wir dürfen ruhig annehmen, dass sie für den Apostel eine Ermunterung waren.

Über allem aber war ihm das eine geblieben: der Beistand des Herrn. Mochten alle, deren Sache es gewesen wäre, ihm vor Gericht beizustehen, ihn im Stich gelassen haben - und das empfand er sehr schmerzlich -, er konnte doch sagen: „Der Herr aber stand mir bei." Es war derselbe Herr, der schon in Korinth bei Priska und Aquila ihm mit den Worten erschienen war: „Fürchte dich nicht, sondern rede, und schweige nicht! Denn ich bin mit dir..." (Apg 18,9.10). Damals hatte Paulus in dieser überheblichen Stadt wie ein Handwerker Einzug gehalten und die Ermutigung sehr nötig gehabt. Und auch diesmal hatte der treue Diener „die Predigt vollbracht" und „alle die aus den Nationen" hatten „gehört". Das war zu aller Zeit sein erstes Anliegen gewesen - seine eigene Sicherheit kam erst danach: „Und ich bin gerettet worden aus dem Rachen des Löwen." Kein Wun
der, dass er auch Timotheus so ernstlich bezeugt: „Predige das Wort" - verschaffe diesem Wort Geltung mit allem Nachdruck, „zu gelegener und ungelegener Zeit". Was für ein Auftrag auch für uns!

Und was die Zukunft betraf, der Apostel wusste: „Der Herr wird mich retten von jedem bösen Werk und bewahren für sein himmlisches Reich." Wieder erhebt er seinen Blick über die bevorstehenden Nöte hinweg bis zum Tag der Erscheinung Christi. Was für „böse Werke" noch gegen ihn geschehen würden, wusste er nicht, aber auf die Rettung des Herrn konnte er vertrauen. Er kannte Gott als den, „der die Toten auferweckt" und den darum nichts hindern kann, Seine Kinder durch alle zeitlichen Nöte hindurchzubringen (vgl. 2.Kor 1,9.10).

Wenn wir auch in ganz anderen Verhältnissen leben als Paulus damals, rufen doch erlebte Enttäuschungen und der Gedanke an die Ungewissheit der Zukunft auch bei uns zuweilen ein Sehnen nach Herzenswärme und Zuneigung hervor. Dann wollen wir dem Beispiel des großen Apostels folgen und unseren Blick über die nächste Schwierigkeit hinaus erheben auf „jenen Tag", an dem jeder „gute und treue Knecht" die Anerkennung seines Herrn empfangen wird. Und inzwischen wollen wir nicht versäumen, einander ein Beistand zu sein, damit jeder in Liebe und Dankbarkeit an den anderen denken kann - zur Verherrlichung des Herrn.
E. E. H

INHALTSVERZEICHNIS
Hoch über allen Thronen (Gedicht) 1
„Grüße Priska und Aquila" 2
Das Haus des Vaters und der Weg dorthin 6
Die Verehrung des wahren Gottes
und die Religion des Menschen 11
Christus und der Antichrist 16
Die Tempelsteuer 22
Er lehrte sie vieles in Gleichnissen
(Der reiche Mann und der arme Lazarus) 26, 57, 87
Gute Werke 33
„Von Anfang an ist es nicht so gewesen" 36
Der Assyrer 48
Der blinde Bartimäus 51
Fragen und Antworten
Das Irdische - das Himmlische 54
Mahnung (Gedicht) 65
Denkt an Lot! 66
Das Rettungslied Judas 75
Goldene Äpfel in silbernen Prunkgeräten 81
Fragen und Antworten
„WIR wirken" 84
Nacht auf Golgatha (Gedicht) 97
Die gelegene Zeit 98, 135, 161, 196, 236
Hingabe an Christus 101
Die Umkehrjudas 109 
Besonderheiten im Text der Heiligen Schrift
Ausharren - Langmut 116 
Er lehrte sie vieles in Gleichnissen
(Der Arbeiter auf dem Feld) 120
Bleibende Liebe! (Gedicht) 129
Liebe bis ans Ende 130 
Leuchter und Altar-Jesus als Apostel
und Hoherpriester 137
Gottes Handeln mit Seinem irdischen Volk 140 
Fragen und Antworten
Ein Ackerstück voll Linsen - oder Gerste? 151 
Er lehrte sie vieles in Gleichnissen
(Der ungerechte Richter) 153, 187
Der verfluchte Feigenbaum 164
Speer und Laute 167
Josephs Träume 178 Fragen und Antworten
Versammlung, Gemeinde, Kirche 184
Ein neuer Tag (Gedicht) 193 
Die Güte Gottes
und der Weg des Gläubigen 194
Der unreine Geist in der Synagoge 199
Drei Tage und drei Nächte 202
Wir sehen aber Jesus 206
Fragen und Antworten
Sünde der Welt 212
Empfangen des Heiligen Geistes - durch Handauflegen? 215
Was wir brauchen (Gedicht) 225
Vertrauen 226
Der Sachwalter 228
Hingabe an Christus 231
>Ephatal" 239
Amalek heute - Kampf auf der Reise 242
Besonderheiten im Text der Heiligen Schrift
Entschlafene 249
Keine Unabhängigkeit und Rivalität 251
Ehre sei in deiner Kirche (Gedicht) 257
Ein langes Leben auf der Erde? 258
„Steht auf, lasst uns von hier weggehen!" 260
Vorlesen, ermahnen, lehren 267
Fragen und Antworten 273 
Das Beengtsein des Herrn vor Seiner Taufe
Er lehrte sie vieles in Gleichnissen
(Der Pharisäer und der Zöllner) 276
„Wie schön ist deine Liebe" 289
Die Nacht der Tränen 291
Die Befreiung Israels aus Ägypten als Vorbild 294,331
Opfer, die Gott Wohlgefallen 305
Fragen und Antworten
In Bethanien 311
Er lehrte sie vieles in Gleichnissen
(Die Pfunde) 314,343
Mit Tränen säen 321
Sicherheit durch Flucht 325
Fragen und Antworten
Vergänglich - Verweslich 341
Anker der Seele (Gedicht) 353
Auf Gott harren 354
Vom Wirken des Heiligen Geistes 357
Der Segen des Friedensreiches 365
Fragen und Antworten
Engel am Grab des Herrn 372
Er lehrte sie vieles in Gleichnissen (Die drei Türen) 377
 
Hoch über allen Thronen
steht fest des Höchsten Thron, 
dort, wo seit jeher wohnen
der Vater und der Sohn.
 
Nichts kann den Thron erschüttern,
wenn auch im Weltgeschehn
gar mächt'ge Throne zittern
und stürzend untergehn.
 
Wir sahen große Reiche
zerbrechen über Nacht -
doch Gott bleibt stets der Gleiche,
und gleich bleibt seine Macht.
 
Geriete schlimmstenfalles
die ganze Welt in Brand,
so hielte Gott noch alles
in seiner starken Hand.
 
Damit darfst du dich trösten
in wechselvoller Zeit.
Auf Gott, dem Höchsten,
Größten, ruht deine Sicherheit.
P. W.

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