Andrew Dunn - Eine Geschichte aus Irland, Thomas Kelly #

  • Andrew Dunn - Eine Geschichte aus Irland, Thomas Kelly #

gebraucht
Bestell-Nr.: BN2592
Autor/in:    Thomas Kelly

Titel:    Andrew Dunn - Eine Geschichte aus Irland

Preis:    2,90 €
Format:    18 x 11 cm
Seiten:    47
Gewicht:    60 g
Verlag:    Ernst-Paulus-Verlag
Erschienen:    1991
Einband:    Taschenbuch
Sprache:    Deutsch
Zustand:    leichte Gebrauchsspuren
Kurzinfo:    
BEKEHRUNG DURCH DAS LESEN DES NEUEN TESTAMENTS 
Wir erleben den bescheidenen Landarbeiter Andrew Dunn, der zu Beginn des Viktorianischen Zeitalters gelebt hat. Er lebte in der Finsternis und wurde durch das einfache Lesen des Neuen Testaments zum Licht geführt. Daraufhin wurde er zum Segen für seine eigene Familie, für die Nachbarschaft und für das Dörfchen, in dem er lebte.

Wie Andrew Dunn durch das Lesen des Neuen Testaments das Heil fand
Andrew Dunn war als Katholik erzogen worden und bis etwa zu seinem vierzigsten Lebensjahr - wie alle seine Nachbarn - fest überzeugt, daß das, was sein Priester ihm sagte, wahr sei. Er war ein vernünftiger und kluger Mann, aber bis zu dieser Zeit hatte er seinen Scharfsinn lediglich für die Angelegenheiten dieser Welt eingesetzt. Im Alter von etwa vierzig Jahren jedoch begann er über das Evange­lium von Christus nachzudenken, und dabei wurde ihm seine Unwissenheit bewußt. Daher beschloß er, sich über die Sache, von der das Heil seiner Seele abhing, näher zu informieren.

Erste Unterredung mit Pater Dominick
Er ging also zu Pater Dominick, dem Priester seines Pfarr­bezirks, und sagte ihm, daß er sich gern mit Hochwürden etwas unterhalten möchte. „Nun, Andrew", fragte der Pater, „was hast du mir denn zu sagen?" „Bitte, Euer Hochwürden, ich denke seit einiger Zeit darüber nach, daß ich zwar ganz gut mit meinem Nachbarn ein Geschäft ab­schließen kann, über das Evangelium aber bin ich so unwis­send wie ein Pferd oder eine Kuh, und das, meine ich, gehört sich doch wohl nicht für mich. Wollen Euer Hoch­würden so freundlich sein und mir zeigen, wie ich mich in dieser Angelegenheit ein wenig informieren kann?"
„Aber wieso denn, Andrew?" entgegnete Pater Domi-nick. „Ich habe dich meines Wissens noch nie bei der Beichte vermißt, auch nicht bei der Messe, und du bist
doch wirklich ein anständiger Kerl. Was willst du noch mehr?" „Nun, Sir, um Ihnen die Wahrheit zu sagen: Wenn irgend jemand mich fragen sollte, warum ich ein Glied der katholischen Kirche bin, könnte ich ihm nichts darauf antworten, außer daß eben mein Vater schon katholisch war, und das - mit Verlaub gesagt - halte ich für einen sehr törichten Grund."
„Aber weißt du denn nicht, Andrew", entgegnete ihm sein Pater, „daß du der Heiligen Mutter Kirche angehörst und daß es keine andere wahre Kirche gibt, und daß alle, die nicht zu ihrer Gemeinschaft gehören, Ketzer sind und ver­dammt werden?" „So ungefähr habe ich Euer Hochwürden oft in der Kirche sprechen hören", sagte Andrew, „aber mit Verlaub, darf ich so kühn sein, Euer Hochwürden zu fra­gen, woher Sie das alles wissen?" „Andrew, du bist der erste aus meiner Herde, der es wagt, eine solche Frage an mich zu richten. Ich frage mich, woher du dir diese Freiheit nimmst. Aber deine Frage ist leicht zu beantworten. Ich weiß es, weil die Kirche es so sagt." Andrew war zuerst etwas bestürzt, aber er faßte sich und fuhr fort: „Darf ich mich erkühnen, Euer Hochwürden zu fragen, wie es dazu kam, daß sie so sicher sind, daß die Kirche in diesen Ange­legenheiten nicht irren kann? Denn Euer Hochwürden weiß ja, daß es eigentlich nur vernünftig ist, wenn ein Mensch rn einer Sache, in der er doch so viel verlieren oder gewinnen kann, etwas wißbegierig ist.' Mit einem Anflug von Triumph in der Stimme antwortete Pater Dominick: „Wenn du Fragen stellen willst, so sollst du wissen, daß Jesus Christus versprochen hat, bis ans Ende der Welt bei Seiner Kirche zu sein, und das macht sie unfehlbar, sie ist also frei von Irrtum." „Das ist in der Tat etwas Entscheidendes, und wenn Euer Hochwürden mir diese Sache ver­ständlich machen wollen, kann ich für immer beruhigt sein."
Pater Dominick, froh, ihn auf so einfache Art loszuwerden, sagte ihm, diese Verheißung Jesu Christi sei im letzten Kapitel und letzten Vers des Evangeliums des heiligen Matthäus zu finden, und da er diese Stelle auswendig wußte, zitierte er sie auf lateinisch. „Das ist ja alles sehr schön und gut", rief Andrew, „aber bitte, Euer Hochwür­den, ich verstehe kein Wort von dem, was Sie gesagt haben!" „Das weiß ich sehr wohl", erwiderte Pater Domi-nick. „Wir achten darauf, zum Wohl unserer Herde uns das Recht vorzubehalten, solche Stellen auszulegen, gemäß der wahren Interpretation, die ihnen von der Kirche gegeben wird." „Mit Verlaub", sagte Andrew, „darf ich dann viel­leicht um eine Erklärung dieser schönen und gelehrten Worte bitten?" „Nun, Andrew, die Bedeutung ist die: Jesus versprach, bei jedem Konzil, das der Papst einberufen wird, dabei zu sein bis zum Ende der Welt; zweitens, daß ein solches Konzil, da es die Kirche ist, unfehlbar sein wird, das heißt, es wird keinem Irrtum unterliegen; und daß - drittens - folglich jeder, der es wagen sollte, seine Be­schlüsse in Frage zu stellen, hier als Ketzer bestraft werden soll und daß seine Seele für alle Ewigkeit in der Verdamm­nis sein wird." „Du liebe Zeit!" rief Andrew, erstaunt über das Gehörte, „ist das alles in dem kurzen Satz enthalten, den Euer Hochwürden zitiert haben?" „Ja gewiß, und noch viel mehr!" erwiderte der Pater, „wenn ich die Zeit hätte, es dir zu erzählen. Mit dieser Stelle sind wir in der Lage, alle religiös Andersdenkenden zu widerlegen; dagegen können sie kein Argument vorbringen."

Andrew erhält ein Neues Testament
Als Junge hatte Andrew natürlich lesen und schreiben ge­lernt, und da er mit einem guten Gedächtnis begabt war, hatte er mit beidem keine Probleme. Er arbeitete zumeist im Haus eines Gutsherrn in der Nachbarschaft und war als ein tüchtiger Arbeiter geschätzt. Die Gattin des Gutsherrn war sehr freundlich zu den Armen in der Umgebung und setzte sich mit großem Eifer dafür ein, daß sie mit Essen versorgt wurden, so daß sie vielen das Leben rettete, die sonst verhungert wären. Doch sie dachte auch daran, daß diese alle Seelen hatten, die entweder gerettet werden oder verloren gehen konnten, und so sagte sie bei ihren Kran­kenbesuchen stets ein paar Worte, um die Aufmerksamkeit auf die ewigen Belange zu lenken. So hatte sie nun auch begonnen, Neue Testamente zu kaufen und sie unter den Armen zu verbreiten. Pater Dominick genierte sich, gegen diese tätige Nächstenliebe irgendwelche Einwendungen zu machen, obwohl es ihm lieber gewesen wäre, sie hätte ihre Gaben für sich behalten.
Eines Tages, als Andrew gerade im Gutshof beim Dreschen war, erkundigte sich diese gütige Frau bei ihm nach dem Befinden eines seiner Kinder, das krank gewesen war und das sie 'besucht hatte. Nachdem sie sich noch etwas unter­halten hatten, fragte sie ihn, ob er ein Testament besäße. „Nein, gnädige Frau" erwiderte er, „aber ich wollte, ich hätte eines und könnte es lesen und verstehen." Sogleich holte sie ein Testament und schenkte es Andrew. Er steckte das Buch in die Tasche, bis seine Arbeit beendet war, und ging dann rasch nach Hause, um noch am gleichen Abend ein Stück lesen zu können. Auf dem Heimweg dachte er über den Wert des Schatzes nach, den er bei sich trug.

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