1. und 2. Korintherbrief, Remmers A.

  • 1. und 2. Korintherbrief, Remmers A.

Die Briefe an die Korinther
Korinth war in der Antike ein Zentrum des Handels, der Kultur und der Philosophie, aber auch des Vergnügens, der Sittenlosigkeit und des Götzendienstes. Die dortige Versammlung, die durch die Tätigkeit des Apostels Paulus entstand, war außerordentlich reich an Gnadengaben. Sie befand sich jedoch in einem so schlechten Zustand, dass Paulus genötigt war, inspiriert vom Heiligen Geist kurz hintereinander zwei Briefe an die Gläubigen dort zu schreiben.
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Der erste Korintherbrief gibt ausführliche Anweisungen für die Ordnung und den Wandel der Versammlung Gottes. Daher wird immer wieder an die Verantwortung der Gläubigen appelliert.
Der zweite Korintherbrief ist einer der schwierigsten Briefe des Neuen Testaments. Er enthält viele Stellen, in denen Paulus seine selbstlose Liebe zu den Gläubigen trotz ihrer Wankelmütigkeit zum Ausdruck bringt.
Die beiden Briefe an die Korinther sind die einzigen Briefe des Neuen Testaments, die an die "Versammlung Gottes" als solche gerichtet sind. Sie besitzen also Gültigkeit für alle, die bekennen, dem Herrn anzugehören. Die Beachtung der darin gegebenen Anweisungen für den persönlichen und gemeinsamen Weg der Christen in allen Ländern und zu allen Zeiten ist von großem Nutzen und Segen. 

gebraucht
Nr:  BV30010
Arend Remmers, Titel: Betrachtungen über die beiden Korintherbriefe, Preis:     10,80 €, Ernst Paulus,
Jahr:     2005, Hardcover, S. 304, Format:     18,5x12,5cm, Sprache:     Deutsch,
wie neu, Gewicht:     355 g

Leseprobe:0. Einleitung 1. Korintherbrief

 
0.1. Die Versammlung in Korinth
Korinth war zur Zeit des NT eine große Hafen- und Handelsstadt mit zwei bekannten Häfen (Kenchreä und Lechaion) auf der Landenge zwischen Nordgriechenland und dem Peloponnes. Seine zentrale Lage machte Korinth zu einem Mittelpunkt des Handels, der Kultur und der Philosophie, aber auch des Vergnügens, der Sittenlosigkeit und des Götzendienstes; die Unmoral der Korinther war sprichwörtlich.
Der Apostel Paulus war auf seiner zweiten Missionsreise (ca. 51-54 n. Chr.) zum ersten Mal in Korinth und blieb dort 18 Monate, denn der Herr hatte „ein großes Volk in dieser Stadt" (Apg 18,11). Wie immer verkündigte er zuerst den dortigen Juden das Evangelium, später auch den Heiden. Die in dieser Stadt aus Juden und Griechen entstandene Versammlung war den Einflüssen der Welt in doppelter Hinsicht ausgesetzt: durch die überwiegend heidnische Herkunft der Gläubigen (L Kor.6,9-11) und durch den ständigen Kontakt mit ihrer weltlichen Umgebung. Wir entnehmen dem Brief, dass die sexuelle Unmoral in Korinth auf einige Glieder der Versammlung abgefärbt hatte (Kap.S,l; 6,15-18). Einige Gläubige sahen nichts Böses darin, Götzenopferfleisch zu essen (Kap.8; 10,23-31) oder gar in die Götzentempel hineinzugehen (Kap. 10, 14-22). Auch unter den Gläubigen gab es Probleme: Gruppenbildung und Streitigkeiten (Kap.1,11; 3,4; 11,18), Prozesse vor weltlichen Gerichten (Kap.6,1-8),
Unordnung in den Zusammenkünften (Kap. 11,20-34, 14, 33) und sogar die Leugnung der Lehre der Auferstehung (Kap.15,12.35). Hinzu kam, dass einige Männer in Korinth die apostolische Autorität des Paulus in Frage stellten (Kap.9).
0.2. Anlass und Zweck des Briefes
Paulus nennt sich am Anfang und am Ende des Briefes als Verfasser (Kap.1,1; 16,21), und in Kapitel 4,15 schreibt er, dass er die Korinther zum Glauben an den Herrn Jesus geführt hat. Während seines dreijährigen Aufenthaltes in Ephesus waren Paulus außer den genannten Tatsachen noch weitere Einzelheiten über die Versammlung in Korinth zu Ohren gekommen. Er hatte durch die Hausgenossen der Chloe von der Uneinigkeit in Korinth erfahren (1.Kor.1.11), und außerdem hatten die Korinther ihm einen Brief mit verschiedenen Fragen geschrieben (Kap. 7,1; 8,1; 12,1; 16,1).
Gegen Ende seines Aufenthaltes in Ephesus (1.Kor.16,8), wohl im Jahr 57 n. Chr., machte Paulus sich unter der Leitung des Heiligen Geistes schweren Herzens daran, der Versammlung Gottes in Korinth diesen ernsten Brief zu schreiben. Aufgrund von 1.Kor.5,9 wird öfter die Vermutung geäußert, es habe noch weitere Briefe und Besuche des Apostels gegeben. Das ist jedoch reine Spekulation. Als Paulus den ersten Brief schrieb, hatte er die Absicht, einen zweiten Besuch in Korinth zu machen (Kap.4,19; 11,34; 16,5ff.). Da er wusste, dass dies angesichts der traurigen Situation in Korinth zu einer Konfrontation führen würde, verzichtete er darauf, um die Korinther zu schonen (2.Kor.1,15.23; 2,1).
 
Stattdessen sandte er Titus nach Korinth. Nach dessen Rückkehr (2.Kor.2,13; 7,6f.) schrieb Paulus den zweiten Brief an die Korinther, in dem er mehrfach an seine Traurigkeit bei der Abfassung des ersten Briefes erinnert (Kap.2,4; 7,8). Wenn er in 2.Kor.12,14 und 13, 1 die Worte „das dritte Mal" benutzt, dann meint er damit sein drittes Vorhaben, zu kommen, obwohl dies erst der zweite durchgeführte Besuch sein würde. Dieser Besuch hat nach Apg 20,2f. während seines dreimonatigen Aufenthaltes in Griechenland stattgefunden. Von Korinth schrieb Paulus den Brief an die Römer, in dem er die Dienerin Phöbe aus Kenchreä und seinen Gastgeber Gajus erwähnt (Röm 16,1.23, 1.Kor. 1,14).
Der erste und der zweite Brief an die Korinther sind die einzigen Briefe im NT, die an die „Versammlung Gottes" als solche gerichtet sind, und im ersten Brief werden „alle, die an jedem Orte den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen, sowohl ihres als unseres Herrn" (Kap.1,2), mit angesprochen. Dieser Brief besitzt also Gültigkeit für alle, die bekennen, dem Herrn anzugehören. Deshalb kommt der Name „Herr" häufiger vor als in jedem anderen Brief des NT. Die Allgemeingültigkeit der Lehre des Apostels Paulus wird nicht nur in Kap.1,2, sondern auch in Kap.4,17; 7,17; 11,16; 14,33 und 16,1 hervorgehoben.
Der erste Korintherbrief enthält ausführliche Anweisungen für die innere Ordnung und den korporativen Wandel der Versammlung Gottes. Daher wird immer wieder an die Verantwortung der Gläubigen appelliert (z. B. durch das zehnmalige Wisset ihr nicht?: Kap.3,16; 5,6; 6,2.3.9.15.16.19; 9,13.24; vgl. 10,1; 12,1).

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