Danken und Dienen, Achim Müller

  • Danken und Dienen, Achim Müller
gebraucht
Bestell-Nr.: BN5610
Autor/in: Achim Müller
Titel: Danken und Dienen
Preis: 3,00 €
ISBN: 9783795808846 (früher: 3795808847)
Format: 12 x 19 cm
Seiten: 192
Gewicht: 220 g
Verlag: Schriftenmissions Verlag
Erschienen: 1983
Einband: Taschenbuch
Sprache: Deutsch
Zustand: leichte Gebrauchsspuren
Vorwort
In der traditionsreichen Geschichte der Geisteswissenschaften hat die Edition einer Festschrift zur Ehrung herausragender Persönlichkeiten ihren festen Platz. Auch im Feld der Diakonie läßt sich in den vergangenen Jahren eine Häufung dieser Publikationen verfolgen, die nicht nur im Bereich von Forschung und Lehre angesiedelt sind, sondern auch Persönlichkeiten aus der Arbeit vor Ort ehren.
Zwei Hauptgründe vermag ich zu erkennen: die Amtsübergabe aus den Händen der Generation des Wiederaufbaus nach 1945 an die Nachfolger und vor allem in einer gesellschaftspolitisch schwierigen Zeit die Rückbesinnung auf die Probleme der Nachkriegszeit und deren Bewältigung.
 
Durch diese Festgabe wird uns ein Mann vor Augen geführt, der sein Leben in der Nachfolge unseres Herrn Jesus Christus ganz der Diakonie gewidmet hat. Wenn Albert Ickler in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses gedrängt wird, versteht er es, die Aufmerksamkeit auf die Sache, auf sein diakonisches Anliegen, zu lenken. Erdient aus der Stille, aus der Verborgenheit. Im Sinne dieser dienenden Nachfolge hat er seine Arbeit im weiten Feld der Diakonie verstanden und ausgeübt. Danken und Dienen wird zum Prinzip seines Selbstverständnisses, seines diakonischen Handelns und Denkens. Diese Grundlage des Lebens macht die Vielfältigkeit des Schaffens auf einem Arbeitsfeld deutlich, das von der Ebene des Ortsverbandes für Innere Mission in Bochum bis zum Weltkirchenrat in Genf reicht. Das ganze Spektrum der institutionalisierten Diakonie erfährt von diesem Mann Impulse, wird von ihm entscheidend geprägt. Dabei steht aber niemals die Person, der Name, im Vordergrund, sondern unser Herr Jesus Christus, der um der bedürftigen Menschen willen Handeln in der Sache erfordert.
 
Trotz des vielfältigen Engagements verliert sich Albert Ickler aber nie in Ämtern und Aufgaben. Er behält seine tragende Mitte als Leiter der Inneren Mission in Bochum, als Diener des Wortes in Bochumer Gemeinden und auch als Seelsorger, der jeden Menschen ohne Bedingung oder Ansehen der Person annimmt. Das Leitmotiv im Leben Albert Icklers, DANKEN UND DIENEN, wird deshalb zum Titel der vorliegenden Festschrift, da auch im Verständnis seiner Freunde dieses schaffensreiche Leben nicht treffender überschrieben werden könnte. Hier erfährt auch die Herausgabe dieser Schrift ihre Legitimation; auch das Dienen in Stille und Bescheidenheit muß wegen seiner beispielgebenden Kraft der Nachwelt als Zeugnis erhalten bleiben.
Der Kreis der Freunde Albert Icklers spiegelt die Weite seines Arbeitsfeldes wider. Um den inneren Zusammenhang der vorliegenden Schriftzu wahren, wird einethematische Beschränkung auf die wichtigsten Arbeitsfelder unumgänglich: Diakonie unter wissenschaftlichem Aspekt, das Verhältnis von Diakonie und Ökumene, Diakonie in der verfaßten Kirche und Diakonie und Gesellschaft sind die Leitgedanken der vorliegenden Beiträge. Zum Bereich Diakonie unter wissenschaftlichem Aspekt äußern sich Johannes Degen und Rene Leudesdorff, zwei Exponenten in der diakoniewissenschaftlichen Diskussion der Gegenwart. Zum Bereich Diakonie in der verfaßten Kirche nehmen Hans Georg Jaekel und Heinz Schmidt, zwei emeritierte Landespfarrer, Stellung. Das Verhältnis von Diakonie und Ökumene behandeln Reinhard Groscurth, HansOtto Hahn, Heinrich Puffert, Howard Schomer, Hans Thimme und Kenneth R. Ziebell. Helmut Claß, Theodor Schober, Johannes Kessels und Harold Wilke untersuchen das Verhältnis von Diakonie und Gesellschaft. Trotz der Konzentration der Beiträge auf bestimmte Themenbereiche können die einzelnen Autoren nur Grundgedanken skizzieren.
Festschriften geraten leicht in Gefahr, zu Momentaufnahmen zu degenerieren, nur für den jeweiligen Anlaß erstellt.
 
Die vorliegenden Beiträge sprengen jedoch diese Begrenzung, denn sie tragen zur aktuellen Diskussion um die Situation der Diakonie bei, die heute engagierter denn je geführt wird.
Diese Festschrift ist Albert Ickler zum 70. Geburtstag von seinen Freunden gewidmet, die sich ihm in der Sache, der tätigen Nächstenliebe in der Welt, verpflichtet fühlen. Viele der Autoren haben ihn auf seinem Lebensweg in der gemeinsamen Arbeit begleitet oder sind durch ihn angeregt oder gefördert worden.
Ich danke den Autoren herzlich für jeden Beitrag und die damit verbundenen Mühen.
Zu besonderem Dank bin ich dem Verleger des Schriftenmissions-Verlages in Gladbeck, Herrn Thomas S. von Puskäs, der Herstellerin, Frau Liesel Rennscheidt, und der Lektorin, Frau Alexa Länge, verpflichtet, die mir in allen Fragen der Fertigstellung hilfreich zur Seite gestanden haben.
Dank sagen muß ich auch Frau Christel Müller vom Ortsverband für Innere Mission in Bochum für die kritische Durchsicht des Manuskriptes und Frau Helga Hölscher, Redakteurin einer Bochumer Tageszeitung, für die Beschaffung biographischer Daten. Möge dem Jubilar nach seinem aufopfernden Dienst für das Heil anderer Menschen ein durch die Gnade Jesu Christi gesegneter Lebensabend beschieden sein.
Achim Müller
Diakonie unter wissenschaftlichem Aspekt
Johannes Degen
Thesen zum Verständnis diakonischen Handelns
verursacht insbesondere durch Erfahrungen in der sogenannten Anstaltsdiakonie
 
I. Zur Herkunft
Die Renaissance - der Neueinsatz - der evangelischen Diakonie im 19. Jahrhundert bringt den Typ des protestantischen Reformismus in klassischer und bis heute gültiger Ausprägung hervor.
1. Der sozialreformerische Ansatz dieser Renaissance wird begrenzt und vor sozialrevolutionären Weiterungen bewahrt durch eine christliche Anthropologie, die die Reichweite der sozialen Diagnose bestimmt. Das Übel, das es zu heilen gilt, liegt zuerst im Individuum, das als Sünder diagnostiziert wird. (Fliedner: „Wir müssen erst innen anders werden, bevor wir außen etwas ändern.") 2. Der Weg von der Bekehrung des einzelnen zur „Bekehrung der Strukturen" wurde nur selten gewagt. Wo man ihn ging, wurde er in sozialkonservativer Absicht an der sich etablierenden Arbeiterbewegung und ihrer neuen Akzentuierung der sozialen Fragen vorbei beschritten. 3. Innerhalb dieser Begrenzung, die der protestantische Reformismus erkennen läßt, durchdringt eine erweckte Frömmigkeit die sozialreformerische Praxis als sinnstiftende Perspektive des Handelns, der Gemeinschaft und der Selbstreflexion. (Man lese in diesem Zusammenhang die Lebensbeschreibungen von Kaiserswerther Diakonissen im ,Armen- und Krankenfreund' 1860/61.)

 

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