Alle Welt soll sein Wort hören Lausanne - Dokumente Band 1+2

  • Alle Welt soll sein Wort hören  Lausanne - Dokumente Band 1+2
gebraucht
Bestell-Nr.: BN5830
Autor/in: Autorenkollektiv
Titel: Alle Welt soll sein Wort hören Band 1+2
ISBN: 9783775101868 (früher: 3775101861)
Format: 11 x 18 cm
Seiten: 891
Gewicht: 543 g
Verlag: Hänssler
Erschienen: 1974
Einband: Paperback
Sprache: Deutsch
Zustand: leichte Gebrauchsspuren
Einleitung
Der Internationale Kongreß für Weltevangelisation stand von Anfang an unter dem Kennzeichen der Zusammenarbeit. Die Teilnehmer sandten ihre Vorschläge über solche Gebiete ein, die sie gern behandelt gesehen hätten. Diese Vorschläge kommen heute in der breitgefächerten Thematik zum Ausdruck. Das von den Rednern ausgearbeitete Manuskript wurde bereits vorher den Teilnehmern des Kongresses zugesandt. Die Fragen der Teilnehmer, ihre Beobachtungen und Kritik wurden wiederum direkt dem Redner zugestellt. Somit las er auf dem Kongreß nicht sein Manuskript, sondern reagierte bereits auf diese Information. Diese Zusammenarbeit setzte sich auch während des Kongresses in den Bereichen der nationalen Strategie und theologischen Arbeitspapiere fort. Jeder Teilnehmer war in einer dieser Gruppen. Jedes Arbeitspapier brachte als Frucht ausgedehnte Diskussionen.

Die Kongreßvorträge und Diskussionen waren von Realismus gekennzeichnet. Das führte zu den notwendigen charakteristischen Aktionen. Viele nationale Strategiegruppen erarbeiteten Pläne für Evangelisationen, welche wiederum auch anderen eine Hilfe sein können. Sie wurden aufgefordert, grundsätzlich zwei Fragen zu beantworten: Wie können wir am besten gemeinsam unser eigenes Volk evangelisieren? Und: Welchen Beitrag können wir leisten, um das Evangelium über unsere Kulturgrenzen hinaus zu den zwei Milliarden Menschen zu bringen, die niemals mit der Frohen Botschaft erreicht worden sind? Die theologischen und strategischen Gruppen erarbeiteten praktische Vorschläge für Aktionen. Das vorliegende Material hat auch den großen Vorteil, Beispiele für Zusammenarbeit über die Kulturgrenzen hinaus von allen sechs Kontinenten zu enthalten. Die Gemeinde hat auf dem Kongreß von allen ihren Gliedern gelernt.
Während Sie dieses Material und die Gebiete Ihres besonderen Interesses durcharbeiten, ist es unser Gebet, daß derselbe Geist, den wir in Lausanne, Schweiz, vom 16. bis 25. Juli 1974 erfuhren, auch Ihnen begegnet, Sie prägt und formt und zu einem solchen Teilnehmer an der Weltevangelisation macht, wie er es will.
Donald Hoke Paul Little

John Stott
Zur Lausanner Verpflichtung
Die Lausanner Verpflichtung ist eine sehr ernste und persönliche Sache. Sie stellt uns in die konkrete und opferwillige Aktion. Sie kann nur nach sorgfältigem Nachdenken und ernstem Gebet unterzeichnet werden. Einige Teilnehmer werden länger brauchen, um diesen Schritt zu überdenken, und die unterschriebene Karte erst einige Tage nach dem Kongreß zurückschicken. Andere sehen sich vielleicht überhaupt nicht in der Lage zu unterzeichnen. Jeder von uns muß seine eigene Gewissensentscheidung vor Gott treffen, und jeder, der unterschreibt, tut dies nicht als Vertreter einer Gruppe oder Organisation, sondern als einzelnes Glied des Leibes Christi. Und doch spiegelt sich in dieser Verpflichtung - soweit wir das feststellen können - der Konsensus des Kongresses. Darum ist es jetzt mein Vorrecht, Sie einzuladen, ja, Sie zu ermutigen, diese Lausanner Verpflichtung zu unterschreiben, wenn der Heilige Geist Ihr Gewissen dahingehend leitet. Das wird uns im Gebet, im Planen und Arbeiten für die Evangelisation der ganzen Welt zusammenschließen. Und zuerst werden nun Dr. Billy Graham, Ehrenvorsitzender des Kongresses, und Bischof Jack Dain, Vorsitzender des Planungskomitees, die ihre diesbezügliche Gewissensentscheidung getroffen haben, die Verpflichtung unterzeichnen.
In diesem Geist bitten wir nun alle, die das auch tun wollen, ihre Unterschrift zu leisten. Wir wollen dazu einige Augenblicke stille werden.
Ich möchte jetzt mit den Schlußworten der Verpflichtung Gott bitten, daß er jedem einzelnen von uns in seiner Gnade und zu seiner Ehre helfen möge, dieser unserer Verpflichtung treu zu bleiben. Amen.

9 Die Lausanner Verpflichtung
Die Lausanner Verpflichtung Einleitung
Wir, Glieder der Gemeinde Jesu Christi aus mehr als 150 Nationen, Teilnehmer am Internationalen Kongreß für Weltevangelisation in Lausanne, loben Gott, weil Er sein Heil geschenkt hat, und freuen uns an der Gemeinschaft, die Er uns mit Ihm und untereinander schenkt. Gottes Wirken in unserer Zeit bewegt uns tief. Unser Versagen führt uns zur Buße. Die unvollendete Aufgabe der Evangelisation fordert uns heraus. Wir glauben, daß das Evangelium Gottes gute Nachricht für die ganze Welt ist. Durch Seine Gnade sind wir entschlossen, dem Auftrag Jesu Christi zu gehorchen, indem wir Sein Heil der ganzen Menschheit verkündigen, um alle Völker zu Jüngern zu machen. Darum wollen wir unseren Glauben und unseren Entschluß bekräftigen und unserer Verpflichtung öffentlich Ausdruck geben.
 
Bruce J. Nicholls
Theologische Schulung und Evangelisation
 
B. Nicholls, Yeotmal, Indien, ist Theologieprofessor am »Union Theological Seminary«. Er ist der internationale Koordinator des »Theological Assistance Program« der Weltgemeinschaft der Evangelischen Allianz.
 
Vor 36 Jahren wurde auf der Internationalen Missionskonferenz in Tambaram, Madras, festgehalten: »Es ist unsere Überzeugung, daß der gegenwärtige Zustand der theologischen Schulung als eine der größten Schwächen in der weltweiten christlichen Arbeit anzusehen ist.« Hier in Lausanne müssen wir bekennen, daß diese Aussage im Blick auf die Evangelikalen heute noch wahr ist. Wir glauben, daß alle gesunde Evangelisation von der Tiefe unseres Glaubens an die Wahrheit der Einzigartigkeit und Endgültigkeit des Evangeliums sowie von unserer Fähigkeit, die ganze Gemeinde Jesu Christi für die Evangelisation zu mobilisieren, abhängt. Dazu gehört auch Theologie und Schulung. Evangelisation, Gemeindewachstum und Mission sind von dem Glauben, der sich nach der Heiligen Schrift ausrichtet, von der Erfahrung der stets erneuerten Herrschaft Christi und von der Kraft des Heiligen Geistes abhängig. Wir dürfen die Gleichung formulieren: Erneuerung + Erweckung + Evangelisation. Die theologische Schulung tritt der Evangelisation als wichtige Helferin zur Seite.
Erster Teil: Die Theologie der Weltevangelisation
Um eine wirksame Strategie für die Rolle der theologischen Schulung in der Weltevangelisation zu entwickeln, müssen wir zuerst unsere Theologie der Evangelisation in dem Kontext der Menschen, denen wir das Evangelium verkündigen, formulieren.
893 Theologische Schulung und Evangelisation
 
1. Die Notwendigkeit einer Theologie der Weltevangelisation
Wir leben in einer Welt der raschen sozialen und ideologischen Wandlungen. Die absoluten Ansprüche des christlichen Glaubens und Lebens sehen sich immer mehr in Frage gestellt. In einem Zeitalter des Relativismus, des Egoismus, der soziologischen Aufsplitterung und zugleich des anwachsenden humanistischen Optimismus sucht die ökumenische Christenheit nach »einem umfassenden Konzept des Heils«; darin wird eine erweckliche, biblische Theologie als fremd und störend empfunden. Emilio Castro äußerte anläßlich der Konferenz über das Heil der Welt heute: »Bangkok ruft nicht nach weniger Heil, sondern nach mehr Heil.« Die Säkularisierung der Theologie, welche die offiziellen theologischen Bestrebungen der Gegenwart prägt, verlagert die Autorität von einer Theologie des Wortes zu einer Theologie der Erfahrung. Aktionsberichte werden wichtiger als biblische Exegese. Die Befreiung von politischer, wirtschaftlicher und sozialer Unterdrückung wird mehr betont als die persönliche Bekehrung auf der geistlichen Ebene. Die allgemeine Stimmung richtet sich gegen das Übernatürliche und Theologisch-Lehrhafte. Weltliche Mittel der Teilnahme an der Revolution werden durch den vorgesehenen guten Zweck geheiligt.
 
Gleichzeitig sind auch evangelikale Christen in Gefahr, zum Nachteil der Lehre ihr Hauptgewicht auf die Erfahrung zu legen. Zwar glauben wir, daß das wahre biblische Christentum in der Anbetung, in dem sichtbaren Beweis der Frucht des Geistes sowie in einem heiligen Leben sich äußert; selbstverständlich ist dies in der wahren Nachfolge Christi und in der aktiven Evangelisation zentral. Wird aber die Erfahrung von der Überzeugung und der biblischen Theologie getrennt, so wird die geistliche Zeugniskraft entweder unter dem Druck von Widerständen schwinden oder aber unter dem Druck des Persönlichkeitskultes oder des Ideologiekultes in Irrlehre ausarten. Als die liberale Theologie aufkam, zogen sich viele evangelikale Christen in einen nichttheologischen Pietismus zurück. Heute - auf dem Wellenkamm der charismatischen Bewegung - erkennen wir die Gefahr, daß die Erfahrung im Geist die Sicht für die Fundierung im Wort trübt. Jede theologische Schulung muß betonen, daß die Wahrheit und die Liebe,

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