Wer ist der Teufel?

Wer ist der Teufel?

In Hesekiel 28, Verse 14-19 lesen wir von ihm: »Du warst ein schirmender, gesalbter Cherub, und ich hatte dich dazu gemacht; du warst auf Gottes heiligem Berge, du wandeltest inmitten feuriger Steine. Vollkommen warst du in deinen Wegen von dem Tage an, da du geschaffen worden, bis Unrecht an dir gefunden wurde. Durch die Größe deines Handels wurde dein Inneres mit Gewalttat erfüllt, und du sündigtest; und ich habe dich entweiht vom Berge Gottes hinweg und habe dich, du schirmender Cherub, vertilgt aus der Mitte der feurigen Steine. Dein Herz hat sich erhoben ob deiner Schönheit, du hast deine Weisheit zunichte gemacht wegen deines Glanzes; ich habe dich zu Boden geworfen, habe dich vor Königen dahingegeben, damit sie ihre Lust an dir sehen. Durch die Menge deiner Missetaten, in der Unrechtlichkeit deines Handels hast du deine Heiligtümer entweiht; darum habe ich aus deinem Innern ein Feuer ausgehen lassen, welches dich verzehrt hat, und ich habe dich zu Asche gemacht auf der Erde vor den Augen aller derer, die dich sehen. Alle, die dich kennen unter den Völkern, entsetzen sich über dich; ein Schrecken bis du geworden und bist dahin auf ewig.

« In unsere heutige, aufgeklärte Zeit scheint der Gedanke an einen Teufel schlecht zu passen. Aber noch nie ist der Name Teufel so viel gebraucht und ausgesprochen worden wie in unseren Tagen. Der Mensch weiß um das Vorhandensein dämonischer Mächte, und in seiner Angst versucht er, ihnen aus dem Wege zu gehen, sich vor ihnen zu schützen. Unbewußt steht der Mensch immer wieder vor der Frage: »Gibt es einen Teufel?« Die einen tun diese Frage damit ab, daß sie sagen: »Ich glaube nicht an einen Teufel«, und verweisen seine Existenz in den Bereich von Märchen und Dichtung. Wieder andere sind gefangen in Aberglaube, indem sie ihn in Gestalt von Klabautermann, Wesen mit einem Pferdefuß, in einer schwarzen Katze oder in einer sonstigen Gestalt sehen. Der Teufel ist auch nicht das Böse im allgemeinen Sinne, trotzdem hat jeder das Böse in sich und um sich herum nicht bestreiten kann. Er ist auch kein Zustand, Veranlagung oder Charakterschwäche. Der Teufel ist eine Person, der große Widersacher Gottes, nach Gott die stärkste Person im Universum.
Die schrecklichen Folgen seines Wirkens kann jeder täglich beobachten. Man braucht nur irgendeine Tageszeitung aufzuschlagen. Er ist »der Böse« schlechthin, der Urheber all der vielen Verbrechen und des Blutvergießens in dieser Welt.
Gott sagt von ihm, daß er der große Durcheinanderbringer ist, Diabolos, der Verführer der Menschheit, Mörder und Lügner von Anbeginn. Aber wie ist er zu all diesem geworden?
Die Heilige Schrift sagt über seine Herkunft nicht allzuviel aus. Es ist auch nicht von Bedeutung. Viel wichtiger ist, daß der Mensch sich mit seiner Existenz auseinandersetzen muß. Die Heilige Schrift ist nicht geschrieben, um unseren Wissensdurst zu stillen, sondern um dem Menschen seinen Zustand vor Gott und den Weg zurück zu Gott zu zeigen.

Etwas wird uns in den oben angeführten Versen aber darüber mitgeteilt, nämlich wer der Teufel einst war. Die erste Schöpfung war eine Lichtschöpfung, und dem Teufel war, vor seinem Fall, als mächtigem Engelfürsten die Verwaltung des Lichts übertragen. Gott hatte ihn geschaffen, vollkommen war er und von großer Schönheit. Aber durch die Größe seiner Stellung erhob sich sein Herz wider Gott, und er wollte sich über den Thron Gottes setzen.
Gott mußte ihn seines Amtes entheben und ihn aus Seiner Gegenwart entfernen, zum Gespött und zum Schrecken der Menschen bis zum heutigen Tage. Von seinem Fall ahnen wir etwas zwischen dem ersten und zweiten Vers der Bibel. Als Satan fiel, wurde diese Erde wüst und leer, denn was Gott geschaffen hatte, war Vollkommenheit und Harmonie. Seitdem ist der Teufel mit grenzenlosem Haß gegen Gott erfüllt, und ebenso haßt er den Menschen, den Gott für sich geschaffen hatte, um sich durch ihn zu herrlichen. Es gelang dem Teufel, den Menschen zu verführen, von Gott abzubringen und in seine Gewalt zu bekommen. Er triumphierte, und der Mensch erkannte zu spät, daß er durch den Betrug Satans von der Gemeinschaft mit Gott, der Quelle des Lichtes und des Lebens, getrennt war.
Unsagbares Elend begleitet nun das Leben des Menschen unter der Gewalt des Teufels. Mit unsichtbaren Ketten hält er ihn an sich gebunden, verführt und verleitet ihn zu all den Greueln und Missetaten, wozu nur ein von Gott abgefallenes Herz fähig ist. Wieviel unschuldiges Blut ist seitdem vergossen worden! Satan bringt es fertig, den Menschen immer tiefer in Schuld zu verstricken und immer fester an sich zu ketten. Er will, daß der Mensch in Gottfeindlichkeit und Gottlosigkeit dahinlebe und so sein Ende finde. In seiner Gerechtigkeit und Heiligkeit mußte Gott, wenn auch mit schmerzendem Herzen, den Menschen in diesem sündigen Zustand aus dem Garten Eden vertreiben, weil er mit der Sünde keine Gemeinschaft haben kann. Aber eins wußte Satan nicht, nämlich, daß Gott auch Liebe ist, und daß Er den Menschen liebt, trotzdem dieser von Ihm nichts wissen will.
Gott hatte dem Teufel einen Tag gesetzt, wo Er ihn richten würde für all das Böse, das er in der Welt angerichtet hat. Dieser Tag kam vor fast 2000 jahren, als auf dem Hügel Golgatha der größte Kampf aller Zeiten stattfand, der Kampf zwtschcn dem Sohne Gottes und dem Teufel. Kein Mensch wäre in der Lage gewesen, diesen Kampf auf sich zu nehmen, denn dieses konnte nur ein Sündloser tun.
So mußte Gott selber in Seinem Sohn hier auf diese Erde kommen, Menschengestalt annehmen, um am Kreuz von Golgatha die Niederlage Satans zu erringen. Für das Auge des Unglaubens war es äußerlich ein Kampf der Ohnmacht und Kapitulation, aber für das Auge des Glaubens vollzog sich hier unsichtbar der Kampf zwischen der Macht des Lichtes und der Macht der Finsternis.
Die Engel des Teufels werden gezittert haben, angesichts der Folgen für sie, als der Herr Jesus Christus, der Sohn Gottes, den Sieg über Satan auf dem Hügel vor Jerusalem errang. Sein Urteil über Satan, schon vorher ausgesprochen (Joh. 16, 11), wurde dort vollzogen und dessen endgültige Entmachtung besiegelt (vergl. Hebr. 2, 14-16).
Gottes Macht und Herrlichkeit wurden durch den Sohn Gottes gleichzeitig in wunderbarer Weise verkündigt, als die Macht Satans gebrochen und für den gebundenen Menschen der Weg freigemacht war, zurück in die Gemeinschaft mit Gott zu kommen. Aber noch ist Satan frei, noch ist er wirksam, und noch ist er der Fürst dieser Welt. Warum hat Gott ihn nicht gleichzeitig vernichtet?
Wieviel Leid wäre seitdem nicht geschehen und wieviele Tränen wären nicht geweint worden in den vergangenen fast 2000 Jahren!
Gott hat ihn aber noch zur Erprobung der Menschen aufbewahrt. Nachdem das Werk der Gnade durch Seinen Sohn vollbracht worden ist, kann jeder Mensch aus der Gewalt dieses Feindes der Menschheit befreit werden, wenn er will, und zwar auf dem von Gott in Seinem Worte klar bezeichneten Wege, nämlich durch Buße und Glauben.
Dies können aber nur Freiwillige sein, die ihn in Liebe und Dankbarkeit anbeten, und dazu schenkt Er noch diese Gnadenzeit. Der Haß Satans gegen Gott, gegen die Gläubigen, gegen die gesamte Menschheit, ist seitdem noch größer geworden. Er weiß, daß seine Tage gezählt sind. Deswegen ist seine Anstrengung groß, und er möchte so viele Menschen wie möglich mit in sein Verderben hineinziehen. Gegen die Gläubigen vermag er nichts auszurichten, sie sind seiner Macht durch das stellvertretende Opfer von Golgatha endgültig entrissen.
Er muß sich darauf beschränken, ihnen mit seinen Listen zu begegnen, sie ängstlich und unruhig oder gar weltförmig zu machen, damit durch sie niemand zum Glauben an den Namen Jesu komme. Er möchte, daß sie untereinander uneins werden und infolge ihrer' Zerrissenheit und Zersplitterung die Versammlung des lebendigen Gottes nicht mehr darstellen. Er versucht es als brüllender Löwe oder als Engel des Lichts. Vielfältig sind seine Mittel, die Gläubigen lahmzulegen, und ein Blick in die Christenheit genügt, um zu zeigen, wie vortrefflich ihm dies gelungen ist.
Warum? "Weil bei vielen nicht mehr das Wort Gottes alleinige Richtschnur alles Denkens und Handelns ist. Leichteres Spiel hat er bei dem natürlichen Menschen. Der Mensch wird von Natur aus in sein Reich, das Reich der Finsternis, hineingeboren und ist somit seiner Macht unterworfen. Er will nicht, daß der Mensch einmal stille stehe, sich selbst be- und verurteile, dann nach dem Kreuz von Golgatha schaue, wo er Rettung und Befreiung bekommen könnte. Er will, daß der Mensch in seinem Zustand bleibt, um mit ihm den Weg ins Verderben zu gehen. Nichts fürchtet der Satan mehr, als daß der Mensch sich mit dem Wort vom Kreuz beschäftigt und somit mit der Ewigkeit. Er möchte die gesamte Menschheit gebunden halten, damit sie alle einmal mit ihm in der ewigen Verdammnis sind. Es fällt ihm nicht schwer, sie auf diesem falschen Weg weiterzuführen, und vielfältig sind seine Mittel, die er hierbei anwendet.
Da ist die Religion. Sie war von jeher seine stärkste Waffe. Wieviele menschliche Religionen und Irrlehren, wieviel Aberglaube hat der Mensch von ihm angenommen. Er darf religiös sein, nur nicht gläubig werden, er darf christlich sein, aber kein Christ werden, er darf an viele Götter glauben, nur nicht an den alleinigen, lebendigen Gott.
In diesem Zustand geht der größte Teil der Menschheit dahin, verführt von dem größten Verführer aller Zeiten. Alles darf der Mensch glauben, nur eines nicht: daß er verloren ist und einen Retter braucht. Viele, viele Menschen sind an Satan gebunden durch Okkultismus und Spiritismus. Horoskope, Sterndeutung, Wahrsagen, Kartenlesen und vieles mehr sind seine Angebote. Früher gab es Hexenverbrennungen, heute Geisterbeschwörung - immer hat es der Teufel verstanden, den Menschen in der Dunkelheit seines Reiches festzuhalten.

Wenn ein Mensch ihm nicht gefügig ist, erfüllt er ihn mit Angst und Schrecken. Die gesamte Menschheit lebt in Furcht und Unruhe, und die Großmächte reden sogar vom Gleichgewicht der Schrecken. Der Mensch lebt in Angst vor den unsichtbaren Mächten, und niemand bestreitet, daß sie da sind. Satan ist auf der Hut, damit sich niemand hiervon befreit. Ein geängstigtes und verzweifeltes Herz ist ein williges Werkzeug in seiner Hand. Wie ein Alp druck lastet auf der gesamten Menschheit die Zukunft und die Ungewißheit. Wenn er hiermit sein Ziel nicht erreicht, dann wiegt er den Menschen in Gleichgültigkeit und Harmlosigkeit. Er betäubt ihn durch Vergnügungen - und Zerstreuungen, damit er den Ernst und die Wirklichkeit nicht sehe und nicht an das viele Böse und Schreckliche denke.
Der Mensch aber hält sich die Ohren zu. Er will nicht hörcn, daß es einen Teufel gibt, diesen Bösen alles Bösen. Dieser aber freut sich, wenn er in Theater und Dichtung verharmlost wird.
Er freut sich, wenn die Kinder sich amüsieren und der Kasperle den Teufel totschlägt.

Er freut sich, wenn er sich als Maskottchen im Auto wiedersieht und wenn er als lächerliche Figur dargestellt und gezeichnet wird. Nur nicht stille stehen soll der Mensch, ihn nur nicht ernst nehmen in seiner ganzen Wirklichkeit und Grausamkeit.
Ein weiteres Mittel Satans ist der Krieg. Durch ihn gelingt es ihm, viele Menschen mit ins Verderben zu ziehen, damit sie diese Erde verlassen, ohne Frieden mit Gott zu haben. Furchtbar sind die Leiden und Schmerzen durch einen Krieg, aber doch ind die Qualen in der Ewigkeit hiermit nicht zu vergleichen. Niemand auf der Welt will in Wirklichkeit den Krieg, aber in Satans Hand ist der Mensch ein williges Werkzeug für seine teuflischen Pläne.
So ist es Satan trotz Golgatha gelungen, die Menschen in vielfältiger Weise gebunden zu halten, damit sie nicht befreit werden und aus der Nacht zum Licht kommen. Nicht Religion braucht der Mensch, sondern die Frohe Botschaft, das Wort vom Kreuz.
Ob der Mensch ihn verniedlicht oder verharmlost, ob er sich über ihn lustig oder ihn lächerlich macht, ob er ihn ernst nimmt oder nicht an ihn glaubt, ob er sich vor ihm fürchtet oder meint, selber mit ihm fertig werden zu können, alles ist ihm gleichgültig. Nur nicht, daß der Mensch sich nach Golgatha wendet, zum Kreuz, wo er besiegt und ein geschlagener Feind geworden ist. Die Stunde der Abrechnung für ihn naht, dann wird das über ihn gefällte Urteil vollstreckt werden. Ein Blick in die Menschheitsgeschichte zeigt, daß die Auswirkungen seines Handelns immer drückender und gefährlicher werden. Doch Gott hat für sein Ende einen Tag festgesetzt. Noch ist Satan der Fürst dieser Welt, aber noch kann sich der Mensch für oder gegen ihn, und damit für oder gegen Gott entscheiden. Bald ist diese Gnadenzeit vorüber.
Wenn die Gläubigen seinem Wirken entzogen und eingegangen sind in die Herrlichkeit des Vaterhauses, wird Satan aus dem Himmel auf die Erde geworfen. Wenn das Salz von dieser Erde fortgenommen ist, wird der Prozeß der Fäulnis zur vollen Auswirkung kommen. Furchtbar wird dann Satans Wüten sein und viel Blut wird fließen unter den zurückgebliebenen Menschen hier auf Erden.
»Wehe der Erde und dem Meere! denn der Teufel ist zu euch hinabgekommen und hat große Wut, da er weiß, daß er wenig Zeit hat«
Dann aber wird Gott eingreifen und den Teufel und seine Engel in den See werfen, der mit Feuer und Schwefel brennt. Nie endende Qual wird sein Teil sein.
Auf einer neuen Erde ohne Sünde, ohne Tod und ohne Teufel werden dann die Gläubigen leben Lind werden den Sieger von Golgatha preisen und anbeten.
Durch Ihn dürfen sie hier auf Erden schon singen: Nun ist Gott geehrt, Satans Macht zerstört, Freigemacht unzählge Scharen, die des Todes Beute waren, Gott in dir geehrt, Satans Macht zerstört.

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