Wer ist Gott?

Wer ist Gott?

In 2. Mose 3, Vers 14, sagt Gott von sich: »Ich bin, der ich bin.«
Kaum ein Mensch auf dieser Erde hat sich nicht schon einmal die Frage gestellt: »Gibt es einen Gott?« Und es gibt auch keinen Menschen, der nicht irgendwie an Gott glaubt. Jeder hat seine eigene Vorstellung über die Person und das Wesen Gottes und gibt Gott, je nach seiner inneren Einstellung, eigene Namen und Bezeichnungen. Niemand wird bezweifeln oder bestreiten, daß der Mensch einer Macht gegenübersteht und unterworfen ist, die mit menschlichem Verstand nicht ergründet werden kann.
Jeder weiß, wo Wirkung ist, da ist auch Ursache, und wo Ursache ist, ist auch ein Urheber. Da sind die einen, die anstelle der Person Gottes »Schicksal« setzen. Der Mensch sei mehr oder weniger seinem Schicksal, einem blinden Zufall, ausgeliefert. Er sei willenlos einer Macht unterworfen, und dieses sogenannte Schicksal könne man sich mit mehr oder weniger Glück gefügig machen, oder es ließe sich durch entsprechendes Verhalten nach den eigenen Wünschen dirigieren.
Da sind noch andere, die anstelle der Person Gottes »Vorsehung« setzen. Sie sagen, es sei alles vorherbestimmt und vorhergesehen. In Indien ist dieses unter dem Namen Kismet zu einer Religion geworden. Es sei vergeblich, sich gegen Not und Leid aufzulehnen, es komme doch alles, wie es kommen müsse. Es sei besser, alles vorübergehen zu lassen, als sich gegen die sogenannte »Vorsehung« aufzulehnen.
Da sind wieder andere, die anstelle der Person Gottes »höheres Wesen« setzen. Sie ahnen, daß aus dem Nichts nichts kommen kann und daß jemand da ist, der nicht willkürlich und ziellos, sinnlos und verständnislos die Welt und die Menschheit dahingehen läst. Sie spüren, daß da einer ist, der über allem steht und thront, und daß alles Seinem Willen unterworfen ist.

Wer ist Gott?
»Ich bin, der ich bin«, sagt Er von sich selber. »Ich bin der, der von Anfang an da war und der ewig sein wird, der Anfanglose und der Endlose. Ich bin der sich nie Verändernde, derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit. Ich bin der, der einmal bei der Schöpfung sprach, und es ward; der gebot, und es stand da (Psalm 33, g). Ich bin der, der noch heute spricht, und ich bin der, der einmal das letzte Wort sprechen wird. «
Gott ist eine Person, die hört, sieht, spricht und handelt. Er ist ein dreieiniger Gott, Gott der Vater, Gott der Sohn, Gott der Heilige Geist. Drei Personen und doch ein Gott. Der Vater ist nicht der Sohn, und der Sohn ist nicht der Heilige Geist, und doch besteht, trotz völliger Wesensgleichheit, freiwillige Unterordnung des Sohnes unter den Vater. Ein Geheimnis, welches mit dem Verstande nicht zu ergründen ist, denn Göttliches kann nur durch den Geist Gottes erkannt werden. Wenn Gott dem Menschen dieses Geheimnis etwas lüftet, dann nur dem, der in Ehrfurcht vor Gott steht, denn »die Furcht Jehovas ist der Weisheit Anfang.«

Anhand eines gleichseitigen Dreiecks kann dieses Geheimnis dem menschlichen Verstehen etwas näher gebracht werden. Auf der einen Seite dieses Dreiecks ist »Vater« zu lesen, auf der anderen »Sohn« und auf der dritten »Heiliger Geist«. Im Mittelpunkt des Dreiecks lesen wir »Gott«.
Wenn der Mittelpunkt mit den Ecken verbunden wird, ahnen wir etwas von der Dreieinheit Gottes.
So kennen wir gleichzeitig Gott den Vater, Gott den Sohn und Gott den Heiligen Geist, eine göttliche Dreieinheit in völliger Harmonie.
Aber Gott will nicht verstanden, sondern geglaubt werden. Um Ihm glauben zu können, hat Gott sich dem Menschen geoffenbart.

1. Durch seine Schöpfung.
Gott hat einst durch Sein Wort alles ins Dasein gerufen. »Er sprach, und es ward; er gebot, und es stand da.« Die Natur mit all ihren Schönheiten und allem, was sich darin regt und bewegt, kann der Mensch immer wieder betrachten und bewundern. All dieses Gewaltige und Erhabene redet zu dem Menschen stets aufs neue davon, daß Gott es geschaffen hat. Gott ist nicht die Natur, sondern die Natur ist Seiner Hände Werk.

2. Er offenbart sich durch Sein Schalten und Walten in Seiner Schöpfung.
Er bestimmt den Lauf von Sonne, Mond und Sternen. »Er läßt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und läßt regnen über Gerechte und Ungerechte« (Matth. 5, 45). Er läßt wachsen, blühen und gedeihen und schenkt damit dem Menschen alles, was er für sein tägliches Wohl braucht.
Der Mensch sagt, dies seien Naturgesetze. Aber ein Gesetz ist fest und starr, z. B. das Gesetz der Schwerkraft.

Wenn der Wechsel in der Natur nach einem Gesetz ablaufen würde, müßten in jedem Jahr Blühen und Ernten, Regen und Sonnenschein, Frost und Schnee wie ein Uhrwerk gleichmäßig ablaufen.
Oder wenn alles einer launischen Natur vorbehalten wäre, wie furchtbar wäre der Gedanke an die Möglichkeit, daß morgen die Sonne aufhören würde zu scheinen. »Der alle Dinge durch das Wort seiner Macht trägt.« (Hebr. 1, 3)
Nein, hier ist einer, der in Seiner Weisheit alles trägt, regiert und dirigiert. 'Wie gut, daß dies alles nicht in der Hand des unberechenbaren Menschen liegt oder dem Zufall anheimgestellt ist!
Gott hat sich geoffenbart durch Sein Volk Israel!
Nachdem die Menschen sich nach der Sintflut in ihrem Hochmut und Größenwahn einen Turm bis an den Himmel bauen und in ihrer Gottlosigkeit von Gott nichts wissen wollten, erwählte sich Gott unter allen Völkern ein Volk, dem Er in besonderer Weise Seine Liebe und Segnungen erwies. Das Alte Testament ist voll von dem, wie Gott sich Seinem irdischen Volke gegenüber immer wieder in Güte geoffenbart hat, trotz der Untreue dieses Volkes. Viele Irrwege ist das Volk Israel bis zum heutigen Tage gegangen. Aber die Verheißungen, die Gott den Erzvätern Abraham, Isaak und Jakob gegeben hat, stehen fest bis in alle Ewigkeit.

Gott ist treu und nimmt ein einmal gegebenes Wort nicht wieder zurück. Sein Volk ist erhalten geblieben in all den Jahrhunderten, trotz Verfolgung, Vertreibung und aller Anstrengungen, es auszurotten. Wie viele Völker sind dagewesen, große und kleine, sie sind nicht mehr, ihre Namen sind kaum noch bekannt. Aber das Volk Israel, das irdische Volk Gottes, bleibt bestehen.
Als Gott 1948 Seinem Volke, trotz Abwehr und Widerstand, sein Land wiedergab, erfüllte Er eine Seiner Verheißungen.
Die größte Offenbarung Gottes aller Zeiten bestand darin, daß der Sohn Gottes hier auf diese Erde kam. Gott nahm Menschengestalt an, um den verlorenen Menschen aus der Gottesferne in Seine Gemeinschaft zurückzuführen. Es gehört schon böser 'Wille dazu, all die Zeichen und Wunder, die der Herr Jesus während Seiner Erdenzeit tat, und das Geschehen am Kreuz von Golgatha in den Bereich von Fabeln und menschlicher Dichtkunst zu verweisen. Gott selber offenbarte sich den Menschen auf dem Hügel von Golgatha. Als die Erde erbebte und die Sonne ihren Schein verlor, war es nicht ein zufälliges Naturereignis, sondern die Menschen konnten etwas von der Allmacht Gottes spüren.

Seit Golgatha und insbesondere seit Pfingsten offenbart sich Gott an Millionen und Abermillionen Herzen der Menschen. Aus Menschen, die Ihn verachteten und verspotteten, hat Er solche gemacht, die Ihn lieben und anbeten. Mörder und Verbrecher hat Gott verwandelt in Menschen der Liebe und des Friedens. Aus Süchtigen und Lebensmüden hat Er nüchterne Menschen werden lassen, die Ihm Dank und Verehrung darbringen. Aus Menschen in Verzweiflung und Aussichtslosigkeit hat Er Menschen der Hoffnung und der Zuversicht gemacht. So baut Er bis heute noch Seine lebendige Kirche (Versammlung, Gemeinde) in dieser Welt, indem Er Menschen aus allen Konfessionen, Sprachen und Rassen herausnimmt und sie zum lebendigen Glauben führt.
Es sind Erlöste aufgrund des Werkes von Golgatha, durch welche Er sich sichtbar den übrigen Menschen offenbart, zum Zeichen daß Er »der Ich bin, der Ich bin« ist.

Durch die Heilige Schrift, Sein Wort, offenbart Er sich der gesamten Menschheit.
Millionenfach verbreitet und in vielen Sprachen zeugt Sein Wort. Heilige Männer haben, getrieben durch Seinen Geist, es aufgeschrieben, und es zeugt von Seinem Sein und Seinem Willen. Jeder, der unvoreingenommen die Bibel liest, kann nicht anders als bekennen, daß hier mehr ist als Menschenwort. Es kann nur Gott selber sein, der sich hier offenbart und zu den Herzen der Menschen spricht.

Wer ist Gott?

Heute noch der Gott der Liebe, der Gnade, des Erbarmens und der Langmut. Aber Er wird es nicht immer bleiben. Dieser Erde, die so voll Gottfeindlichkeit, Sünde und Schuld ist, und wo täglich soviel unschuldiges Blut vergossen wird, hat Gott eine bestimmte Zeit der Gnade gesetzt. Der Mensch fragt: »Wie soll all dieses einmal enden?« Bei Gott ist die Antwort. Er wird zu Seiner Zeit diese Erde richten. Nichts, was an Sünde, Übertretungen und Vergehungen verübt wurde, ist verloren und vergessen. Gott wird einmal Gericht halten.
Für jeden Menschen, der in dieses Gericht kommt, ist es furchtbar, »in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen« (Hebr. io, 31).
Wenn dann die Menschheit gerichtet worden ist, wird diese Erde mit Feuer vernichtet, wie es in Seinem 'Worte zu lesen ist (2. Petrusbrief 3, 7). Für den Menschen in dem heutigen Atomzeitalter ist es nicht schwer, sich dieses vorzustellen.
Danach wird Gott neue Himmel und eine neue Erde schaffen, wo Sünde und Tod nicht mehr sein werden, wo Gerechtigkeit wohnt. Ungetrübte Freude und Glückseligkeit werden dann herrschen. Gott führt seinen Plan mit dieser in Sünde gefallenen Schöpfung durch, und niemand wird Ihn daran hindern oder dabei aufhalten können. Er ist der, der von Ewigkeit her ist und in Ewigkeit sein wird. Die Frage lautet heute für jeden: »Was ist Gott für mich?« Etwas Unbegreifliches, Unfaßbares, etwas Ungewisses oder Beängstigendes? Ist Er heute dein Vater im Himmel oder morgen dein Ankläger und Richter?
So offenbart sich Gott allen Menschen heute noch durch Seine Werke und durch die Heilige Schrift, Sein Wort.
Er hört das Rufen und sieht die Leiden Seiner Kinder und schweigt noch zu der Ungerechtigkeit, dem Frevel, dem Spott und der Ablehnung seitens der Menschen. Doch bald führt Er Seine Kinder vom Glauben zum Schauen und wird dann die Menschheit richten nach ihren Werken.
Glückselig der Mensch, der von dem großen, heiligen und gerechten Gott sagen kann:
»Nur auf Gott vertraut still meine Seele, von ihm kommt meine Rettung.
Nur er ist mein Fels und meine Rettung, meine hohe Feste; ich werde nicht viel wanken.
Auf Gott ruht mein Heil und meine Herrlichkeit; der Fels meiner Stärke, meine Zuflucht, ist in Gott. « Psalm 62, Verse 1, 2 und 7

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