Das nächste Ereignis

WAS IST DAS NÄCHSTE GROSSE  EREIGNIS AUF DIESER WELT?
Immer wieder ist die Menschheit in all den vergangenen Jahrhunderten durch schwere Ereignisse erschüttert worden, die dann oft für lange Zeit in einem Volk oder Land ihre Spuren hinterließen. Die Ereignisse unserer Tage sind aber weitgreifender, weltumspannender und folgenschwerer als diejenigen früherer Zeiten. Meldungen über Naturkatastrophen, Hungersnöte und Kriege beunruhigen heute die Menschheit in nie dagewesener 'Weise. Ängstlich und besorgt blickt der Mensch in die Zukunft und fragt sich, wie alles einmal enden soll. Ratlosigkeit und Hilflosigkeit kennzeichnen die Großen dieser Welt. Keiner findet eine Antwort auf die vielen ungelösten Fragen. Mit Angst und Schrecken denkt der Mensch daran, daß es zwischen Ost und West zu einer weltweiten kriegerischen Auseinandersetzung kommen könnte. Das Wissen um die Atombombe schwebt wie ein Gespenst über den Völkern und Ländern.
Man redet von Weltzerstörung, Weltuntergang und Weltzusammenbruch. Würden diese Leute Gottes Wort lesen und Seine Gedanken kennen, so würden sie wissen, daß Er den Lauf der Ereignisse auf dieser Erde bestimmt. Als das nächste große Ereignis hat Er nicht einen furchtbaren Weltkrieg vorgesehen, auch nicht den Weltuntergang, auch nicht, daß jemand auf den berühmten roten Knopf drücken würde, wodurch der größte Teil der Menschheit umkäme.

Nein, das nächste große Ereignis in dieser Welt ist viel bedeutender und entscheidender. Von diesem Ereignis wird jeder einzelne persönlich betroffen: Es ist die Wiederkunft des Herrn Jesus Christus zur Aufnahme der Gläubigen in das himmlische Vaterhaus.
Als vor 2000 Jahren der Herr Jesus auf Golgatha Sein Leben hingegeben hatte, kam Finsternis über das ganze Land. Die Sonne verhüllte ihren Schein, die Erde erbebte, und die Felsen zerrissen. Gott, geoffenbart im Fleische, hatte Sein Leben dahingegeben als Schuld- und Sündopfer für die Menschen.

Warum?
Um eine Möglichkeit zu schaffen, sündige Menschen aus der Gottesferne heraus in die Gottesnähe zu führen, aus einem Leben in geistlicher Finsternis, geistlichem Tod und voller Angst um die Zukunft in ein Leben der Freude, des Lichtes und der Gemeinschaft mit Gott. Der Herr Jesus hat den gläubigen Menschen den Frieden des Gewissens und des Herzens gebracht, indem Er auf Golgatha den Urheber allen Unfriedens, Satan, besiegte. Noch läßt Gott es zu, daß dieser in der 'Welt sein teuflisches Spiel treibt. Aber der Tag seiner endgültigen Unschädlichmachung liegt fest. Gott will den Menschen in der gegenwärtigen Zeit noch Gelegenheit geben, sich freiwillig für Ihn zu entscheiden, denn der erste Mensch hatte sich freiwillig gegen Ihn entschieden.
Wer da glaubt an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes, empfängt Frieden mit Gott, Vergebung seiner Sünden, das ewige Leben und kommt nicht ins Gericht. Nachdem der Herr Jesus auf Golgatha Sein Werk vollbracht hat, haben sich Menschen in all den Jahrhunderten aus dieser Welt herausheben lassen, und zwar Menschen aus allen Sprachen, Rassen und Nationen.

Sie alle bilden die Kirche, die Gemeinde, die Versammlung des lebendigen Gottes. In Johannes 14, Vers 2 und 3 hat der Herr Jesus all diesen verheißen: »In dem Hause meines Vaters sind viele Wohnungen; wenn es nicht so wäre, würde ich es euch gesagt haben; denn ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, auf daß, wo ich bin, auch ihr seiet.« Auf diesen Augenblick wartet Er als der Bräutigam, und alle Gläubigen als Seine Braut sehnen sich danach, dann auf ewig mit Ihm vereinigt zu werden.
Dies ist das nächste große Ereignis hier in dieser Welt. Es wird die Menschen in noch nie dagewesener Weise erschüttern. Durch das Werk Seines Sohnes auf Golgatha hat Gott deutlich zu ihnen gesprochen, und die Auswirkung dessen, was dort geschah, ist bis heute nicht zu übersehen. Gott führt Seinen Plan mit der Menschheit durch, und der Abschluß der Gnadenzeit ist für sie ein furchtbares Ereignis. Die Wiederkunft Seines Sohnes, um die Gläubigen, die Frucht der Mühsal Seiner Seele, von dieser Erde fortzunehmen, bedeutet gleichzeitig den Anfang der Gerichte über die 'Welt. Für alle Gläubigen ist diese das Ende ihres Glaubenskampfes und die Erlösung ihres Leibes von allem, was ihnen hier auf Erden soviel Mühe gemacht hat: von Krankheit, Anfechtung, Versagen und Sünde. Sie werden auch angetan werden mit' einem neuen Leibe, gleichförmig Seinem Leibe der Herrlichkeit (Phil. 3, 21), an dem nichts Unvollkommenes und Vergängliches mehr sein wird. Vor allem aber werden sie Ihn schauen von Angesicht zu Angesicht, mit Ihm die Hochzeit feiern, mit Ihm vereint und verherrlicht sein und nie mehr von Ihm getrennt werden.
Niemand wird fehlen aus all den Jahrhunderten. Auch die zum Staube zurückgekehrten, die im Meere verschollenen und die im Feuer verzehrten Gläubigen werden alle dabei sein.
In 1. Thess. 4, 16. und 17 können wir lesen: »Die Toten in Christo werden zuerst auferstehen; danach werden wir, die Lebenden, die übrigbleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden in Wolken dem Herrn entgegen in die Luft«. Aber es handelt sich nur um solche Tote, die in dem Herrn Jesus entschlafen sind, d. h. alle die, welche zu ihren Lebzeiten an den Herrn Jesus Christus geglaubt und den leiblichen Tod erduldet haben. All die schmerzliche Zerrissenheit und Verschiedenheit der Gläubigen unserer Tage wird dann ein Ende haben.
Dort in der Herrlichkeit wird das große Resultat Seines Werkes, das heute schon besteht, völlig geschaut werden, nämlich: Der Herr Jesus Christus, das erhöhte Haupt, und ein Leib, bestehend aus all den vielen Erlösten aus der weiten Welt.
Wann wird dieser Augenblick sein?
Zweitausend Jahre sind seit dieser Verheißung vergangen. Viele Gläubige stehen bereit, manche sind müde geworden und andere meinen, es würde noch lange dauern.
Das ist aber die Sprache des untreuen Knechtes, der sagte: »Mein Herr verzieht zu kommen« (Lukas 12, 45). Der treue Knecht aber verharrt wachend und betend. Er hat den Mitternachtsruf vernommen: »Siehe, der Bräutigam«! (Matth. 25, 6) und harrt aus in der täglichen Erwartung seines geliebten Herrn. Manche führen in Unwissenheit die Stelle in 1. Thessal. 5, 1 und 2 an: »'Was aber die Zeiten und Zeitpunkte betrifft, Brüder, so habt ihr nicht nötig, daß euch geschrieben werde. Denn ihr selbst wisset genau, daß der Tag des Herrn also kommt wie ein Dieb in der Nacht«. Hier handelt es sich aber nicht um die Entrückung der Gläubigen, sondern um den Tag des Herrn, d. h. Seinen Gerichtstag, wie auch Vers 3 ganz deutlich sagt. Vermessen aber scheint es, das Kommen des Herrn für die Seinen mit den Worten des Apostels Petrus auf das tote Gleis zu schieben. In seinem zweiten Brief, Kapitel 3, 8 sagt Petrus in bezug auf die etwa 1000 Jahre nach der Entrückung stattfindende Auflösung der Erde und der sichtbaren Himmel (Luft- und Sternenhimmel): »Dies eine aber sei euch nicht verborgen, Geliebte, daß ein Tag bei dem Herrn ist wie tausend Jahre, und tausend Jahre wie ein Tag.«
Auch die Anführung von Apostelgesch. 1,7 hat keinerlei bezug auf das Kommen des Herrn zur Entrückung der Seinen ins Vaterhaus. Diese Stelle lautet: »Es ist nicht eure Sache, Zeit oder Zeiten zu wissen, die der Vater in seine eigene Gewalt gesetzt hat«, und bezieht sich uf die Frage der Jünger: »Herr, stellst du in dieser Zeit dem Israel das Reich wieder her«?
Ebenso ist die Schriftstelle in Markus 13, 32 auf das Reich zu verstehen, denn in Vers 28 sagt der Herr: »Von dem Feigenbaum aber lernet das Gleichnis«, und in dem voraufgegangenen Abschnitt dieses Kapitels schildert Er die Ereignisse der Gerichte, die der Aufrichtung dieses Reiches voraufgehen müssen.
Aber Er läßt uns sagen, daß wir auf die Zeichen, die in Seinem Worte angegeben sind, achten sollen. Petrus spricht in seinem zweiten Brief von dem prophetischen Wort, auf welches wir achten sollen, als auf eine Lampe, die an einem dunklen Ort leuchtet.
Der Feigenbaum, ein Bild des Volkes Israel, ist seit 1948 am Grünen. Außerdem werfen die Ereignisse, die nach der Entrückung eintreten, ihre dunklen Schatten heute schon sehr deutlich voraus.
Er hat gesagt, es werden Kriege und Kriegsgerüchte, Hungersnöte, Seuchen und Erdbeben sein, sowie sittlicher und geistlicher Verfall. Wir sehen, wie in unseren Tagen diese Dinge immer mehr zunehmen. Mit der Entrückung der Gläubigen wird das Salz der Erde verschwunden sein. Der Heilige Geist, der jetzt noch auf der Erde ist und zurückhält, ist dann mit den Gläubigen zusammen in den Himmel zurückgekehrt. Auch die Gnadentür ist dann verschlossen, wie zur Zeit Noah's, als er in die Arche ging und Gott hinter ihm zuschloß.
Furchtbare Gerichte werden dann über diese Erde hinweggehen, wie sie uns in der Offenbarung, Kap. 6-19 mitgeteilt werden. Gott wird die ungläubige, gottfeindliche Menschheit richten, welche die Zeit der Gnade nicht genutzt hat. Aber solange die Gläubigen als Licht und Salz noch hier auf Erden sind, kann die Finsternis nicht überhandnehmen und die Fäulnis ihr Zerstörungswerk nicht vollenden. Kostbar ist für jeden Gläubigen der Gedanke, nicht in diese furchtbaren Gerichte zu kommen.
Wie könnte es auch anders sein, als daß der Bräutigam Seine so teuer erkaufte Braut vorher in die Herrlichkeit nimmt. Wie Henoch vor der Sintflut entrückt wurde, so sind auch die Gläubigen in Sicherheit, geborgen bei ihrem Herrn im Vaterhaus, bevor auf dieser Erde die Gerichte toben.
Aber durch die Entrückung der Gläubigen wird jeder Mensch getroffen. Für die einen bedeutet dieses Ereignis
die Erfüllung ihrer sehnlichsten Erwartung, ihre Freude und ewige Seligkeit, für die anderen aber ein furchtbares,
weil zu spätes Erwachen und die Erwartung des Gerichtes.

Doch ist es heute noch nicht zu spät. Niemand ist davon ausgeschlossen, das Gnadengeschenk Gottes in Seinem Sohne Jesus Christus anzunehmen. Gott will nicht, daß der Mensch voll Angst und Schrecken in die Zukunft blickt. Er hat den Ausweg aus Furcht und Ungewißheit vor der Zukunft geschaffen, indem Er Seinen geliebten Sohn auf Golgatha für alle Menschen dahingegeben bat. Jeder kann nun im Glauben diesen Rettungsanker ergreifen, um mit dabei zu sein, wenn Er Seine Braut ins Vaterbaus einführt.
Furchtbar wird es aber für die übrigen sein, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen. Die Wahl liegt bei den Menschen, Gott bat alles getan und das Höchste, was er besaß, gegeben. Doch der Mensch muß wollen und kommen, wie der verlorene Sohn, und sagen: »Vater ich habe gesündigt«. Dann wird er schon jetzt ein Kind Gottes und in Sicherheit gebracht und darf sich auf das kommende große Ereignis der Entrückung freuen. Er ist glücklich in Hoffnung und braucht sich nicht um die Zukunft zu sorgen. Er ist geborgen in Dem, der die Zukunft in Seiner starken Hand hält.
Der Gläubige ist der wahre Realist in dieser Welt, denn er weiß um die kommende Zeit, um die Zukunft. Das Kommen des Herrn Jesu ist nicht mehr fern. Helle und dunkle Strahlen zeichnen sich am Horizont der Zukunft ab. Möchte der Gläubige sein ganzes Denken und Handeln auf diesen Augenblick ausrichten. Alles Irdische wird vergehen; bestehen bleibt nur, was Ewigkeitswert hat.

Obgleich er sich noch hier in dieser Welt befindet, ist er aber nicht von dieser Welt. Er ist hinieden Fremdling und Pilger, auf der Durchreise ins Vaterhaus. Als Wartender, Sehnender und Hoffender hat er hier kein Bürgertum. Sein Bürgertum ist droben im Himmel, von woher er den wiederkommenden Herrn erwartet.
Ein Leben in dieser Erwartung sollte ihn kennzeichnen, voll Freude und Zuversicht, aber auch als Licht und Zeugnis für alle, die sich noch nicht auf dieses 'Wiederkommen freuen können.
Die Welt schüttelt hierüber den Kopf, sie weiß mit diesem kommenden, bedeutungsvollen Ereignis nichts anzufangen. Doch das Auge des Glaubens weiß, daß es Wahrheit und Wirklichkeit ist. Der Gläubige fühlt sich hier auf Erden inmitten einer Menschheit, die keine Hoffnung hat, fremd. Doch kann er mit dankbarem und fröhlichen-. Herzen bekennen:
»Ich weiß, ob auch die Menschen mich selten verstehn, Ob auch die Freunde mich lassen allein,
Wenn meinen Erlöser ich droben werd' sehn, Dann werd' ich kein Fremdling mehr sein. «

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