Die Bibel Gottes Wort

WARUM IST DIE BIBEL GOTTES WORT?
Ein ernster Gelehrter legte sich einst diese Frage vor und sagte sich: Nur vier Fälle sind möglich. Entweder ist die Bibel von guten oder von bösen Menschen ersonnen, entweder hat sie Gott oder den Teufel zum Urheber. Gute Menschen können die Bibel nicht erfunden oder ersonnen haben; denn gute Menschen lügen nicht. Sie würden aber gelogen haben, wenn sie diese aus sich selbst geschrieben und doch dabei bezeugt hätten: »Und Gott, sprach«, oder »Der Herr redete«.
Böse Menschen aber würden die Bibel nicht ersinnen und schreiben können noch wollen, denn sie hassen die Bibel, die ihr Dichten und Trachten, Tun und Treiben verurteilt und ihnen das ewige Gericht als sicheres Teil ankündigt.
Noch weniger kann aus dem angegebenen Grunde ein böser Geist der Urheber der Bibel sein, welche Gottes Heiligkeit so wunderbar entfaltet.
So muß die Bibel also sein, was sie auch von sich behauptet: GOTTES WORT.
In all den Jahrhunderten sind immer wieder Bücher erschienen, die in besonderer Weise von sich reden machten, sich durch hohe Auflagen auszeichneten und sich eines großen Leserkreises erfreuten. Doch gehören die meisten schon längst der Vergangenheit an; sie sind vergessen, verschwunden.
Aber das Buch der Bücher, die Bibel, die Heilige Schrift, Gottes Wort, ist nicht nur das älteste, sondern auch das meistgelesene und verbreitetste Buch aller Bücher.
In über tausend Sprachen übersetzt, millionenfach verbreitet, nimmt die Bibel täglich an Bedeutung und Ansehen zu. Niemand kann sich eines eigenartigen Gefühls erwehren, wenn er mit diesem Buch in Berührung kommt, es liest oder davon hört.
Die Bibel wird von vielen Menschen geehrt und geliebt, aber weit größer ist die Zahl derer, die dieses Buch hassen, verachten und verfolgen. Warum? Weil die Bibel das Gewissen des Menschen anrührt und weil Gott selber in diesem Buche spricht. Sie ist kein Bestseller einer bestimmten Epoche, eines berühmten Dichters, auch nicht das Geschichtsbuch des jüdischen Volkes. Denn welches Volk wäre wohl bereit, die Fehler- und Schattenseiten seiner Geschichte niederschreiben zu lassen? Auch haben hierin nicht Menschen ihre eigenen Gedanken über Gott zum Ausdruck gebracht, denn welcher natürliche Mensch wäre schon in der Lage, Gott zu erkennen, zu verstehen, zu beurteilen?

Was für ein Buch ist die Bibel?
Gott selber spricht in der Heiligen Schrift zu den Menschen, denn »heilige Männer Gottes redeten, getrieben vom Heiligen Geiste«. Männer der verschiedensten Berufe, Gelehrte und Ungelehrte, einer den anderen nicht kennend und in großen Zeitabständen voneinander lebend, hat Gott benutzt, gleichsam wie ein Direktor seine Sekretärin, um Seinen Willen, Seine Gedanken niederzuschreiben. Jeder unvoreingenommene Leser wird feststellen, daß nur ein Verfasser dieses wunderbare Buch geschrieben haben kann. Gott war es durch Seinen Heiligen
Geist, denn keine Weissagung, kein Wort wurde jemals durch Menschen hervorgebracht. Gott bediente sich Seiner Knechte als Schreiber und Werkzeuge. Es ist eine besondere Gnade, aber auch verbunden mit hoher Verantwortung, daß der Mensch unserer Tage die Bibel in geschlossener Form besitzt, und zwar auf Grund einer mündlichen und einer schriftlichen Überlieferung.
Die mündliche Überlieferung vollzog sich in einem Zeitraum von zoo Jahren, von Adam bis Mose. In 5. Mose 6, Vers 6, gebot Gott: »Diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollen auf deinem Herzen sein. Und du sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzest und wenn du auf dem Wege gehst und wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst.« Ein aufmerksamer Bibelleser wird aber auch schon vorher eine lückenlose Weitergabe des göttlichen Wortes feststellen, und zwar von Adam an Methusalem, an Noah, an Tarah, an Abraham, an die Erzväter, bis zu Mose.
Mose war das erste Werkzeug Gottes, das unter der Leitung Seines Geistes alles Bisherige, Mündliche, schriftlich niederlegte (Inspiration).
Danach benutzte Er noch 40 weitere von Ihm inspirierte Schreiber bis etwa x oo Jahre nach Christi Geburt.
So legte Gott in einem Zeitraum von 1600 Jahren Sein Wort schriftlich nieder, und zwar in der Form und dem Text, wie wir es heute besitzen.
Mit dem Verstande ist dieses nicht zu begreifen. Aber sollte es für Gott in Seiner Weisheit und Allmacht etwas geben, was Er nicht vermöchte?
Bezüglich des Alten Testamentes läßt Gott uns ganz deutlich sagen, daß »die Weissagung niemals durch den 'Willen des Menschen hervorgebracht wurde, sondern daß heilige Männer Gottes redeten, getrieben vom Heiligen Geiste « (1. Petrus 1,21).
In bezug auf das Neue Testament hat der Herr Jesus Christus selbst vorausgesagt, daß es der Heilige Geist ist, der am Tage der Pfingsten als die dritte Person der Gottheit aus dem Himmel herniederkarn, welcher die Seinen sowohl an Seine Worte erinnern (die Evangelien), als auch von Ihm zeugen (Apostelgeschichte), sie in die ganze Wahrheit leiten (Briefe der Apostel) und ihnen das Kommende verkündigen sollte (Offenbarung). (Vergl. Johannes 14, z6; 15, 27 und 16, 13).
Ist der Weg Seines Wortes bis zu dieser Stunde nicht Beweis genug für Seine unumschränkte Autorität?
Die Bibel hat jedem Zweifel und Angriff standgehalten. Oftmals totgesagt, lebt sie herrlicher denn je. Gott mahnt jeden, der an der Wahrheit Seines Wortes zweifelt, in Offenbarung 22, Vers 18: »Ich bezeuge jedem, der die Worte der Weissagung dieses Buches hört, wenn jemand zu den Dingen dieses Buches hinzufügt, dem werde ich die Plagen hinzufügen, die in diesem Buche geschrieben sind. Und wenn jemand von den Worten der Weissagung dieses Buches wegnimmt, von dem wird Gott sein Teil wegnehmen von dem Baume des Lebens. «
Was will nun Gott dem Menschen durch Sein Wort sagen? In 2. Timotheus 3, Vers 16, können wir lesen: »Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nütze zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung und zur Unterweisung in der Gerechtigkeit.«
Gott hat den Menschen geschaffen in Seinem Bilde. Doch der Mensch handelte treulos gegen Gott und verlor dadurch die paradiesische Gemeinschaft und ist seitdem auf
der Flucht vor Gott. In Seinem Wort zeigt nun Gott Seine Gnade und Sein Erbarmen zunächst Seinem Volke Israel gegenüber, und darüber hinaus allen Menschen. Der Mittelpunkt Seiner Gedanken und Seines Handelns ist von der ersten bis zur letzten Seite Jesus Christus, der Sohn Gottes, im Alten Testament geoffenbart als Jehova-Gott, im Neuen Testament als Heiland und Erlöser.
Im Alten Testament sehen wir die Person Jesu in Vorbildern in vielen Handlungen und Personen. Im Neuen Testament ist Er geoffenbart als der Heiland aller Suchenden und Verlorenen, der auf Golgatha Sein Leben für den treulosen Menschen dahingegeben hat, damit er zurückfinden kann in die verlorengegangene Gemeinschaft mit Gott.
Die Bibel belehrt den Menschen über die Gedanken Gottes, sie überführt ihn von seinem Zustand und zeigt ihm, was sein Ende ist. Sie weist den Menschen zurecht in seinem Unverstand, Hochmut und seiner Überheblichkeit.
Aber die Bibel weist auch dem Menschen den Weg, wie er die Gerechtigkeit erlangen kann, die einzig und allein vor Gott gilt, um nicht ins Gericht zu kommen.
Sie zeigt aber auch dem zurückgefundenen Menschen all die Segnungen, die er schon hier auf Erden in der Gemeinschaft mit Gott genießen darf. Sie zeigt ihm auch sein Teil, das er später in der Ewigkeit haben wird.
So ist Sein Wort für den ungläubigen wie auch für den gläubigen Menschen, wie in Hebr. 4, Vers 12 zu lesen ist, ein Beurteiler der Gedanken und Gesinnungen des Herzens, und kein Geschöpf ist vor ihm unsichtbar, sondern alles bloß und aufgedeckt vor den Augen dessen, mit dem wir es zu tun haben.

Der Mensch verweist die Bibel in den Bereich der Fabeln und Geschichten. Der eine versucht sie lächerlich zu machen, der andere behandelt sie gleichgültig, der eine bekämpft sie, dem anderen ist sein Verstand ein Hindernis. Aber einmal wird in der Ewigkeit die Bibel das Indiz gegen den Menschen sein, in der Hand Gottes als dem Richter. Sie wird ihn anklagen, denn er wird hören: »Zur Zeit der Gnade hast du sie verschmäht und abgelehnt.« Gott sagt in Seinem Wort: »Das Fleisch (der Verstand) nützt nichts, der Geist ist es, der lebendig macht« (Joh. 6,63).
Nur wer den Verfasser kennt, kann auch sein Buch verstehen, seine Gedanken, seinen Willen.
Für den Menschen, der noch nicht zum lebendigen Glauben an den Herrn Jesus gekommen ist und daher in der Finsternis lebt, bleibt die Bibel ein verschlossenes Buch, nicht einmal ein Buch wie jedes andere. Er kann mit ihr nichts anfangen, sie sagt ihm nichts, die Gedanken Gottes sind ihm fremd. Aber Millionen Herzen haben erlebt, was in Jeremia 23, Vers 29, steht: »Ist mein Wort nicht wie ein Hammer, der Felsen zerschmettert? «
Das ist unbegreiflich für den menschlichen Verstand, denn was mit Strenge nicht zu erreichen war, hat das Wort Gottes vermocht an Menschen, die in Gebundenheit und Gefangenschaft verstrickt waren.
Es hat Herzen aus Stein verwandelt in Herzen der Liebe und des Friedens. Solche haben erlebt, daß Gottes Wort die Wahrheit ist und haben die Heiligkeit und Gerechtigkeit Gottes erkannt, aber auch Seine Liebe und Seine Vergebung empfangen. Sie haben das Heil im Herrn Jesus Christus angenommen und sind befreit worden von Schuld und Sünde. Froh und dankbar können sie in der Nachfolge Jesu ein Leben in Geborgenheit und Zuversicht führen.
Für sie ist die Heilige Schrift ein gern gelesener persönlicher Brief aus der Hand Gottes, ihres himmlischen Vaters. Sie ist auch für sie Richtschnur allen Denkens und Handelns und lehrt sie, die Dinge dieser Welt recht einzuschätzen.
Wie der Leib Nahrung benötigt, so braucht auch die unsterbliche Seele geistliche Speise. Das Wort Gottes reicht sie dar, lebendiges Brot und lebendiges Wasser. 'Durch tägliches Lesen und Forschen in der Bibel wird der Glaube gestärkt. Zudem ist es das scharfe, zweischneidige Sdhwert, das dem Gläubigen immer wieder seinen Zustand zeigt.
So ist die Bibel eine Quelle der Kraft für alle, die vom Lebenskampf müde und matt geworden, eine Quelle der Freude für alle, die traurigen und beschwerten Herzens sind, eine Quelle des Friedens für solche, die Ruhe gefunden haben für ihr Gewissen und eine Quelle der Hoffnung und Überzeugung für alle, die im Glauben und nicht im Schauen leben.
Was kein menschliches Buch vermag, bringt die Bibel zustande. Sie bildet und formt nicht den menschlichen Geist, sondern Gott handelt in dem Menschen durch einen neuen Geist, Seinen Heiligen Geist, der Sein Wort wirksam macht. Tote Buchstaben werden dann lebendig, und das Auge des Glaubens schaut in ein Meer göttlicher Liebe, Gnade und Erbarmen.
Sie leuchtet dann jedem durch diese dunkle Welt hindurch. Das Herz erfreut und stärkt sich täglich an den vielen Tröstungen und Verheißungen des lebendigen, ewigen Gottes.
Gottes Sohn sagt von Seinem Wort in Matth. 24, Vers 35: »Der Himmel und die Erde werden vergehen, meine Worte aber sollen nicht vergehen.« Das Buch der Bücher, alt und doch immer neu, bekannt und doch immer wieder gelesen, ist der Schlüssel zum Leben.
Es gibt ein wunderbares Buch, dem keins auf Erden gleicht, Für alle Menschen ist es da, ob arm sie oder reich.
Für hoch und niedrig, jung und alt, hat es die gleiche Kraft, Und wo man es nur treu befolgt, es neue Menschen schafft, Wie viele Bücher las man schon in dieser Erdenzeit,
Eins nach dem andern legt man fort, dies bleibt in Ewigkeit. Geehrt, geliebt, geschmäht, gehaßt ward es in reichem Maß.
In vielen Sprachen, Ländern weit, man es mit Freuden las. Doch wär sein Inhalt noch so schön, eins gibt ihm erst den Wert:
Nicht Menschenweisheit, Menschengeist es unterweist und lehrt, Wer's betend liest mit reinem Sinn, den zieht mit Macht es fort,
Der weiß, das teure Bibelbuch ist unsers Gottes Wort.
 

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