Halte fest Jahrgang 1968

  • Halte fest Jahrgang 1968

gebraucht

Bestell-Nr.: HF1968
Autor/in: verschiedene
Titel: halte fest 1968
Preis: 3,90 €
Format: 12 x 19 cm
Seiten: 380
Gewicht: 400 g
Verlag: Beröa Verlag
Erschienen: 1968
Einband: Halbleinen
Sprache: Deutsch
Zustand: leichte Gebrauchsspuren
Kurzinfo:
MONATSSCHRIFT FÜR KINDER GOTTES 
11. Jahrgang 
Leseprobe: «Er zog seinen Weg mit Freuden»
Halte fest Jahrgang 1968 - Seite: 353 - Verfasser: W. G.
Die Freude, die Gott dem Gläubigen ins Herz gibt, ist in seinem Leben ein helles Licht, eine mächtige Kraft und ein starker Ansporn (Psalm 4,7; Neh. 8,10). Sie soll «ihn begleiten bei seiner Mühe, die Tage seines Lebens hindurch, welche Gott ihm unter der Sonne gegeben hat», und in der Herrlichkeit wird sie sein Herz erst recht zum Überfliessen bringen, denn «Fülle von Freuden ist vor deinem Angesicht» (Pred. 8,15; Psalm 16,11).
Doch, obwohl die Gaben und Segnungen Gottes, die Ursache dieser nie endenden Freude, uns nie mehr genommen werden können, fliesst die Freudenquelle manchmal recht spärlich. Weshalb wohl? Das Wort Gottes selbst möge uns diese Frage beantworten.
 
Als Philippus dem Kämmerer auf dessen Rückreise nach Äthiopien «das Evangelium von Jesu» verkündigt und dieser Gottsucher es mit durstigem Herzen im Glauben aufgenommen hatte und getauft worden war, zog der königliche Beamte «seinen Weg mit Freuden» (Apg. 8,26-40). Wohl hatte er keinen Philippus mehr in seiner Nähe, wohl besass er nicht alle Schriften, sondern nur das Buch Jesaja, wohl fand er in seinem Lande keine Christen, aber das alles schien ihn jetzt nicht zu beschäftigen. Jetzt, am ersten Tage seines Heils, dachte er nur an Jesum allein, mit Dem er nun so fest verbunden war, und nicht an die Schwierigkeiten und die Vereinsamung, die ihm sein christliches Zeugnis im Heidentum eintragen würde. In seiner «ersten Liebe» tat er unbewusst das, was auch der belehrte, erfahrene und treue Christ tut: Er blieb in Jesu, mit seinem ganzen Herzen, Welt- und Sündenlust fanden daher keinen Fussbreit Boden darin. Darum war seine Freude so gross.
Als der verlorene Sohn wieder gefunden und ins Vaterhaus zurückgekehrt war, die Liebe des Vaters genoss und an seiner festlichen Tafel sass, da «fingen sie an fröhlich zu sein» (Luk. 15,24). Und es wird nicht gesagt, dass es je anders wurde. Denn das Reich Gottes, in das der Errettete einzieht, ist «Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geiste» (Röm. 14,17).
Aber beachte: die Freude ist hier mit Gerechtigkeit und Frieden verbunden. Ohne praktische Gerechtigkeit (tun, was «recht» ist vor Gott, was Seinem Willen entspricht) und ohne Frieden (das Bewusstsein der ungetrübten Gemeinschaft mit Ihm), kann diese heilige Freude nicht gedeihen.
 
In Galater 5,16-26 werden wir belehrt, dass der Gläubige das Fleisch samt den Leidenschaften und Lüsten gekreuzigt haben muss, wenn bei ihm die Frucht des Geistes gefunden werden soll. Diese Frucht ist: «Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Gütigkeit, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit.» Fehlt eines dieser Stücke, so ist die Wirksamkeit des Heiligen Geistes gehindert und Seine Frucht kann nicht oder nur schwach zutage treten. Ist der beglückende Strom der Liebe, der durch den Heiligen Geist von Gott her durch mein Herz zu den Brüdern und Mitmenschen fliessen will, für eine Zeit unterbrochen, und lasse ich es im Verkehr mit den andern an Langmut, Freundlichkeit, Gütigkeit und Sanftmut fehlen, so gebricht es mir während dieser Zeit bestimmt auch an Freude.
 
Die Freude des Heiligen Geistes hat ihren Nährboden nicht in meiner eigenen Person, in meiner Arbeit, meinem Dienst, meinem Erfolg, meinem Ansehen. Sie ist auch unabhängig von meinen Umständen. Paulus und Silas sind das wohlbekannte Beispiel dafür. Sie lobsangen Gott im «innersten Gefängnis» zu Philippi, den Rücken voll blutiger Striemen und die Füsse in den Stock gepresst. Als Gefangener schrieb der Apostel später an die Heiligen jener Stadt: «Freuet euch in dem Herrn allezeit, wiederum will ich sagen: Freuet euch!» (Phil. 4,4). Sie und wir alle sollten uns allezeit freuen, aber nicht in irgend etwas oder irgendwem, sondern «in dem Herrn».
Ist denn dies für die Seinen, die von Ihm so viel Gnade und Liebe erfahren und die schon so viele Seiner Herrlichkeiten erkennen durften, nicht selbstverständlich? Ja, vor dem Throne des Lammes wird diese Freude nie unterbrochen oder abgeschwächt werden; dort sehen wir Ihn von Angesicht; nichts und niemand wird uns davon ablenken; im Gegenteil: alles wird uns dazu anspornen. Hier auf der Erde aber sehen wir Jesum nicht; wir frohlocken «mit unaussprechlicher und verherrlichter Freude», weil wir an Ihn glauben (1.Petr. 1,8). Aber da ist Satan, da ist die Welt mit ihren tausend Dingen, da ist das Irdische und Sichtbare, da ist das Fleisch mit seinen bösen Neigungen, die einander helfen, unser Herz und unsere Blicke vom Herrn Jesus abzulenken. - Wieviel Glaubensenergie, wieviel Wachsamkeit ist daher hienieden erforderlich, um dieser Aufforderung «freuet euch in dem Herrn» fortwährend, ununterbrochen nachzukommen. Uns immer wieder vor Ihn hinstellen und Ihn betrachten ist eine ständige, aber so gesegnete Übung!
In Johannes 15,9-11 stellt unser Herr Gehorsam und Freude nebeneinander. Er sagt: «Gleichwie der Vater mich geliebt hat, habe auch ich euch geliebt; bleibet in meiner Liebe. Wenn ihr meine Gebote haltet, so werdet ihr in meiner Liebe bleiben, gleichwie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe. Dies habe ich zu euch geredet, auf dass meine Freude in euch sei.»
Dem natürlichen Menschen ist Gehorsam ein Greuel Der Gläubige aber, der auf dem Boden der Gnade steht und in der Kraft des Geistes wandelt, findet im Halten der Gebote des Herrn grosse Freude. Denn wenn er dies tut, bleibt er in Seiner Liebe, im Bewusstsein der innigen Verbindung mit Ihm.
Dem Vater zu gehorchen und Seine Gebote zu tun, bildete in Vollkommenheit die Freude Jesu, und wenn wir Ihm darin nachfolgen, wird Seine Freude in uns sein.
 
Gemeinschaft mit dem Vater und mit Seinem Sohne Jesus Christus zu haben, ist völlige Freude (1.Joh. 1,3-4), welcher nichts mehr hinzugefügt werden kann. Ihrem Wesen nach ist sie «völlig», wenn wir sie hienieden auch nur unvollkommen geniessen.
Dieses Zeugnis des Wortes erinnert uns immer wieder daran, wo wir die völlige Freude, die wir so oft am falschen Ort suchen, finden können.
In Apostelgeschichte 5,40-42 wird uns berichtet, wie die Apostel in widrigen Umständen mit Freude erfüllt wurden: Sie waren wegen ihrer freimütigen Verkündigung des Evangeliums von Jesu vor das Synedrium geführt worden. Die siebzig Ältesten verhandelten und fällten schliesslich das Urteil, dass sie geschlagen werden sollten. Unter den Juden war es üblich, vierzig Schläge weniger einen auf den blossen Rücken zu geben. So wurden sie denn mit Ruten geschlagen, wie Übeltäter. Welche Schmach! Dazu wurde ihnen geboten, nicht mehr in dem Namen Jesu zu reden. - Schlichen sie dann eingeschüchtert, niedergeschlagen und traurig davon? Durchaus nicht: «Sie nun gingen aus dem Synedrium hinweg, voll Freude, dass sie gewürdigt worden waren, für den Namen Schmach zu leiden, und jeden Tag, in dem Tempel und in den Häusern, hörten sie nicht auf zu lehren und Jesum als den Christus zu verkündigen.»
Zeigt uns dies nicht, dass wenn wir der Schmach für den Namen Jesu ausweichen, indem wir vom Evangelium schweigen, wir auch nicht Teilhaber der Freude sein können, welche die Apostel hier beseelte?
In Lukas 15 wird ein ähnlicher Gedanke vor uns gebracht. Jener Mensch im Gleichnis, der nach langem Suchen das verlorene Schaf fand, rief die Freunde und Nachbarn zusammen und sagte zu ihnen: «Freuet euch mit mir; denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war.» - So will der Gute Hirte, dass auch wir an Seiner Freude teilnehmen, wenn er Verlorene heimbringt. Zu diesem Retterdienst will Er ja Menschen, Erlöste benützen, die sich in Seiner Abhängigkeit dazu gebrauchen lassen. Ein solcher Dienst erfordert viel Mühe und ist meist ein langes «Suchen», aber wie gross ist dann auch unsere Freude, wenn der Verlorene «nach Hause» kommt.
 
Wahrlich, nicht nur der Kämmerer, auch jeder andere Errettete hat alte Ursache, seinen Weg mit Freuden zu ziehen! Lasst uns aber die notwendigen Voraussetzungen dazu beachten und die Hindernisse sorgfältig vom Wege fernhalten!
Bald werden wir im Hause des Vaters einziehen, und im Blick darauf erfülle uns der Gott der Hoffnung mit aller Freude (Röm. 15,3). Dann werden alle Knechte, die hier in Treue mit ihren Talenten gehandelt haben, Lohn empfangen und aus des Herrn Mund das anerkennende Wort hören: «Wohl, du guter und treuer Knecht! Über weniges warst du treu, über vieles werde ich dich setzen; gehe ein in die Freude deines Herrn (Matth. 25,21.23). Ja, dann wird auch über unserem Haupte ewige Freude sein!
Inhalt
Seite
Abraham in Gerar ............. 44
Allein mit Gott .............. 156
«Also musste der Christus leiden«
36, 70, 120, 148, 183, 217, 252, 280, 312, 346, 376
Aquila und Priscilla dem Herrn dienten, Wie ...... 321
Aufwärts blicken .............. 138
Bibel, Zusammenstellung der Bücher der (Schluss) ..... 19
Christus in der Herrlichkeit, die verwandelnde Kraft . . 277
Dein Gott ist mit dir ............. 97
Deine vom Herrn empfangene Gabe ......... 191
Dem Juden ein Jude, dem Griechen ein Grieche ..... 230
Dienst des Heiligen Geistes, Der ......... 180
Drangsal gehen, Muss die Versammlung durch die grosse ..... 257
Einfalt ................ 24
Ein göttliches Rezept ............. 33
«Er zog seinen Weg mit Freuden» ......... 353
Euer Herz fasse Mut (Psalm 31) .......... 265
Fall und Wiederherstellung . . . . . . . . . . . 270
feste Grund Gottes und sein Siegel, Der ....... 79
«Freuden, Er zog seinen Weg mit ......... 353
Fürst der Welt, Der ............. 289
Gebote Gottes halten, Die ........... 58
«Gehe hin . . . verkündige>' ........... 233
Gesandte für Christum ............ 101
Gleich wie Er ist, sind auch wir in dieser Welt ..... 92
Gnade, Die ............... 89
Halte an mit dem Lesen ............ 29
Heiligen des Alten Testamentes, Die ......... 114
Heiligung (gesammelte Gedanken) ........... 364
Ich jage dem Ziel nach ............. 95
In den von Gott zubereiteten Werken wandeln ...... 251
240
Joseph, ein Vorbild vom auferstandenen Herrn ...... 358
Jubeljahr für Israel, Das ............ 342
Kampf und Sieg .............. 147
Kinder Ruben und Kinder Gad, Die ......... 225
Krankheiten ..............129, 167
Liebe des Bräutigams und Sein Name, Die ....... 65
Müdigkeit ................ 1
Muss die Versammlung durch die grosse Drangsal gehen? 257
«Nehmet auf euch mein Joch» .......... 240
Platz der alttestamentlichen Heiligen im Tausendjährigen Reich, Der 318
Psalm 31 (Euer Herz fasse Mut) .......... 265
Regungen und Bedürfnisse des neuen Lebens ...... 205
Reinigung durch Wasser oder durch Blut? ....... 164
Ruben und Gad, Die Kinder ........... 225
Sein Panier über mir ist die Liebe (Gedicht) ...... 57
Splitter in des Bruders Auge, Der ......... 161
Schobi, Makir und Barsillai ........... 295
Timotheus, Der erste Brief an (1, 1-4, 16) 13, 49, 82, 108, 140, 173, 210, 243, 272, 298, 334, 371
Ueberwinder, Der ............. 135
Vorschau auf unsere Freude im Himmel, Eine ...... 331
Wächter, wie weit ist's in der Nacht? ........ 9
Warum Prüfungen und Trübsale? ......... 328
Was die Seele wiederherstellt . . . . . . . . . . 351
Was sollen wir sagen? ............ 308
Wenn es nötig ist ............. 288
Zorn eines Gläubigen, Der ........... 26
Zusammen mit Christo ............ 193
Zusammenstellung der Bücher der Bibel (Schluss) ..... 19

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