Die den Erdkreis erregten Geschichten von den Aposteln, A O Schwede #S

  • Die den Erdkreis erregten Geschichten von den Aposteln, A O Schwede #S
gebraucht
Bestell-Nr.: BV16783-5
Autor/in:  A O Schwede
Die den Erdkreis erregten
Preis: 3,90 €
Format: 20 x 13 cm
Seiten: 270
Gewicht: 370 g
Verlag: Christliches Verlagshaus
Erschienen: 1962
Einband: Paperback
Sprache: Deutsch
Zustand: leichte Gebrauchsspuren
Beschreibung:
Geschichten von den Aposteln

Es waren schon erregende Zeiten, von denen Alfred Otto Schwede schreibt. Der Erdkreis geriet in Aufruhr, als die ersten Christen die Frohe Botschaft von Jesus Christus weitersagten. Wer in der Bibel liest, weiß, daß sie keineswegs aus langweiligen und veralteten Abhandlungen besteht. In den 35 äußerst spannend nacherzählten Geschichten von den Aposteln entdecken wir die Welt der Bibel neu.
Schwede ermutigt uns, die biblische Botschaft vorzulesen und weiterzuerzählen. Vielleicht schlagen manche dann auch einmal für sich selbst oder gemeinsam die Bibel auf, um zu sehen, wie es da geschrieben steht. 
Es lohnt sich!

Gestörtes Erntefest
Es steht geschrieben: „Mit deinem ganzen Hause sollst du an diesem Tage vor Jahwe, deinem Gott, fröhlich sein! Du sollst dich mit deinen Volksgenossen an diesem Tage im Heiligtum versammeln!
Du sollst diesen Tag immer so begehen, wo immer du auch bist, von Geschle&it zu Geschlecht!"
Der Tag, dem diese Worte galten, war wieder einmal gekommen. Jerusalem war auf den Beinen. Bunte Menschenscharen drängten sich aus den engen Gassen und wogten die Treppen zum Tempel hinauf, um dort die Hallen des Heiligtums zu füllen.
Die Gesichter der Menschen waren fröhlich. Man feierte das erste Erntefest im Jahr, fünfzig Tage nach dem Passah. Man freute sich des bereits Geernteten, freute sich des Lebens überhaupt - man durfte es, ja man sollte es. Freude war geboten!
Und die Gerechten, die mehr begehrten als bloß Freude am Dasein - auch sie hatten ihren Freudentag. Große Augen leuchteten aus haar- und bartumwallten Greisengesichtern. Das Erntefest, das erste, war zugleich das Freudenfest des heiligen. Gesetzes: fünfzig Tage nach dem Auszug aus Ägypten, aus dem Sklavenhause, wurde dem freien Volk am Berge Sinai das Gesetz gegeben.
Das Wetter paßte ganz und gar zu dem ersten Erntefest:
Es war drückend heiß, der Himmel war dunstig verhangen. Aber daran war man in Jerusalem um diese Zeit gewöhnt. „Melia!" rief auf einer Treppe eine Frau, dem Aussehen nach eine Mägd.
„Nyssa!" antwortete eine andere erfreut. „Hast du auch frei?"-„Na, du - das wäre doch gelacht - zum Erntefest 1" „Komm, 'wir machen uns einen schönen Tag! Zu zweit ist es schöner. Oder erwartest du einen Freund?"
„Och", stellte sich die Freundin schmollend, „der soll sich erst mal sein rauhes Wesen abgewöhnen!"
„Also hast du doch einen Freund!"
„Du etwa nicht?" Die beiden Freundinnen kicherten und stiegen weiter zum Tempel hinauf.
Ein Spiel der Farben war das - die bunten Gewänder vor allem der Frauen, die bunten Steine des Tempels, das goldene Dach des Heiligtums.
In den Vorhöfen wimmelte es dazu von Ausländern und ausländischen Juden. Ordner sorgten dafür, daß Fremde nicht in Ahnungslosigkeit Tempelhallen betraten, die sie nicht betreten durften. Kinder jauchzten, Kinder kauten Süßigkeiten und streckten dann ihre klebrigen Hände zur Seite oder wischten sie am Gewand ab. Auch weinende kleine Kinder sah man. Männer, Frauen, ganze Familien. Man traf sich, man begrüßte sich, man freute sich. Man sprach über die Ernte und die weiteren Ernteaussichten. Man politisierte auch ein bißchen. Und dazwischen ging man zu den Gottesdiensten in die verschiedenen Hallen des Tempels. Und immer mehr Menschen kamen herauf. Bald konnte man sich nur mühsam einen Weg durch die Menge bahnen. Hin und wieder trugen sie auch eine Frau oder ein Mädchen beiseite, die ohnmächtig geworden waren. Kein Wunder! Bei der Schwüle!
Die beiden robusten Freundinnen Melia und Nyssa bahnten sich ihren Weg. Sie befanden sich nicht wet.vbn einer Seitenhalle des Tempels, als sie plötzlich das Brausen des Windes hörten. Es war, als ob der Gewitterwind durch die Ölbäume fährt und die Zypressen zu Verbeugungen zwingt. Doch spürten sie nichts von einem Gewitterwind! „Was war das, Nyssa? Horch, jetzt wieder!"
„Es kommt wohl ein Gewitter, meine Liebe!"
„Aber man sieht keine Gewitterwolken! Und man spürt auch gar keinen Wind - nicht einen Hauch!"
„Das ist wirklich merkwürdig. Unheimlich ist das! Sieh mal, wohin laufen denn da die Leute? Komm, wir wollen sehen, was es da gibt!"
Vor der kleinen Seitenhalle des Tempels stauten sich die Menschen.
„Ich hab' es deutlich gesehen, ich stand in der Tür und schaute in den Raum", erzählte mit vor Eifer rotem Kopf ein Mann, „ihr dürft mich nicht auslachen! Feuer ist in der Halle! Aber ein Feuer, das nicht verzehrt. Es flammt um einige Männer, aber man riecht nichts Versengtes. Es ist ein Wunderfeuer."
„Ja, ich habe es auch gesehen!" meldete ein andcrer. „Was soll denn das für Feuer sein?"
„Still! Da kommt einer von drinnen - er redet!" „Dort steht noch einer. Ja, eine ganze Anzahl Männer sind herausgekommen - und alle reden sie. Was sagen sie denn - seid doch mal still!"
„Verstehst du das ?"
„Nicht ein Wort verstehe ich, Melia", sagte Nyssa. „Ich auch nicht."
„Schwestern, gafft doch nicht so", sagte ein junger Mann, „die haben doch bloß zu viel Süßwein getrunken !"
Mella und Nyssa kicherten. Der junge Mann lachte rauh dazu. Noch ein paar andere lachten.
„Ja, anders kann es wohl kaum sein. Du meine Güte, haben die sich aber vollaufen lassen! Was sind denn das für Leute?"
„Keine Ahnung!"
„Redet nicht so töricht, junge Leute", sagte ein würdiger Fremder, „der Mann dort spricht persisch!"
„Nein, sie reden pontisch - ich habe einen pontisch reden hören!"
„Ich werde doch wohl wissen, was Persisch ist - bin doch in Persien geboren!"
„Nun, was sagen sie denn?" „Sie loben Gott und preisen seine großen TatenV
„Ja, der Kleine dahinter tut es auf koptisch -' .11bin aus Ägypten, ich verstehe ihn!"
‚Aber - das sind doch alles Galiläer!?" Fassungslos stand ein Greis vor den beiden Mägden.
„Ünd ich bleibe dabei", sagte der junge Mann, „die sind betrunken. Hört doch bloß - kikai hallukakus rellkalük lakiks - das soll eine Sprache sein! Hahaha! Das kann ich auch!"
„Sei still["
„Ja, verteidigt sie nur noch! Abführen sollte man sie. Sie stören das Erntefest im Tempel!"
„Ruhe! Der Mann dort will reden!"
Vor dem Eingang der Tempelhalle erschien jetzt ein Mann mit grauem Bart und langem Gewand. Er hob die Hand, zum Zeichen, daß er sprechen wollte. Er sah keineswegs betrunken aus. Auch die anderen hatten nicht die roten Köpfe betrunkener Menschen.
Mella faßte ihre Freundin Nyssa plötzlich hart am Arm. „Was hast du, Melia?"
„Nyssa! Den Mann habe ich schon gesehen!"
„Wo willst du ihn gesehen haben?"
„Ich weiß es nicht - aber ich täusche mich nicht! Diese großen Augen, dieser Bart, diese gewölbte Stirn -" „Psst!"
Der Mann begann zu reden:
„Ihr jüdischen Männer, ihr alle, die ihr in Jerusalem wohnt! Schenkt mir Gehör! Diese Männer hier sind keineswegs betrunken, wie einige von euch meinen! Bedenkt doch: Es ist erst früh um neun! Wer ist da betrunken! Nein, hier geschieht, was der Prophet Joel vor langen Zeiten dem Volk vorausverkündigen mußte. Er sagte -
 

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