Was die Bibel lehrt 10 Philipper Kolosser Philemon Kommentar-Reihe Neues Testament, Maxwel, Bentley, McShane

  • Was die Bibel lehrt 10 Philipper Kolosser Philemon Kommentar-Reihe Neues Testament, Maxwel, Bentley, McShane

gebraucht
Bestell-Nr.: BV10313
Autor/in:    Sydney Maxwell, Thomas Bentley, Albert McShane
Was die Bibel lehrt 10 Philipper Kolosser Philemon Kommentarreihe Neues Testament
Preis:    15,00 €
ISBN:    9783894360146 (früher: 3894360143)
Format:    24,5 x 17 cm
Seiten:    310
Gewicht:    963 g
Verlag:    CV Dillenburg
Erschienen:    1990
Einband:    Hardcover/gebunden
Sprache:    Deutsch
Zustand:    leichte Gebrauchsspuren

DER PHILIPPERBRIEF

EINFÜHRUNG

1. Die Geschichte der Stadt
2. Ort und Zeit der Abfassung des Briefes
3. Die Identität des Verfassers
4. Die Versammlung, an die der Brief gerichtet ist 5. Die Vertrautheit und der Zweck seiner Botschaft 6. Gliederung
7. Bibliographie
1. Die Geschichte der Stadt

Die Stadt verdankt ihren Namen Philipp von Mazedonien. Lukas, der Historiker, beschreibt sie in Apg 16,12 wie folgt:
»Philippi, welches die bedeutendste Stadt jenes Teiles von Mazedonien ist, eine Kolonie.« Amphipolis war die eigentliche Hauptstadt, aber wie W. M. Ramsay kommentiert »stellte Philippi später ihre Rivalin bald in den Schatten; aber damals befand sie sich in einer solchen Lage, daß nach allgemeinem Urteil Amphipolis den ersten Rang innehatte. Diese Fälle, in denen zwei oder drei griechische Städte miteinander darum wetteifern, wer die 'erste' sei, sind jedem geläufig, der sich mit der Geschichte griechischer Städte befaßt hat... Dieser beschreibende Vermerk ist wie ein Streiflicht, das dem geübten, mit Sinn für die Eigenart der Geschichte griechischer Städte ausgestatteten Auge mit einem Schlag die ganze Situation in erregender Klarheit offenlegt« (St. Paul the Traveller and Roman Citizen, S. 206-207). Philipp entriß das Gebiet den Thraziern um ca. 300 v. Chr. Er baute die Siedlung aus und errichtete Befestigungswerke, um ihre Grenzen gegen die andrängenden Thrazier halten zu können. In jener Zeit begann man auch Gold zu fördern und Goldmünzen mit seinem Namen wurden geprägt. Nach der Schlacht von Pydna im Jahre 168 v. Chr. wurde die Stadt von den Römern annektiert. Als endlich Mazedonien zur Verwaltung in vier Teile unterteilt wurde, kam Philippi zum ersten der vier Bezirke.
Die Stadt dominierte aufgrund ihrer Lage im Straßensystem des nördlichen Griechenland, weshalb sie im Jahre 42 v. Chr. zum Schauplatz jener Schlacht wurde, in der Antonius seine Rivalen Brutus und Cassius besiegte. Nach Actium im Jahre 31 v. Chr. machte Octavian (der nachmalige Augustus) die Stadt zur römischen Kolonie, welche Parteigänger des Antonius beherbergte, die man in Italien nicht mehr gerne litt.
Es war Octavian, der der Stadt den ehrenwerten Titel Colonia Julia Augusta Philippensis verlieh, die auf Münzen erscheint. Unter all den Privilegien, die solche Titel beinhalten, war der Besitz »italischen Rechts« der kostbarste. Er bedeutete, daß die Kolonisten die gleichen Rechte und Vorrechte genossen, als ob ihr Land auf italischem Boden gelegen hätte. Im Brief an die Philipper sprechen zwei Abschnitte (1,27 und 3,20) von Bürgertum oder Bürgerschaft, einem Begriff, der den Lesern besonders viel bedeutet haben muß. Und die in 4,8 aufgereihten Tugenden sind solche, die ein römisches Gemüt besonders zu schätzen wußte.
Philippi beherbergte auch eine Schule für Heilkunde, die einer jener Ärztezünfte angeschlossen war, die über die ganze hellenistische Welt verteilt waren. Von daher hat man gemutmaßt, Lukas könnte ein Philipper gewesen sein.

2. Ort und Zeit der Abfassung des Briefes

Wer den Hintergrund des Philipperbriefes studiert hat, wird festgestellt haben, daß die Gelehrten in der Frage des Ortes und der Zeit der Abfassung geteilter Meinung sind. In neuerer Zeit ist die traditionelle Annahme, der Brief sei von Rom aus geschrieben worden, zugunsten zweier anderer Städte in Zweifel gezogen worden. Da Paulus ein Gefangener ist (1,7-13), sind wir genötigt, über den Ort seines Gefängnisaufenthaltes um Klarheit zu ringen.
Einige haben zu verstehen gegeben, daß der Brief in Caesarea abgefaßt wurde. Man führt das Argument ins Feld, daß die Gefangennahme des Paulus nicht weit zurückzuliegen scheint; beim Lesen des Briefes läßt sich dieser Eindruck freilich nicht gewinnen. Die Gefangenschaft in Caesarea wie in Apostelgeschichte 24-26 beschrieben, verweist vielmehr auf die Tatsache, daß Agrippa nach Anhören des Paulus ihn hätte freilassen können, wenn er sich nicht auf den Kaiser berufen hätte (Apg 26,32). Festus hatte bereits verfügt, daß er nach Rom gehen mußte (25,12). Der Ton in Paulus Sprache in Philipper 1,20.21 gibt keinerlei
Hinweis auf den Ausgang der Gefangenschaft in Caesarea. Als Stütze für die Theorie, der Brief sei in Caesarea entstanden, gilt die Erwähnung des Prätoriums in 1,13. Das könnte im gleichen Sinn verstanden werden wie in Apg 23,25, nämlich als der Palast des Herodes. Der Hinweis auf »alle anderen« (1,13) verlangt aber eine persönlichere Konnotation: es geht wohl um die prätorianische Wache. Zudem paßt auch die Kühnheit der anderen in der Verkündigung des Evangeliums (1,14) schlecht zum Hintergrund einer Abfassung in Caesarea. Es sei schließlich vermerkt, daß sehr wenige diese Theorie ernsthaft in Erwägung ziehen.
Der andere Ort der Abfassung, Ephesus, wird von mehr Auslegern gestützt, und es sprechen auch stärkere Gründe für Ephesus als für Caesarea. Das Hauptargument für Ephesus ist, daß es gut zur benötigten Zeit paßt, die die verschiedenen im Philipperbrief genannten Reisen beanspruchen würden. Die meisten neutestamentlichen Gelehrten setzten vier Reisen an. Sie können wie folgt unterschieden werden: 1. Die Philipper hatten Nachrichten von Paulus empfangen; 2. Epaphroditus kam in Rom an mit der Gabe für Paulus; 3. Er wurde krank und die Nachricht davon erreicht Philippi (2,26;
4,18);
4. Paulus erhält die Nachricht aus Philippi von der Traurigkeit über die Krankheit des Epaphroditus.
Lightfoot und andere bringen allerdings hinreichende Argumente vor für die Überzeugung, daß man diese Reisen dennoch zeitlich unterbringen kann, wenn man Rom als Abfassungsort annimmt. Der Hinweis auf Stellen wie Röm 16,3-4 und 1. Kor 15,32 als Beweis für eine Gefangenschaft in Ephesus ist sehr schwach, da der Apostel sich in diesem Zusammenhang bildlicher Sprache bedient.
Nach allem, was zur gegenteiligen Meinung gesagt worden ist, scheint es am sichersten, bei der allgemein vertretenen Ansicht zu bleiben, die noch immer die stärksten Argumente für sich hat, daß der Brief nämlich aus Rom geschrieben wurde. Die Frage, die uns als nächstes beschäftigen soll, ist, welcher der früheste seiner Briefe aus der ersten römischen Gefangenschaft war. Lightfoot spricht sich für den Philipperbrief aus. Es ist besser, der gegenteiligen Sicht zu folgen und ihn als den letzten der vier anzusehen. Die Tatsache, daß er eine baldige Urteilsverkündung erwartet (1,12-13.23-26), läßt kaum an die ersten Monate seiner Gefangenschaft denken. Es scheint auch, daß seit der Ankunft des Paulus viel gepredigt worden war (1,12-1 8), und die bereits erwähnte Zeit, die die verschiedenen Reisen beansprucht haben müssen, paßt besser zu einer späten Datierung. Es ist nicht ohne Interesse zu beobachten, daß Lukas und Aristarchus mit Paulus nach Rom reisten (Apg 27,1-2). Sie senden beide Grüße an die Gemeinde

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