Bibel-Kommentar Lukas-Evangelium 1.Teil, Gerhard Maier

  • Bibel-Kommentar Lukas-Evangelium 1.Teil, Gerhard Maier

gebraucht
Bestell-Nr.: BN9386-10
Autor/in:    Gerhard Maier
Titel:    Bibel-Kommentar 1 Matthäus-Evangelium 1
Autor/in: Gerhard Maier
Titel: Lukas-Evangelium
Preis: 7,99 €
ISBN: 3775116141 (ISBN-13: 9783775116145)
Zustand: leichte Gebrauchsspuren
Verlag: SCM Hänssler
Format: 205x135 mm
Seiten: 448
Gewicht: 595 g
Erschienen: 1995
Einband: Hardcover/gebunden
Sprache: Deutsch

Kapitel 1,1-4 12
13 Kapitel 1,1-4
A. Einleitung (1,1 - 3,38)
1. Die Rechenschaft des Lukas über sein Werk (Proömium; 1,1-4)
1,1-4: (1) »Da ja viele den Versuch gemacht haben, einen Bericht zu verfassen über die Ereignisse, die unter uns zur Erfüllung gekommen sind, (2) wie es uns diejenigen überliefert haben, die von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes gewesen sind, (3) habe auch ich den Entschluß gefaßt, sie dir, hochverehrter Theophilus, in einer geordneten Weise schriftlich niederzulegen, nachdem ich allem von Anfang an genau nachgegangen bin, (4) damit du wirklich die Zuverlässigkeit der Lehre erkennst, in der du unterrichtet worden bist.«
Hier ist jedes Wort bis ins Feinste ausgefeilt.
In der äußeren Form knüpft Lukas an die großen Geschichtsschreiber der Griechen und der Juden an. Inhaltlich konzentriert er sich ganz und gar auf einen Punkt: die »Zuverlässigkeit« des überlieferten Christentums.
Wolfgang Schadewaldt, ein bekannter Philologe, hat das Anliegen des Lukas einmal so formuliert: Lukas will uns die »Wankenlosig-keit« des Evangeliums zeigen.
Kein Verfasser des NT hat so intensiv über seine Arbeit Rechenschaft gegeben wie Lukas. Es lohnt sich deshalb, dieses Vorwort Schritt um Schritt abzuklopfen.
Lukas erklärt zunächst mit aller wünschenswerten Deutlichkeit, daß er sich nicht als erster an den Versuch wage, die Jesusgeschichte zu schreiben. Im Gegenteil. Er spricht davon, daß »ja viele den Versuch gemacht haben« (V.1). Das ist keineswegs abwertend. Man könnte sogar übersetzen: »Sie haben die Aufgabe angepackt«. Uns erstaunt, daß es »viele« sind. Man darf dieses Wort aber auch nicht pressen. In der Fachsprache der Schriftsteller heißt »viele haben es versucht« so viel wie: »ich habe dabei mehrere Vorgänger gehabt«. An wen denkt Lukas? An die älteren Evangelien des Matthäus und Markus? An evangelienähnliche Schriften, die wir heute gar nicht mehr kennen? Man kann hier nur Vermutungen anstellen. Nur soviel ist klar: Der Abstand zwischen der Auferstehung Jesu und den ersten Aufzeichnungen über Jesus scheint nicht allzugroß gewesen zu sein.
Aus der Tatsache, daß er mit seinem Unternehmen nicht allein steht, schöpft Lukas Mut.

Sein Ziel ist es, »einen Bericht zu verfassen«. Wieder bewegen wir uns in der Fachsprache der Schriftsteller und Gelehrten. Ein »Bericht« ist im Unterschied zu einer lockeren Erzählung eine geordnete Darstellung. Er trägt u.U. wissenschaftlichen Charakter. Daß hier wirklich eine solche geordnete Darstellung gemeint ist, zeigt der Ausdruck »verfassen«. Man könnte hier auch übersetzen: »in ordnender Absicht aufzeichnen«. Mehr und mehr tritt hervor: Lukas ist kein Anekdotenerzähler, er ist ein glaubender Geschichtswissenschaftler.
Doch was war das Thema?
V. 1 antwortet: Es handelt sich um »die Ereignisse, die unter uns zur Erfüllung gekommen sind«. »Ereignisse« also - Tatsachen, Fakten! Und zugleich: Vorgänge, Geschehnisse! So spricht ein Geschichtswissenschaftler, der an reale Geschichte denkt. Aber nun kommt eine neue Dimension hinzu. Ihr Stichwort heißt »Erfüllung«. Das bedeutet, daß eine Voraussage existierte. Die hier diskutierten Ereignisse »kommen« nicht aus dem blauen Himmel, sondern aus der Prophetie des AT. So verklammert Lukas im allerersten Satz seines Doppelwerks (Lk Ev und Apg) das Neue mit dem Alten Testament.
»Unter uns«, d.h. unter den damaligen Christen, ist fast ein Jubelruf. Denn er sagt aus, daß jetzt die Zeit des Heils da ist (vgl. 4,21), daß jetzt geschieht, was Israel seit Jahrhunderten erwartet hat (vgl. 1,68ff; 2,25ff. 36ff; 1 Petr 1,10ff).
V.2 nennt die Quellen, die Lukas benutzt hat. Auch das gehört zum Stil eines zuverlässigen Geschichtsschreibers. Das »Wie« am Anfang des Verses macht diese Quellen geradezu zum Maßstab.
Nun kommen zur Quellenfrage drei wichtige Aussagen. Die erste lautet: Es gibt Leute, die »es uns überliefert haben«. Das heißt, daß. Lukas offensichtlich nicht selbst zu ihnen gehört. Er ist von anderen abhängig. Das heißt zugleich, daß Lukas zur zweiten christlichen Generation gehört und Apostelschüler, aber kein Apostel ist. Aber nun achten wir auch auf den Ausdruck »überliefern«. Er ist ein Ausdruck der Fachsprache. Wenn jüdische Rabbinen wichtige Lehrpunkte genau ins Gedächtnis einziseliert weitergeben, dann ist das ein »Überliefern«. »Überliefert« werden in der Welt der Bibel nicht die Anekdoten. »Überliefert« werden lehrmäßig festgelegte, oft sogar auswendig gelernte zuverlässige Traditionen. Darum also geht es! Nämlich

 

Neue Bewertung

Bitte anmelden oder registrieren um Bewertung zu verfassen


Verfügbarkeit: noch 1 Exemplar

Bestseller

Jesus unser Schicksal, Wilhelm Busch

Jesus unser Schicksal, Wilhelm Busch

gebraucht Bestell-Nr.: BN0580-20 Autor/in:    Wilhelm Busch Jesus u..

2,90€ Netto 2,71€

Leid Warum lässt Gott das zu? Peter Hahne #

Leid Warum lässt Gott das zu? Peter Hahne #

gebraucht Bestell-Nr.: BN1244 Autor/in:    Peter Hahne Leid - Warum..

2,90€ Netto 2,71€

Ist die Bibel glaubwürdig, Roger Liebi

Ist die Bibel glaubwürdig, Roger Liebi

gebraucht Bestell-Nr:     BN2477 Autor/in:    Roger Liebi Ist die B..

4,50€ Netto 4,21€

Jesu Name nie verklinget 2 vierstimmig 350 Lieder mit Gitarrenbegleitung

Jesu Name nie verklinget 2 vierstimmig 350 Lieder mit Gitarrenbegleitung

gebraucht Bestell-Nr.: BN8124 Jesu Name nie verklinget 2 vierstimmig..

6,00€ Netto 5,61€