Was jeder vom Judentum wissen muss

  • Was jeder vom Judentum wissen muss

gebraucht
Bestell-Nr:     BN8096
Autor/in:    Autorenkollektiv
Titel:    Was jeder vom Judentum wissen muss
Preis:    3,00 €
Format:    19 x 12 cm
Seiten:    208
Gewicht:    275 g
Verlag:    Gütersloher Verlagshaus
Auflage:    2. Auflage
Erschienen:    1984
Einband:    Taschenbuch
Sprache:    Deutsch
Zustand:    leichte Gebrauchsspuren

Vorwort
Die 1975 erschienene Studie »Christen und Juden« des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland faßte die neuen Erkenntnisse zusammen, die sich aus den Begegnungen zwischen Christen und Juden nach dem Holocaust ergeben hatten.
Bereits im November 1974 stellte der Arbeitskreis Kirche und Judentum der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands und des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes Überlegungen an, wie die neuen Erkenntnisse einer breiten Öffentlichkeit nahegebracht werden könnten. Ausgangspunkt war die Einsicht, daß es mittlerweile eine Fülle von Büchern und Beiträgen zum Verhältnis von Juden und Christen gab, diese Publikationen aber bis dahin nur einen sehr kleinen Kreis von besonders Interessierten und Engagierten erreicht hatten. Die EKD-Studie war zwar bewußt für Pfarrer, Lehrer und ähnliche Leser verfaßt worden, die als Multiplikatoren dienen konnten; es fehlte aber doch noch an Informationen über das Judentum für jedermann.
Ich schlug vor, es ergänzend zur EKD-Studie mit einer Serie von Faltblättern zu versuchen, die knappe Informationen zu einzelnen Themen bieten sollte. Dieser Gedanke fand Anklang. Es wurden Themen für die ersten Faltblätter festgelegt. Regionale Untergruppen des Arbeitskreises erstellten Entwürfe, die dann vom gesamten Arbeitskreis überarbeitet und gebilligt wurden, die Endredaktion lag bei mir. Um die Faltblätter möglichst schnell unter der Zielgruppe zu verbreiten, wurde vereinbart, daß die Faltblatt-Texte in der von mir herausgegebenen Zeitschrift »FRIEDE ÜBER ISRAEL - Zeitschrift für Kirche und Judentum« abgedruckt und außerdem je ein Faltblatt beigelegt werden sollte. Damit war auch festgelegt, daß die Faltblätter im

vierteljährlichen Rhythmus des Erscheinens der Zeitschrift herauskommen mußten. Wegen der Entscheidung, jedem Heft der Zeitschrift ein Faltblatt beizulegen, mußte die Startauflage über die ursprünglich geplanten i o.000 hinaus auf 25.000 erhöht werden.
Im März 1976 erschien als erstes Faltblatt »Israel - nicht nur ein Staat«. Die Resonanz kam unerwartet schnell. Schon nach zwei Monaten mußten io.000 Faltblätter nachgedruckt werden. Die Startauflage des zweiten Faltblattes »Der jüdische Gottesdienst« wurde deshalb gleich auf 35.000 festgesetzt, bei späteren Faltblättern erst auf 6.000, dann auf 85.000.
Die ersten Reaktionen zeigten, daß die Faltblätter genau in den Bereichen verwendet worden waren, für die sie gedacht waren: In der Gemeindearbeit, im Konfirmanden- und Religionsunterricht und in Seminarveranstaltungen aller Art. Die Anfragen an das Lutherische Kirchenamt in Hannover, das den Versand übernommen hatte, kamen aus allen Bereichen der Evangelischen Kirche in Deutschland, bald auch aus katholischen Gemeinden und Einrichtungen. Auch jüdische Gemeinden haben sich der Faltblätter bedient, um christliche Besucher zu informieren.
Seit 1977 legte das Lutherische Kirchenamt bei Großabnehmern einen Fragebogen bei, in dem um Angaben über die Verwendung der Faltblätter, über die dabei gemachten Erfahrungen und um Vorschläge für weitere Faltblätter gebeten wurde. Aus diesen - meist bereitwillig gegebenen - Auskünften ergab sich, daß die Faltblätter inzwischen nicht nur in Gemeinde und Unterricht erprobt worden waren, sondern auch in der Erwachsenenbildung, bei Akademietagungen, bei Vorlesungen für Studenten, in Reisegruppen nach Israel und in Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit. Sogar für die Verlesung im Gottesdienst waren einzelne Texte verwendet worden.
Von allen Seiten wurde die klare Sprache und der überlegte Aufbau der Texte hervorgehoben, die die Faltblätter so vielfältig verwendbar gemacht haben. Die übersichtliche Darstellung eines begrenzten Themas hat es vielen Interessierten ermöglicht, sich selbst zu informieren und die Informationen auch weiterzugeben.
Von Anfang an war daran gedacht worden, in den Faltblättern nicht nur über die Juden zu schreiben, sondern mitJuden zusammen das Verhältnis zwischen Christen und Juden an konkreten Fragen darzustellen. Vom zweiten Faltblatt an konnte diese Zusammenarbeit auch verwirklicht werden, zunächst mehr informell. Seitdem der Arbeitskreis seit Herbst 1976 regelmäßig mit Rabbinern aus der Bundesrepublik Deutschland zusammenkommt, konnte die Zusammenarbeit mehr institutionalisiert werden: Jedes Faltblatt ging vor der Endredaktion an mehrere Rabbiner, deren Änderungs- oder Ergänzungsvorschläge dann eingearbeitet wurden. Dieses Verfahren beläßt die letzte Verantwortung bei dem Arbeitskreis, der abzuschätzen hat, welche Wortwahl christlichen Lesern am verständlichsten ist. Es gibt aber den jüdischen Sachverständigen die Möglichkeit, auf offenkundige Fehler und - noch wichtiger - auf Punkte der Darstellung hinzuweisen, durch die Juden sich verletzt fühlen könnten. In einem Fall ist durch die Einschaltung der jüdischen Sachverständigen das Erscheinen eines Faltblattes um ein Vierteljahr verzögert worden; aber auch hier konnte schließlich eine Formulierung gefunden werden, die allen Beteiligten gerecht wurde. So war die Zusammenarbeit mit den jüdischen Sachverständigen sehr nützlich und erfreulich. Ihre Namen sind auf S.221 aufgeführt. Der bereits Verstorbenen, Dr. Fritz Bloch und Dr. Zvi Sofer, gedenken wir in Dankbarkeit.
Auf diese Weise sind die 25 Faltblätter nach und nach entstanden. Es bestand zu Anfang keine Vorstellung darüber, wie viele Faltblätter die Serie umfassen sollte. Es stellte sich lediglich bald heraus, daß ein Wechsel zwischen einem mehr informierenden und einem mehr theologisch-grundsätzlichen Thema sinnvoll war. Im übrigen wurden Vorschläge für noch zu behandelnde Themen aufgegriffen, die in großer Zahl gemacht wurden. Auf diese Weise erklärt sich die unsystematische Abfolge der Themen der einzelnen Faltblätter. In diesem Buch sind die Texte daher nicht nach der Reihenfolge des Erscheinens, sondern nach systematischen Gesichtspunkten zusammengestellt.
Mit den vorliegenden 25 Faltblättern sind die vielfach gewünschten Themen noch längst nicht erschöpft. Allein die

Rücksicht auf die enorme Arbeitsbelastung, die die Erarbeitung der Texte in den vergangenen Jahren für den Arbeitskreis bedeutet hat, und die Überlegung, daß der so eingängige Titel der Serie (»Was jeder vom Judentum wissen muß«) keine unbegrenzte Erweiterung der Themen zuläßt, haben uns bewogen, die Serie mit dem Thema »Christen und Juden heute« abzuschließen, mit dem die Grundhaltung der ganzen Serie umschrieben werden soll. Der Wunsch nach einer Zusammenfassung der Faltblatt-Texte in einer Buchpublikation wurde schon früh geäußert, häufig verbunden mit der Bitte um didaktische Hinweise zur Verwendung der Faltblätter und um ergänzende Materialien. Diesem Wunsch kommen wir mit dem vorliegenden Buch nach. In dem Redaktionsausschuß haben mitgewirkt: Oberkirchenrätin Käte Mahn, Pastor Arnulf H. Baumann D. Min., PastorJoachim Biallas, Propst Rumold Küchenmeister; die Geschäftsführung lag bei Frau Mahn. Die Namen der Mitglieder des Arbeitskreises finden sich auf S. 219.
Für eine Übergangszeit sollen auch weiterhin die Einzelfaltblätter zu haben sein. Sie haben jetzt eine Gesamtauflage von über
Millionen erreicht, und die Nachfrage nach ihnen hält weiter an. Einzelne Texte sind auch in Zeitschriften, Zeitungen und in Schulbüchern nachgedruckt worden. Übersetzungen bzw. Übertragungen in die dänische, norwegische, niederländische, französische und italienische Sprache in Zeitschriften oder in Faltblättern sind im Erscheinen. Eine amerikanische Taschenbuchausgabe »Judaism: An Introduction for Christians«, hg. von James Limburg, Augsburg Fortress Publishers/Minneapolis 1987, liegt inzwischen vor.
Die Idee der gezielten, knappen Information auch über komplizierte Themen in dieser Form breitet sich weiter aus. Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands gibt jetzt eine weitere Faltblattserie »Information Islam« heraus, die gleichfalls Anklang findet.
 

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