Kommentar zum Alten Testament, William MacDonald

  • Kommentar zum Alten Testament, William MacDonald

gebraucht
Bestell-Nr.: BV10716
Autor/in:    William MacDonald
Kommentar zum Alten Testament
Preis:    19,00 €
ISBN:    9783893976577 (früher: 3893976574)
Format:    22,5 x 15,5 cm
Seiten:    1184
Gewicht:    1340 g
Verlag:    CLV
Erschienen:    2005
Einband:    Hardcover/gebunden
Sprache:    Deutsch
Zustand:    leichte Gebrauchsspuren, Zuversichtsspruch 3.Seite
Kurzinfo:
Wir finden Zusammenhänge der Schrift verdeutlicht, die Gedanken Gottes dargelegt und so Auslegung mit Auferbauung verbunden. Daher sind die Ausführungen stets praxisbezogen und erfrischend zu lesen. Schwierige Bibelstellen werden nicht einfach übergangen, sondern ausführlich erklärt, und wichtige Themen in Exkursen behandelt. Mit Ausnahme der Psalmen, der Sprüche und des Buches Prediger werden die Bücher des Alten Testaments in der Regel abschnittweise behandelt und nicht Vers für Vers. Die Kommentare zum Text werden durch praktische Anwendungen geistlicher Wahrheiten und, wo angemessen, durch typologische Studien ergänzt. Abschnitte, die auf den kommenden Erlöser hinweisen, werden hervorgehoben und eingehender behandelt. Die Psalmen, die Sprüche und das Buch Prediger werden Vers für Vers behandelt, zum einen, weil sie sich nicht leicht zusammenfassen lassen, zum anderen, w

Einführung in das Alte Testament
Für uns ist die höchste Bekräftigung des Alten Testaments diejenige,
die es von Christus selbst empfangen hat … 
Was für den Erlöser unerlässlich wichtig war, muss auch für die Erlösten immer unerlässlich wichtig bleiben.
Professor G.A. Smith

I. Der Name »Altes Testament«

Bevor wir uns in die Tiefen des Studiums des Alten Testaments begeben, oder gar in den vergleichsweise kleinen Bereich des Studiums eines bestimmten Buches,

ist es hilfreich, einige allgemeine Fakten über das Heilige Buch, das wir »das Alte Testament« nennen, zu erwähnen. Das deutsche Wort »Bund« ist die Übersetzung des hebräischen Wortes berîth.1

Im NT geben Bund und Testament beide dasselbe griechische Wort wieder (diathēkē).

Für den Titel der Heiligen Schriften ist »Bund« als Bedeutung sicherlich vorzuziehen,

weil das Buch einen Pakt, eine Allianz, oder eben einen Bund zwischen

Gott und seinem Volk darstellt. 

Es wird das Alte Testament (oder der Alte Bund) genannt, um es vom »Neuen« zu unterscheiden. Allerdings wäre »der

ältere Bund« sicher ein besserer Name, weil der Begriff alt auf manche Menschen den Eindruck erweckt, dass es nicht

mehr die Mühe wert sei, es zu studieren.

Das wäre geistlich, historisch und kulturell gesehen ein tödlicher Irrtum. Beide

Testamente sind von Gott inspiriert und daher für alle Christen nützlich. Zwar

beschäftigen sich die meisten Christen häufiger mit dem Teil der Bibel, der besonders

von unserem Herrn erzählt, von seiner Gemeinde und davon, wie seine Jünger leben sollen, aber die Bedeutung

des Alten Testaments für einen geistlich voll ausgerüsteten Gläubigen kann gar

nicht stark genug betont werden.

Der Zusammenhang zwischen dem AT und dem NT wurde von Augustinus schön ausgedrückt:

Das Neue ist im Alten verborgen; das Alte ist im Neuen offenbart.

II. Der alttestamentliche Kanon Das Wort Kanon (gr. kanōn) bezieht sich auf eine »Regel« oder einen »Maßstab«,

nach dem etwas bemessen oder bewertet wird. Der Kanon des AT stellt die Sammlung göttlich inspirierter und daher

maßgeblicher Bücher dar, die von den geistlichen Führern Israels in der Vergangenheit anerkannt wurden. Aber

woher wissen wir, dass es sich hierbei um die einzigen Bücher handelt, die im

Kanon sein sollten, oder dass alle diese neununddreißig Schriften wirklich

dazu gehören? Wie können wir sicher sein, dass diese religiösen Schriften die richtigen sind, obwohl schon von Anfang

an auch andere existierten (von denen einige Irrlehren enthielten)?

Oft wird gesagt, dass jüdische Gelehrte in einem Konzil gegen Ende des

ersten Jahrhunderts n.Chr. die Liste der kanonischen Bücher aufstellten. Tatsächlich

waren diese Bücher jedoch schon kanonisch, sobald sie geschrieben worden waren. Gottesfürchtige und mit

der Unterscheidungsgabe betraute Juden erkannten die inspirierten Schriften gleich von Anfang an. Allerdings wurde

in manchen Kreisen eine Zeit lang über einige der Bücher diskutiert (z.B. Ester, Prediger, Hohelied).

Die Juden unterteilten das AT in drei Teile: die Thora, die Propheten (die früheren und die späteren) und die Schriften.3

Es gibt verschiede Theorien, warum zum Beispiel das Buch Daniel, ein prophetisches Buch, zu den Schriften gezählt 

wird und nicht zu den Propheten. Eine verbreitete liberale Meinung ist, dass das Buch Daniel zu spät geschrieben wurde,

um noch mit in den zweiten Teil aufgenommen zu werden, von dem erklärt

wird, er sei schon »geschlossen« gewesen, als Daniel diesen Text schrieb (siehe Einführung in das Buch Daniel). 

 

Manche konservative Gelehrte sind der Meinung, das Buch Daniel sei im dritten Teil zu finden, weil Daniel nicht von Beruf Prophet war, sondern ein Staatsmann, den Gott gebrauchte, um Prophetien aufzuschreiben.

Dr. Merrill F. Unger lehrte, dass diese dreifache Unterteilung durch den Status der Schreiber zu erklären ist4:

Das ist die konservative und (so glauben wir) richtige Meinung. Die Bücher des Alten Testaments wurden mit dem ausdrücklichen

Ziel geschrieben, dass sie als heilig und göttlich maßgeblich gelten sollten. Daher besaßen sie schon von

dem Augenblick an, als sie geschrieben wurden, den Stempel der kanonischen Geltung. Die dreifache Unterteilung ist

der offiziellen Stellung und dem Status der Schreiber zuzuschreiben, nicht dem Grad der Inspiration, dem unterschiedlichen

Inhalt oder der Chronologie.5

Durch das Konzil, auf dem unser Kanon offiziell anerkannt wurde, wurde im Grunde nur das bestätigt, was seit

Jahrhunderten allgemein akzeptiert worden war. Das Konzil stellte keine inspirierte Liste von Büchern auf, sondern

eine Liste inspirierter Bücher.

Noch wichtiger ist für Christen die Tatsache, dass unser Herr selbst häufig aus allen drei Teilen des hebräischen

AT zitierte und diese Bücher als maßgeblich behandelte. Siehe zum Beispiel bei Lukas 24,27 und 44, Anmerkung 4. Darüber hinaus ist zu erwähnen, dass Christus nie aus den sogenannten Apokryphen zitierte.

 

III. Die Apokryphen

Östlich-orthodoxe, römisch-katholische und protestantische Bibelgelehrte sind sich einig über die siebenundzwanzig

Bücher des neutestamentlichen Kanons mit genau denselben 260 Kapiteln, im Allgemeinen in derselben Reihenfolge.6

Beim Alten Testament ist die Situation jedoch etwas komplexer. Protestanten und Juden sind über den

Inhalt des AT derselben Meinung. Die östlich-orthodoxe und die römisch-katholische Kirche7 akzeptieren zusätzlich

mehrere jüdische geschichtliche und poetische Bücher, die sie »deuterokanonisch « nennen (gr. für »zweiter Kanon«)

und die von Protestanten und Juden »apokryph« genannt werden (gr. für »versteckt«8).

Die jetzigen neununddreißig Bücher der Lutherbibel, der Elberfelder Bibel, der englischen King James Bible sowie

anderer protestantischer Übersetzungen 9 enthalten genau dasselbe Material wie die vierundzwanzig Bücher der hebräischen

Bibel. Der Unterschied in der Anzahl der Bücher ergibt sich durch Zusammenfassungen in den jüdischen

Ausgaben. Zum Beispiel werden die sechs Bücher 1. und 2. Samuel, 1. und 2.

Könige und 1. und 2. Chronik als nur drei Bücher angesehen. Die kleineren

Propheten bilden ein einziges Buch mit dem Titel »Das Buch der Zwölf«.

Viele andere religiöse Bücher wurden von den Juden geschrieben, einige von

ihnen noch nicht einmal in Hebräisch, die nicht als inspiriert und maßgeblich angesehen

wurden. Einige von ihnen, wie 1. und 2. Makkabäer, sind wertvolle Informationsquellen

für die Geschichte der Zeit zwischen den beiden Testamenten. Bei anderen, wie zum Beispiel »Bel und

der Drache«, bemerkt ein weiser Leser sofort ihren nicht-kanonischen Status.

Die wertlosesten dieser jüdischen Bücher werden Pseudoepigrapha genannt

(gr. für »falsche Schriften«), die besseren Apokryphen.

Manche Juden und Christen des Altertums, vor allem aber die ägyptischen Gnostiker, akzeptierten einen größeren

Kanon, der unter anderem einige dieser Bücher umfasste.

 

Als der Gelehrte Hieronymus von Damasus, dem Bischof von Rom, beauftragt wurde, die apokryphen Bücher ins Lateinische

zu übersetzen, tat er das nur unter Protest. Der Grund war, dass er seinen hebräischen Text gut kannte und wusste,

dass diese Bücher nicht zum jüdischen Kanon gehörten. So kam es, dass Hieronymus diese Bücher für die lateinische

Vulgata übersetzte, obwohl er ihren (im besten Fall) zweitrangigen Status erkannte. Heute sind sie in römisch-katholischen

Bibelübersetzungen enthalten, z.B. in der Einheitsübersetzung, sowie in den meisten

ökumenischen Bibelübersetzungen,

z.B. in der Bibel in heutigem Deutsch. Selbst die römisch-katholische Kirche erkannte die Apokryphen erst zur Zeit

der Gegenreformation (16. Jahrhundert) offiziell an.10 Ein Grund dafür war, dass einige der Lehren des Vatikans, z.B. das

Gebet für die Verstorbenen, nur in den Apokryphen zu finden sind. Tatsächlich handelt es sich bei den Apokryphen

in erster Linie um jüdische Literatur und Geschichte, die für die christliche Lehre im Grunde irrelevant sind. Aber

auch wenn diese Bücher nicht inspiriert sind, sind einige von ihnen es sicher

wert, von einem kulturellen und historischen Blickpunkt aus gelesen zu werden,

sofern man mit den inspirierten Büchern des hebräischen Kanons ausreichend vertraut ist.

IV. Verfasserschaft

Der göttliche Verfasser des AT ist der Heilige Geist. Er veranlasste Mose, Esra, Jesaja und die anonymen Verfasser, unter

seiner Führung zu schreiben. Die beste und korrekteste Erklärung für die Entstehung dieser alttestamentlichen

Bücher wird als zweifache Verfasserschaft bezeichnet. Das AT ist nicht teils menschlich und teils göttlich. Es ist gleichzeitig

vollkommen menschlich und vollkommen göttlich. Das göttliche Element verhinderte, dass die Menschen irgendwelche

Fehler machten. Das Ergebnis ist ein in den ursprünglichen Handschriften irrtumsloses und fehlerloses Buch.

Eine hilfreiche Analogie zum geschriebenen Wort ist die Doppelnatur des lebendigen Wortes, unseres Herrn

Jesus Christus.

Er ist nicht teilweise menschlich und teilweise göttlich (wie einige Figuren der griechischen Mythologie),

sondern gleichzeitig vollkommen menschlich und vollkommen göttlich. Die göttliche Natur machte es

für die menschliche Natur unmöglich, zu irren oder zu sündigen.

V. Datierung

Anders als beim NT, das innerhalb eines halben Jahrhunderts geschrieben wurde (ca. von 50 bis 100 n.Chr.), dauerte es

mindestens ein Jahrtausend, bis das AT fertiggestellt wurde (ca. von 1400 bis

400 v.Chr.).11 Als Erstes wurde entweder der Pentateuch geschrieben (ca.

1400 v.Chr.) oder das Buch Hiob (Datierung unbekannt, allerdings weist der

Inhalt auf eine Zeit hin, in der das Gesetz noch nicht gegeben worden war).

Andere Bücher folgten, die noch vor dem Exil (ca. 600 v.Chr., z.B. Josua bis Samuel),

während des Exils (z.B. Klagelieder und Hesekiel) oder nach dem Exil (ca.

400 v.Chr., z.B. Chronik, Haggai, Sacharja und Maleachi) geschrieben wurden.

VI. Inhalt

Der Inhalt des AT nach der Reihenfolge der protestantischen Bibelausgaben kann

wie folgt zusammengefasst werden:

Der Pentateuch 1. bis 5. Mose

Die historischen Bücher(12) Josua bis Ester

Die poetischen Bücher Hiob bis Hohelied

Die prophetischen Bücher Jesaja bis Maleachi

An den entsprechenden Stellen dieses

Kommentars sind Einführungen zu diesen vier Hauptteilen zu finden...

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