Joseph der Patriarch, Adolf Helling

  • Joseph der Patriarch, Adolf Helling

gebraucht
Bestell-Nr:     BN0847
Autor:       Adolf Helling
Titel:     Joseph der Patriarch
Preis:     20,00 €

Leseprobe
Der Erzvater Jakob 1. Mose 37, 1-5
«Und Jakob wohnte in dem Lande, in welchem sein Vater als Fremdling geweilt hatte, in Kanaan.» Mit diesen wenigen, aber bedeutungsvollen Worten wird der letzte, so lehrreiche Abschnitt in dem äusserst wichtigen ersten Buch Mose eingeleitet. Er steht in einem auffallenden Gegensatz zu Kapitel 36, das uns das mächtige Geschlecht Esaus mit seinen Fürsten zeigt. Dieselben sind ein Bild derer «die im Fleische sind und Gott nicht zu gefallen vermögen» (Römer 8, 8). Die Söhne Esaus kennen nur ein Bestreben, sich in dieser Welt einzurichten und es sich in ihr wohl sein zu lassen.

Ihr Stammvater Esau hatte gesagt: «Siehe, ich gehe hin zu sterben, und wozu mir da das Erstgeburtsrecht?» (1. Mose 25, 32). Denselben verderblichen Grundsatz finden wir auch bei den Nachkommen Esaus. Von ihnen wird die damalige Welt viel geredet haben. Da waren Fürsten, und nach ihrem Namen wurden Städte 'und Dörfer genannt (1. Mose 36, 31-43). An 'Zerstreuung, Unterhaltung, Festlichkeiten und Gastmählern liessen sie es nicht fehlen; auch waren Laute und Pfeife bereits erfunden (1. Mose 4, 21). Schon das älteste Buch der Heiligen Schrift, das Buch Hiob, berichtet davon, dass dies alles schon Gewohnheit und Sitte geworden war (Hiob 1, 4. 13).
Zweimal hat Gott den Jakob Engelscharen sehen lassen (1. Mose 28, 12; 32, 1. 2). Ja, einmal hatte Jakob sogar mit einem Engel gerungen und obgesiegt, und Jakob ist von ihm gesegnet worden (1. Mose 32,24-32). Jetzt, nach vielen und mannigfachen Uebungen war er zur Ruhe gekommen und zum erstenmal wiihm als Fremdling bezeugt: «Er wohnte im Lande im Lande Kanaan», Zweimal erwähnte der Heilige Geist das Wort «Land». Der Glaube Jakobs war in Tätigkeit; die ihm und seinen Vätern gemachten Verheissungen erfüllten sein Herz, wie es uns in Hebräer 11, 9 mitgeteilt wird. Gottes Gnade war bei ihm nicht vergeblich gewesen. Auf dem Wege ernster Züchtigungen und Demütigungen hatte er erfahren und auch gelernt: «Wer für sein eigenes Fleisch säet, wird von dem Fleische Verderben ernten» (Galater 6, 8). Doch Jakob hatte in der Schule Gottes gelernt und ist ein Ueberwinder geworden (Römer 8, 37). Es erging ihm wie Elihu, der zu Hiob sagte: «Wenn sie hören und sich unterwerfen, so werden sie ihre Tage in Wohlfahrt verbringen und ihre Jahre in Annehmlichkeiten» (Hiob 36, 11).

Jedenfalls hatte Jakob in jener Nacht die wahre Bedeutung seines neuen Namens: Israel = Gotteskämpfer, klar verstanden, da ja der Name Israel die Verheissungen in sich schloss (1. Mose 32, 22-28; 3, 10-15).
Der Titel «Fremdling» belehrt uns, dass Jakob keinerlei Gemeinschaft noch Verbindung mehr hatte mit seinen Verwandten nach dem Fleische, dem mächtigen Geschlecht Esaus. Dagegen hatte er wahre Gemeinschaft mit Gott, zu Dem er in jener bedeutungsvollen Nacht gebetet hatte: «Ich lasse Dich nicht los, Du habest mich denn gesegnet» (1. Mose 32, 26). Das Licht Jakobs stand weder «unter dem Bett, noch unter dem Scheffel», sondern leuchtete allen, die mit ihm in Berührung kamen. Er lebte, soviel an ihm lag, mit allen Menschen in Frieden.
Das Wort «Kanaan», das Land, wo Jakob wohnte, führt uns auf den Boden der Verheissungen Gottes, die Er Abraham, Isaak und ihm, Jakob, gegeben hatte.
Wohl wohnte Jakob noch in einem Zelte, als Fremdling im Lande, aber sein Herz war mit dem beschäftigt, was Gott verheissen hatte: «Eine Nation und ein Haufe von Nationen soll aus dir werden und Könige sollen aus deinen Lenden hervorkommen» (1. Mose 35, 11). Aber wie und auf welche Weise Gott diese Verheissungen zur Ausführung bringen würde, das wusste Jakob nicht. Dennoch glaubte er dem Worte, obwohl es, menschlich gesprochen, um ihn her trübe genug aussah, besonders wenn er an seine Söhne dachte, wovon allerdings die beiden Jüngsten, Joseph und Benjamin, die Söhne Rahels, eine Ausnahme machten. Sie allein werden als solche bezeichnet, welche Jakob liebte. Der Herzenszustand der übrigen zehn Söhne mit ihren grossen Sünden, liessen die Blicke Jakobs von ihnen wegwenden. Es war da nichts zu erwarten; auch bestand keinerlei Geistesgemeinschaft mit ihnen, denn «welche Genossenschaft hat Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit? oder welche Gemeinschaft Licht mit Finsternis? und welche Uebereinstimmung Christus mit Belial? oder welches Teil ein Gläubiger mit einem Ungläubigen (2. Kor. 6, 14. 15).
Der Herzenszustand Josephs war ein guter und mit ihm fühlte sich Jakob verbunden. Da bestand eine enge innere Verbindung, und Geistesgemeinschaft war vorhanden, denn auch Joseph hatte kein Teil noch Gemeinschaft mit dem üblen Wandel seiner Brüder.
Das Auge Jakobs war auf Joseph, den Sohn seines Alters, gerichtet. Er war der Mittelpunkt seiner Gedanken, das Geheimnis seiner Seele im Blick auf die Verheissungen, auf deren Erfüllung er harrte. Er sollte auch erfahren, dass Gott den Glauben belohnt (Hebr.
11, 6).
Mit 1, Mose 37 beginnt im Leben Jakobs gleichsam ein neuer Abschnitt und ein neuer Hauptgegenstand
 

Verlag:     R. Müller-Kersting

Jahr:     1954
Einband:     Halbleinen
Seitenzahl:     128
Format:     19x12,5cm
Zustand:     leichte Gebrauchsspuren
Gewicht:     200 g
Bestell-Nr:     BN0847

Inhaltsverzeichnis: Seite
Der Erzvater Jakob . . 7
Josephs Träume . . 17
Das Vorbild des leidenden Christus . 22
Die Brüder Josephs . . . 28
Jakobs Schmerz und Trauer . . 35
Die Anstrehgungen im Fleische . . 42
Joseph wird versucht . . . 45
Joseph im Gefängnis . . 53
Josephs Erhöhung .. . . 57
Die Brüder vor Joseph ..... . 64
Neue Prüfung . . . . 74
Benjamin . . . . 78
Das Bekenntnis des Juda . . 89
Joseph offenbart sich vor seinen Brüdern. 94
Israel zieht nach Aegypten . . 106
Diener des Pharao . . . 109
Jakobs Glauben . . . . 112
Prophetischer Ausblick . . . 114
Die Gnade Gottes . . . 122
Die Verheissungen Gottes . . 126

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Verfügbarkeit: noch 1 Exemplar

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