Zephanja

Zephanja - «Jehova, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein rettender Held; er freut sich über dich mit Wonne, er schweigt in seiner Liebe, frohlockt über dich mit Jubel» (Zephanja 3,17).
Zephanja («den der Herr verbirgt») weissagte in den Tagen Josias, eines gottesfürchtigen Königs, dessen Glaube und Tatkraft eine bemerkenswerte Belebung des äusseren Zustands von Israel bewirkte. Aber dieses Buch nimmt keine Notiz von dieser Belebung. Statt dessen beginnt es unverzüglich mit einer Erklärung des wegraffenden Gerichtes Gottes, seines völligen Ausrottens von allem von der Fläche des Erdbodens. Die scheinbare Belebung war nur äusserlich gewesen; der tatsächliche Zustand des Volkes war im Herzen derselbe geblieben wie zuvor, und das zeigte sich unmittelbar nach Josias Tod. Was immer sich als scheinbare Besserung entwickelt haben mochte, Gott hatte schon bestimmt, dass sein Gericht, mit Juda und Jerusalem eindeutig als Mittelpunkt, in alle Richtungen ausgehen würde.
Indessen verweilt das Buch auch in schöner Weise bei den Wirkungen dieser Gerichte im Hervorbringen grossen Segens an einem zukünftigen Tag. Das Volk wird sich zu einer reinen Sprache umwenden, und der Herr, Gott selbst, wird in der Mitte der einst schuldigen Stadt sein, um das unterdrückte Volk zu retten, sich darüber zu freuen, in seiner Liebe zu ruhen (Fussnote Kap. 3,17), nachdem seine langwährende Mühsal mit ihm zu Ende gekommen ist. Und die Trauer seines Herzens über das Volk hat sich in Jubel verwandelt.
Das Beachten dieser Prophezeiung würde uns sicher vor dem weit verbreiteten Irrtum bewahren, dass gegenwärtige Erweckungsbestrebungen das Gericht Gottes über die Christenheit aufhalten könnten. Nein! Das Kommen des Herrn steht nahe bevor.

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