Das Alte Testament in Auswahl 1 in 4 Teilen zu je 32 Seiten mit über 200 Illustrationen und Karten

  • Das Alte Testament in Auswahl 1 in 4 Teilen zu je 32 Seiten mit über 200 Illustrationen und Karten

gebraucht
Bestell-Nr: BV10484
Autor/in:    Autorenkollektiv
Titel:    Das Alte Testament in Auswahl 1 in 4 Teilen zu je 32 Seiten mit über 200 Illustrationen und Karten
Preis:  4,50 €
Format:    29 x 21 cm
Seiten:    128
Gewicht:    450 g
Verlag:    Lutherisches Verlagshaus
Erschienen:    1963
Einband:    Hardcover/gebunden
Sprache:    Deutsch
Zustand:    leichte Gebrauchsspuren

PALÄSTINA UND DER ALTE ORIENT
Palästina, das Land, in dein Jahrtausende vor der Geburt Jesu Christi die Heilsgeschichte ihren Anfang nahm, liegt eingebettet zwischen den uralten Kulturen des Vorderen Orients. Es stellt eine Länderbrücke dar: fast alle Verbindungen des Alten Orients führten durch Palästina hindurch. Die wichtigste Verkehrsstraße zwischen den beiden Hauptländern, Mesöpo-tatnien und Ägypten, durchzog Palästina in seiner ganzen Länge. Vom Euphrat aus gelangte man nach Überwindung einer kurzen Durststrecke nach Nordsyrien (Aleppo), von wo aus man dann die Küstenebene südwärts zog. Dein nicht sehr weiten Landweg nach Ägypten stellte sich die Sinaiwüste entgegen, die nur spärliche Oasen aufwies. Hier maßte eine Durststrecke von etwa 175 km durchwandert werden.
Diese Wege spielen schon in den Patriarchengeschichten des 1. Muse eine Rolle. Aber das ganze Alte Testament ist voll davon, wie Palästina ständig von den großen Völkern des Orients begehrt und umkämpft wurde. Zugleich aber brachte es die Lage des Heiligen Landes mit sich, daß das, was sich dort als Heilsgeschichte ereignete, weite Auswirkungen in die Völkerwelt hinein haben konnte.
1. Mesopotamien. Das Gebiet, auf das sich zahlreiche Urgeschichten der Bibel beziehen, ist das alte Kulturland zwischen den beiden Strömen Euphrat und Tigris: Mesopotamien, Zweistromland, genannt. Seine alten Kulturen treten durch Ausgrabungen immer mehr ans Licht und erweisen damit viele Aussagen der Bibel als geschichtlich wahr. Die beiden großen Flüsse entspringen ziemlich nahe beieinander im armenischen Gebirge, in das uns sowohl die Schilderung der Paradiesesströme in 1. Mose 2 wie auch die Sintflutgeschichte in 1. Mose 8 mit der Erwähnung des Araratgebirges führen- Viele für die biblische Geschichte bedeutungsvolle Städtenamen begegnen uns darf: Karchemis, Ninive, Assur, Babel, aber auch Ur in Chaldäa und Heran, die mit den Abrahamgesehichten verbunden sind. „Eure Väter wohnten vorzeiten jenseits des Euphratstroms und dienten fremden Göttern. Ich aber nahm euren Vater Abraham von jenseits des Stroms weg" heißt es in Josua 24, 2. V. Mose 26, 5-9 sagt: „Mein Vater war ein umherirrender Aramäer und zog hinab nach Ägypten und war ein Fremdling daselbst." Heran, in das die Aramäer Ende des zweiten vorchristlichen Jahrtausends eingewandert sind, war als Sitz des heidnischen Mondkaffee schon immer bekannt. Die Aramäer erreichten auch Ur am unteren Euphrat. Hier liegen nach neueren Ausgrabungen, die auch Beweise einer großen Flirt enthalten, in Schichten untereinander alte Städte von imponierender Größe und Kultur begraben. I. Mose 11, 28 und 31 rühren an geschichtliche Zusammenhänge, die freilich auch manche Rätsel bergen (vgl. auch 1. Mose 15, 7 und Nehemia 9, 7).
Mesopotamien mit dem schmalen, reich bewässerten Land zwischen den Strömen hat eine sehr wechselreiche Geschichte. Hier vollzog sich eine Völkermischung ohnegleichen, auf die die Turmbaugeschichte in 1. Mose 11 noch anspielen mag. Auf die von Priesterkönigen im 3. Jahrtausend regierten sumerisehen Stadtstaaten folgte das akkadische Reich, durch Sargon begründet, das bald wieder zerfiel. Danach wurde das altbabylonische Reich bedeutsam, dessen König Hammurabi (um 1700 v. Chr.) durch sein Gesetzeswerk bekannt ist. Es wurde durch die Hethiter zerstört, die allmählich ein machtvolles Reich
aufbauten, das seinerseits um 1200 v. Chr. durch die sogenannten Seevölker zerstört wurde, aber reiche Spuren hinterlassen hat. Eine Periode assyrischer Herrschaft folgte. Schon im 19. und 18. Jahrhundert v. Chr. war ein altassyrisches Reich entstanden, dem nach kurzer Fremdherrschaft durch die Könige von Mari am Euphrat das mittelassyrische Reich folgte. Den Höhepunkt bildete das neuassyrische Reich mit seinen großen Königen Salmanassar und TiglatPileser, die ihre Herrschaft über Syrien mit Palästina und zeitweise sogar über Ägypten ausdehnten, und dessen Niedergang mit Assurbanipal einsetzte. Die Assyrer waren es, die die unterjochten Völker durch Deportation entwurzelten und miteinander vermischten, um so jeden Widerstand unmöglich zu machen. Ihr Reich erlag um 600 v. Chr. dem vereinten Angriff der Babylonier und Meder. Es folgte das neubabylonische Reich, dessen hervorragendster Herrscher der aus dem Alten Testament wohlbekannte König Nebukadnezar war. (Babylonische Gefangenschaft.) Der Perserkönig Cyrus hat das babylonische Reich 539 v. Chr, zerstört und damit der babylonischen Gefangenschaft des Volkes Israel ein Ende bereitet.
Für die alte Kultur, die bei der Bauweise mit Lehmziegeln verständlicherweise nicht allzuviele Baudenkmäler hinterlassen hat, waren die Tempelanlagen bezeichnend. Die Zikurrat (Tempeltürme), die sich in hohen turmartigen Stockwerken erhoben (Turmbau zu Babel 1. Mose 11), galten als Wohnsitz der Gottheiten. Eigenartig sind auch die Abbildungen dämonischer Wesen, teils Löwe, teils Stier (Rumpf, Beine), teils Adler (Flügel), teils Mensch (Antlitz}, die als Tempelwächter galten. Auch die Schlange spielt in diesen Darstellungen eine Rolle.

2. Ägypten. Das andere große Volk, das von Anfang an in der Geschichte Israels eine bedeutende Rolle spielt, ist Ägypten. Ägypten, im Nordosten Afrikas gelegen, ist das Land des Nilstroms, dessen bis zu 50 km breites Flußtal im Osten durch die Arabische, im Westen durch die Libysche Wüste begrenzt wird. Vom Nil, der zugleich der Verkehrsweg in diesem langgestreckten, schmalen Gebiet ist und von seinen durch die Schneeschmelze im Quellgebiet bedingten jährlichen Überschwemmungen hing die Fruchtbarkeit dieses regenarmen Gebietes völlig ab, daher die große Gefahr der Mißernten (1. Mose 41). Andererseits ist Ägypten für Palästina, besonders für sein steiniges Bergland zu allen Zeiten das Kornland gewesen, auf das sich in Dürrejahren des völlig auf Regen angewiesenen Palästina die Blicke richteten. So zog Abraham, so zogen die Brüder Josephs nach Ägypten, etwa so wie sich auf bekannten ägyptischen Grabreliefs „Asiaten, die nicht wußten, wovon sich ernähren" um 1330 v. Chr. vor dem ägyptischen General Harem Hab niederwarfen. (Vgl. I. Mose 12, 10; 1. Mose 261 1. Mose 42.)

Es hat ursprünglich sicher ein oberägyptisches Reich im eigentlichen Niltal und ein unterägyptisches im weiten und fruchtbaren Schwemmland des Nildeltas gegeben; darum trug der Pharao (ägypt. für „großes Haus") eine Doppelkrone. Die erste Blütezeit Ägyptens fällt in die Mitte des 3- Jahrtausends v. Chr. mit den Pharaonen Chozer, Cheops und Chefren als den berühmten Erbauern der Pyramiden (Altes Reich). Es folgte das Mittlere Reich, das durch den Einbruch der Hyksos (ägypt. für „Häuptlinge der
seinen Abschluß fand. Die I-Tyksos
n erstmalig in ihrem Reich, das aber nur etwa 120 Jahre dauerte, verschiedenste Teile des Alten Orients miteinander verknüpft. Ihre Herkunft ist nicht völlig bekannt, ebensowenig ist bekannt, in welchem Zusammenhang das Kommen der Kinder Israel nach Ägypten (I. Mose 47) mit den Hyksos steht. Die Wiederherstellung des ägyptischen Reiches im Neuen Reich erfolgte vor allem unter Ramses II. (1290 bis 1223 v. Chr.), der wohl der Pharao der Bedrückung Israels gewesen ist. (2. Mose 1.) Das Neue Reich war die Zeit, in der Ägypten Großmacht wurde, die bis Nubien im Süden und Syrien im Norden herrschte und die quert vielfach in die Geschichte Israels eingegriffen ha", bis die Perser es unter Kambyses im Jahre `925 v. Chr. eroberten. (Vgl. die Bücher der Könige und der Propheten.)
Das Wahrzeichen Ägyptens sind die Pyramiden, mächtige Königsgräber mit Totentempeln verbunden; die bekanntesten finden sich bei Gizeh in Unterägypten. Sie sind ebenso wie die großen Grabanlagen bei Luxor in Oberägypten Ausdruck des ägyptischen Totenkults- Immer wieder 'begegnen uns auch z. Taus den Felswänden des Niltals herausgehauene übergroße Sitzbilder der Pharaonen und die rätselhafte Sphinx, ein hingelagertes Steinbild, halb Mensch, halb Tier. Neben dem Totenkult stand der Götterkult, der uns in den großartigen Ruinen ehemaliger Tempel entgegen

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