Klagelieder

Klagelieder - «Merket ihr es nicht, alle, die ihr des Weges ziehet? Schauet und sehet, ob ein Schmerz sei wie mein Schmerz, der mir angetan worden, mir, die Jehova betrübt hat am Tage seiner Zornglut» (Klagelieder 1,12).
Dies ist ein tief ergreifendes Buch, geschrieben nach der Gefangenschaft Judas, nachdem die Stadt Jerusalem in eine Öde verwandelt worden war. Doch zeugt gerade die Sprache des Propheten von der zärtlichen Fürsorge des Herrn für sein Volk in all ihrer Drangsal. Wenn einerseits die Bedrängnis Israels durch die Bosheit seiner Feinde verursacht wurde (und Gott wird dem voll Rechnung tragen), so fühlt Jeremia anderseits doch auch richtig, dass es die Hand Gottes ist, die Juda für seine Sünden züchtigt. Das ist die gebührende Sprache für Menschen, die mit einem zerbrochenen und zerschlagenen Herzen und einem aufrichtigen Bekenntnis vor Gott kommen.
Jeremia, als Priester, wusste wirklich, was es bedeutete, «Sündopfer zu essen» (3. Mose 6,22.23), das heisst, die Sünde des Volkes Gottes in seiner eigenen Seele zu fühlen und sie als solche zu bekennen. Dieses Buch ist von höchst wichtiger Bedeutung für die Heiligen Gottes heute, besonders um die uns geziemende Haltung im Blick auf die Not und Verwirrung im öffentlichen Zeugnis der Versammlung Gottes auf
Erden zu zeigen. Die Botschaft dieses Buches sollte einen besonderen Platz in der Erfahrung unserer Seelen finden. Nicht dass diese Dinge uns irgendwie entmutigen oder verdriesslich machen sollten, aber sie sollten in uns eine ernstere, demütige Haltung bewirken, was die Bereitschaft in sich schliesst, der Wahrheit ehrlich ins Auge zu sehen.

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