Betrachtungen über das Lied der Lieder Hohelied, Andrew Miller

gebraucht
Bestell-Nr:     BN7261
Autor/in: Andrew Miller
Titel: Das Lied der Lieder - Betrachtungen über das Lied der Lieder - Hohelied
Preis: 13,50 €
Format: 18 x 12,5 cm
Seiten: 219
Gewicht: 220 g
Verlag: Ernst-Paulus-Verlag
Erschienen: 1962
Einband: Leinen
Sprache: Deutsch
Zustand: leichte Gebrauchsspuren

VORWORT

Mit dem vorliegenden Büchlein werden, einem vielseitigen Wunsche folgend, die im Jahre 1894 im „Botschafter des Heils" und auch in Buchform erschienenen, aber längst vergriffenen Betrachtungen von Bruder Andrew Miller (1810-1883) über das „Lied der Lieder" neu herausgebracht.

Die geschichtlichen Ereignisse der letzten Jahre, die zur Gründung des Staates Israel führten, erforderten an einigen Stellen kleine Änderungen bzw. Ergänzungen. Im übrigen ist aber der Wortlaut der ersten deutschen Ausgabe unverändert beibehalten worden.

Das „Lied der Lieder" oder „Hohelied" ist ein Buch für das Herz. Es ist ein besonders kostbarer Teil der Heiligen Schrift, der zu allen Zeiten zu den Herzen derer geredet hat und noch redet, „die unseren Herrn Jesum Christum lieben in Unverderblichkeit" (Eph. 6, 24). Vielleicht war das Aufwecken der in diesem Buche zum Ausdruck kommenden geistlichen Gefühle der Liebe unserem teuren Herrn gegenüber niemals mehr am Platze, als es in unseren gegenwärtigen letzten und bösen Tagen der Fall ist. Denn alle Einflüsse der gegenwärtigen modernen Lebensweise sind dazu angetan, die Entwicklung von Empfin= dungen, wie sie in diesem Buche mitgeteilt sind, zu unter= drücken. Die Worte unseres Herrn in Matthäus 24, 12: „Wegen des Cfberhandnehmens der Gesetzlosigkeit wird die Liebe der Vielen erkalten" treffen bereits für unsere Tage zu. Ebenso geht auch die an Ephesus gerichtete Ermahnung: „Ich habe wider dich, daß du deine erste Liebe verlassen hast" (Offbg. 2, 4) jeden einzelnen an, der da bekennt, ein Eigentum des Herrn zu sein.

Es ist offenbar, daß das Hohelied eine andere als nur buch= stäbliche Erklärung erfordert, wenn es nicht zur Beute des verderbten, fleischlichen Sinnes der menschlichen Natur werden soll. Der geistlich gesinnte Christ erkennt darin den prophetischen Geist, der von den Zuneigungen spricht, die Christus als der
 
Vorwort
Messias und König Israels am Ende der Tage, d. h. kurz vor und nach Seinem Kommen in Macht und Herrlichkeit in den Herzen des treuen gläubigen tJberrestes aus Israel hervor= bringen und finden wird. Dann werden die so lange unterbrochenen Beziehungen Gottes zu Seinem alten, irdischen Bundesvolk wiederhergestellt sein. Alle, die in jenen Tagen in Aufrichtigkeit auf den Trost Israels warten, werden dann inmitten vieler Herzensübungen, Nöte und Drangsale die Liebe Christi genießen und in Seiner Erkenntnis befestigt werden. In wahrer Buße und gottgemäßer Betrübnis werden sie Seine Liebe erkennen, „die gewaltsam ist wie der Tod" (Kap. 8, 6), ja, die Ihn auch „wegen der vor ihm liegenden Freude das Kreuz erdulden" ließ (Hebr. 12, 2).
„Dein Volk wird voller Willigkeit sein am Tage deiner Macht" (Ps. 110, 3) und für Ihn wird es „meine Lust an ihr" sein (Jes. 62, 4).
Wenn auch im Hohelied nicht die Versammlung oder Kirche als Braut, noch der Herr Jesus als ihr Haupt oder ihr Bräutigam gesehen wird, sondern allein in Seinen Beziehungen zu dem Überrest Israels, so ist Er aber doch derselbe Christus, „der die Versammlung geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat" (Eph. 5, 25). Auch darf jeder einzelne Gläubige ganz persönlich von Ihm sagen: „Der m i c h geliebt und sich selbst für m i c h hingegeben hat" (Gal. 2, 20). So besitzt also die Versammlung und auch jeder einzelne wahre Christ das große Vorrecht, jetzt schon sich mit Ihm und Seiner Liebe zu beschäftigen und sie zu genießen. Deshalb gibt diese kostbare Sammlung „geistlicher Lieder" (Kol. 3, 16) viele Belehrungen und wahre Seelenspeise all denen in unseren Tagen, die ihren Herrn und Heiland mit aufrichtigem Herzen lieben und Seine Liebe über alles genießen. Möge es Gott wohlgefallen, auch diese neue Auflage dazu zu benutzen, heilige Zuneigungen zu Seinem Sohne in den Herzen der gläubigen Leser zu fördern, unserem Herrn zur Ehre und uns selber zum inneren Gewinn!
Neustadt/Weinstraße, im Juni 1962
Lied der Lieder Kapitel 1
Nichts ist, was die Menschen dieser Weil mehr fürchten als Einsamkeit und eine Zeit des Nachdenkens oder der inneren Einkehr. Sie sind lieber mit Arbeit überladen, als daß sie Muße für stille Betrachtungen haben möchten. Das unruhige Gewissen erhebt zu solchen Zeiten seine Stimme, und diese sucht man mit der bequemen Ausflucht zu betäuben, daß man Pflichten zu erfüllen und keine Zeit für dergleichen Überlegungen habe. Sünden, viele Sünden sind da, und der Gedanke an Gott, als den Richter der Sünde ist schrecklich. Der Zustand der Seele ist derart, daß sie das Licht nicht ertragen kann, und darum liebt man die Finsternis. Man sucht und liebt das geschäftige, ruhelose Treiben des gegenwärtigen Zeitlaufs, um dadurch dem drückenden Gewicht der stillen Stunden zu entrinnen. Die Vergnügungen und Freuden der Welt dienen zu ihrer Zeit und an ihrem Platz dem gleichen Zweck.
So ist man eifrig besorgt, die Einsamkeit zu vermeiden und jede Gelegenheit zu ruhiger und ernster Betrachtung unmöglich zu machen. Den Interessen der Seele schenkt man keine Betrachtung, keine Minute widmet man ihr, trotz ihres dringenden, tiefen Bedürfnisses. Der höhere und edlere Teil des Menschen wird gänzlich vernachlässigt und außeracht gelassen. Aber ach, „was wird es einem Menschen nützen, wenn er die ganze Welt gewänne und  seine  Seele einbüßte? Denn was wird ein Mensch als Lösegeld geben für seine Seele?" (Mark. 8,36. 37)....

 

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