Ist diese Welt noch zu retten? Umweltzerstörung und Lebenserhaltung, Peter Imming

  • Ist diese Welt noch zu retten? Umweltzerstörung und Lebenserhaltung, Peter Imming

gebraucht
Bestell-Nr:     BN0650
Autor:       Peter Imming
Titel:     Ist diese Welt noch zu retten? Umweltzerstörung und Lebenserhaltung
Preis:     2,10 €
ISBN:     3893975039
Menschen sitzen stundenlang verzweifelt auf der einzig verbliebenen Mauer eines eingestürzten Hauses und warten auf Hilfe. Braune Wassermassen tosen um sie herum. Solche Bilder brachte uns die so genannte "Jahrhundertflut".
Kaum jemand bestreitet, dass der Mensch durch seinen rücksichtslosen Raubbau an der Natur solche Katastrophen selbst verursacht hat.
Die Liste eines solchen Horrorsenarios scheint unerschöpflich.
und wird fast täglich länger: Raiioaktive Strahlung, Quecksilber im
Mund, Insektizide auf Acker und Wiese, Herbizide in Lebensmitteln, Benzol im Benzin,gentechnisch veränderte Lebensmittel
El Nitio, BSE u.v.a.
Was ist zu tun?
Müssen wir das drohende Ende wie
ein unausweichliches Schicksal hinnehmen?
Oder gibt es eine Zukunft für diese Erde?

Verlag:     clv
Jahr:     2002
Einband:     Taschenbuch
Seitenzahl:     96
Format:     18x11cm
Zustand:     wie neu

Und den »kleinen« leisen Katastrophen folgen die großen, lauten, nassen. Sintflutartigen Regen stehen anderswo verdorrende Landstriche gegenüber. Wie viel davon ist menschengemacht? Das Eis der Pole und die Gletscher der Berge schmelzen - nachweislich. Die Sahelzone frisst sich nach Süden. Industriegifte erobern die letzten Paradiese. »Seveso ist überall« war der Titel eines Bestsellers über eine Chemie-Katastrophe im Jahr 1978. Es ging um Dioxin (Abb. 1), das man seitdem an vielen Stellen gefunden hat, wo es besser nicht wäre: Sportplatzschotter, Transformatoranlagen, ... Eine andere Chemikalie mit dem zungenbrecherischen Namen Di-sec.-octylphthalat (Abb. 1) gehört zu den verbreitetsten Stoffen auf diesem Planeten - und das, obwohl sie noch keine hundert Jahre alt ist. Sie wird als Weichmacher für Kunststoffe aller Art verwendet. Damit das Plastik nicht steif und brüchig ist. Sogar im Speck arktischer Eisbären hat man Diisooctylphthalat inzwischen finden können. Es verteilt sich ganz wunderbar, wird nur sehr langsam abgebaut, setzt sich in Fettgewebe fest. Wirkung auf den Körper? Gesundheitsgefährdend? Man weiß es nicht. Aber es läuft ja ein großangelegter Langzeitversuch, das herauszufinden ...
Abbildung 1: Zwei sehr verbreitete Chemikalien: TetrachlordibenzoDioxin (links), das Seveso-Gift, und Di-sec.-octylphthalat, ein Weichmacher für Kunststoffe.
 
Umwelt-Tod: Das ist ein Tod, der sich langsam und unbemerkt heranschleicht, dann aber umso härter und unabwendbarer zuschlägt: Zu spät. ..:
Zu spät für den Aralsee im Süden der früheren Sowjetunion. Gigantische unsinnige Bewässerungsprojekte lassen ihn versalzen und vertrocknen - unwiderruflich (Abb. 2). Global gehen dem Planeten und der Menschheit jährlich landwirtschaftlich nutzbare Flächen von der Größe der Schweiz verloren.
Fläche (km2):
68000 28700
 
Volumen (km3):
1000 180
 
Salzgehalt (Gramm/Liter): 10 35
 
Abbildung 2: Der Aralsee - einst und jetzt ...1
 
Zu spät für viele Menschen entlang von Flüssen, die in künstliche Betten gezwungen wurden. Wenn die starken Regen kommen, tritt das Wasser mit zerstörerischer Macht über die Ufer - spült Häuser und Menschen weg. So alljährlich am Gelben Fluss in China.2 So im Jahr 2002 in Deutschland und Österreich. Bis zu 400 Liter pro Quadratmeter - solche monsunartigen Regenmengen kannte man in Mitteleuropa bisher nicht. Flüsse eroberten sich ihre Betten wieder und rissen dabei ganze Dörfer weg. Die wilde Weißeritz war irgendwann in Röhren und Kanäle gezwängt worden. Niemand in Dresden erinnerte sich an den ursprünglichen Verlauf dieses harmlosen Bächleins. Als im Erzgebirge die Schleusen brachen, nahm die Weißeritz wieder ihren Weg – mitten durch den Dresdner Hauptbahnhof. »ElbAuen« – ein romantisch klingendes Wort. Bis die Elbe ihre Auen wieder überflutete, wie sie es seit Menschengedenken nicht getan hatte. Dass »hinter dem Deich« gleich »unter dem Deich« ist,  entdeckten jetzt viele Dörfer und Städte schmerzlich, als sie überflutet wurden. Die Deiche waren zu niedrig oder brachen. 
 
Der Mensch dachte, die (Fluss-)Natur gebändigt zu haben, aber der Fluss war stärker. Wird sich das jetzt oft wiederholen, oder war es wirklich eine Jahrtausend-Flut? Klimaexperten rechnen damit, dass die Sommer in Mitteleuropa nass werden: Klimaerwärmung. 1998 war das wärmste Jahr seit Aufzeichnung 
der weltweiten Temperaturen vor rund 130 Jahren. Die durchschnittliche Wassertemperatur in den Ozeanen ist um etwa ein halbes Grad gestiegen. Mehr Wasser gelangt in die Atmosphäre und kommt dann sturzflutartig irgendwo wieder herunter. Es war Mittelmeerwasser, das Donau, Elbe, Moldau, Mulde, Weißeritz 
und andere anschwellen ließ.
Werden wir etwas dagegen tun können und wollen? Werden wir es so tun, dass es nicht noch schlimmer wird? Weitere Fluss- »Begradigungen« sind jedenfalls einstweilen aufgeschoben worden. Die Natur lässt sich nicht auf Dauer in ein schmales Bett zwingen …
Zu spät für die Energievorräte der Welt? Wie lange werden sie noch halten? Wie viele Kriege wird der Kampf ums Öl noch verursachen? Der Verbrauch an Energie hat sich innerhalb der letzten einhundert Jahre verzehnfacht. Jeder Mensch benötigt im Schnitt 2,5-mal soviel Energie wie im Jahr 1900. Ein Deutscher jagt jedes 
Jahr etwa elf Tonnen Kohlendioxid in die Luft, ein Chinese rund ein Viertel davon. Zwar streiten sich die Experten noch, aber der 
im letzten Jahrhundert ungeheuer angestiegene Energieverbrauch scheint tatsächlich die genannte Klimaerwärmung hervorzurufen. 
Einerseits direkt, weil alle verbrauchte Energie zu Wärmeenergie wird. Andererseits indirekt durch erhöhten Kohlendioxidgehalt 
der Luft (Treibhauseffekt).
Zu spät für die letzten sibirischen Tiger – Wilderei und Zerstörung ihrer Lebensräume werden sie bald zu einer ausgestorbenen Tierart gemacht haben. Eine der schönsten und stolzesten, die je gelebt haben. Sie sind nicht allein: Elf Prozent der etwa 4000 Säugetierarten sind bedroht.
Zu spät für die junge deutsche Studentin, die sich Ende 1999 auf einer Urlaubsreise durch Westafrika mit dem Lassa-Virus 
infizierte. Ihr tragischer Tod machte uns schlagartig bewusst, dass Bürgerkriege und die Zerstörung von Ökosystemen die 
Verbreitung dieses und anderer gefährlicher Keime fördern.
 Das Virus zirkuliert normalerweise in der Vielzitzenratte. Die Ratten erkranken nicht selbst, haben aber Millionen von Lassa-Viren im Blut, die über den Urin in die Umwelt gelangen. Sind Menschen auf der Flucht (in Sierra Leone zeitweise die Hälfte der Bevölkerung), dann können Lebensmittel nicht mehr ordnungsgemäß gelagert werden. Gleichzeitig bieten verlassene Dörfer mit noch vollen Getreidesilos den Ratten eine üppige Nahrungsquelle. Umgekehrt versuchen die fliehenden, hungernden Menschen mit Fallen alle möglichen Tiere zu fangen, auch Vielzitzenratten. Beim Kontakt mit den Ratten kommt es leicht zur Infektion. Laut immunologischen Reihenuntersuchungen sind in Staaten wie Guinea, Liberia und Sierra Leone 10-35% der Bevölkerung mit dem Virus in Kontakt gewesen. Abgesehen von denen, die nicht mehr untersucht werden konnten, weil sie dem Virus zum Opfer gefallen waren … Das Lassa-Fieber ist nur ein Beispiel unter vielen dafür, dass eine Veränderung im natürlichen Gleichgewicht einer Tierart eine ursprünglich seltene Krankheit zu einer Volksseuche werden lässt. Wenn nämlich diese Tierart einen gefährlichen Erreger beherbergt. So lange Bürgerkriege und Zerstörung der Umwelt in 
Westafrika Hand in Hand gehen, werden die Vielzitzenratte und das Lassa-Virus auf dem aufsteigenden Ast bleiben.
 
Zu spät für Theiß und Donau. »Wir waren sicher, dass der Damm der Kläranlage tausend Jahre hält«, sagte der rumänische Umweltbeauftragte Ioan Gherghes.4
 Er hielt nur von Mitte 1999 bis Anfang Februar 2000. Dann trat nach anhaltenden Schneeregen eine cyanid- und schwermetallhaltige Giftlauge aus 
und zerstörte auf lange Zeit alles Leben in der ungarischen Theiß, die von Anglern wegen ihres Fischreichtums gerühmt wurde. Die 
Giftlauge stammte aus dem Auffangbecken einer Goldmine. Nun schieben sich der Betreiber der Mine und die rumänische und 
ungarische Regierung gegenseitig die Schuld in die Schuhe. Der Umwelt hilft der Streit nicht mehr; er hinterlässt nur ein zusätzliches ätzendes Gefühl beim Beobachter.
Zu spät für unsere ganze Atmosphäre? Atmen wir ihre letzten Tage, bevor Chlorkohlenwasserstoffe, Verbrennungsgase und der Treibhauseffekt das Gleichgewicht der Atmosphäre und der Temperaturregelung umkippen? Aufnahmen aus dem Weltall 
zeigen einen hauchdünnen wunderschönen Flor um unseren Planeten – die Luft, von der wir leben.
Der blaue Planet ist ein schöner Planet. Voller Farben, Leben und Wärme. Sind wir dabei, ihn kaputtzumachen – für immer? 
Sind wir noch zu stoppen? Können wir uns gegenseitig stoppen, indem möglichst viele Menschen und Völker zusammenarbeiten? 
Den »Gipfel der geplatzten Träume« nannte der Spiegel  den Umwelt-Weltgipfel in Johannesburg. Es war eine Megakonferenz, zu der sich im August 2002 rund 50000 Teilnehmer samt 100 Staats- und Regierungschefs trafen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz nannte ihn nachher den »Gipfel der nachhaltigen 
Enttäuschung«.
Also wir scheinen Hilfe zu brauchen bei dem dringenden Anliegen, diese Welt lebensfähig zu erhalten. Will uns überhaupt jemand 
helfen? Hilft uns kein Gott, unsre Welt zu erhalten? Wollen wir Hilfe? Oder bekommen wir die Lage »alleine« in den Griff? 
»Alleine« wäre schade – wo es jetzt schon so aussieht, als gäbe es bald nur noch eine Tierart auf der Erde: den Menschen. Mehr 
Vielfalt wäre schöner – nicht nur wir »allein«. Sondern jeder und alles, was Leben hat – und Leben gibt.
 
Kapitel 2
Umweltzerstörung ist Verlust
 
 

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