Führe mich Deinen Weg 2 Erzählungen Gedanken Gedichte, Paul Waltersbacher

  • Führe mich Deinen Weg 2 Erzählungen Gedanken Gedichte, Paul Waltersbacher

gebraucht
Bestell-Nr.: BN4006
Autor/in:    Paul Waltersbacher
Führe mich Deinen Weg 2 Erzählungen Gedanken Gedichte
Preis:    5,00 €
ISBN:    9783892877325 (früher: 3892877327)
Format:    21 x 14 cm
Seiten:    222
Gewicht:    370 g
Verlag:    CSV
Erschienen:    1986
Einband:    Hardcover
Sprache:    Deutsch
Zustand:    leichte Gebrauchsspuren

Geschichten aus dem Leben, kurze Texte zur Besinnung, zahlreiche Gedichte, Gedanken und Zitate, zwei Lieder mit Noten sowie biblische Fragen und Antworten bilden den vielfältigen Inhalt dieses zweiten Bandes» Führe mich Deinen Weg«. Ein Lese-und Vorlesebuch, das zur Annahme des Evangeliums einladen und zu einem Leben in der Nachfolge des Herrn ermuntern möchte.

Bilder von Ludwig Richter, an denen jung und alt ihre Freude haben, sind in den Text eingefügt und geben dem Buch eine gefällige Gestaltung.

Inhaltsverzeichnis:  
Der eigne Weg ( Gedicht) Deine Lebensgeschichte
Zwei für einen Werdet wie die Kinder . .
Wir ruhn in Dir ( Gedicht) Stößt du dich an anderen?
Alabama Die Finger (Gedicht)
Glückliche Stunden Versäumte Pflicht
Saatzeit Laßt euer Licht leuchten .
Gehe hin in Gottes Namen (Gedicht) Wie ist die Welt so groß und so gewaltig! (Gedicht) .
Die verwechselte Arznei Man sollte
Bitte für den Tag (Gedicht) Ein origineller Prediger
Der Blumenstrauß Murre nicht
Ultima latet Der allein weise Gott.
In Gottes Namen fahren wir (Gedicht) Reich belohnt
Es geschah aber Ich und mein Haus (Gedicht)
Der Rabe Dem Herrn dienen.
Ohne Kreuz (Gedicht) Winke für Eltern
Wahre Ruhe Der Vater kommt!
Gott ist für uns Ein Christ heißen .
Im Osten flammt empor der goldne Morgen (Gedicht) Das Beste, was wir haben
Solange die Fackel leuchtet Gott schließt der Zukunft Tore auf (Lied)
Heut lebst du, heut bekehre dich (Gedicht) Das Kräutlein Geduld (Gedicht)
Ein Königssohn Das Singen verlernt
Euer Kaiser-mein Vater »Aber alle!«   
Die Frage nach des Lebens Sinn (Gedicht) . Daheim beim Herrn
Von Mohammed zu Christus Durch manche Länderstrecke (Gedicht)
Die Bibel, Gottes Buch Es ist genug!
Es ist in keinem andern Heil (Gedicht) Das altmodische Evangelium
Anbetend schaut mein Glaube (Lied) Es ist vollbracht! ( Gedicht)
Gottes Antwort im Telegramm Biblische Fragen
Teuer erkauft Ich habe nichts
Eine ungewöhnliche Versteigerung Soll ich denn mitleeren Händen (Gedicht)
Man verliert viel durch den Glauben Zwei Särge
Himmelslicht (Gedicht) Ewiges Leben
Die »blinde Maria« . Ich hab Ihn treu erfunden (Gedicht)
Vertrauen(Gedicht) Überströmende Gnade
Segen der Trübsal Was Sünde ist(Gedicht)
Beim Diamantschleifer Wie zwei Jesus fanden
Der Friede Feste Zuversicht
Still, nur still ( Gedicht) Ich komme bald! ( Gedicht)
Sind die Gedanken frei? Non amisi
Im Sommer(Gedicht) Spätherbst (Gedicht)
Das Vermächtnis des Kriegers Wie mich Gott gerufen hat.
Klag deine Not (Gedicht) Wie wird uns sein ( Gedicht)
Gebetsrundgang . . . . . . . . Aufhoher See.
Der verborgene Quell ( Gedicht) Ein herrliches Trostwort
Worte eines Universitätsprofessors Heimfahrt(Gedicht)
Er lebt! (Gedicht) ........ Unerwartet
Die Decke des Indianers Abendruhe nach des Tages Lasten ( Gedicht)
Die Schätze der Jugend (Gedicht) Et cetera
Eine zufällige Predigt Klein und kleiner ( Gedicht)
Kannitverstan Antworten zu den biblischen Fragen
Ein Christ hat (Ausspruch Luthers) Quellenangabe
Der eigne Weg - ich hab gesehen,
wie manchen er zu Fall gebracht.
Erst ist es ein gar sonnig Gehen,
dann aber düstre, dunkle Nacht.

Der eigne Weg - auch ich erwählte
ihn öfters schon, bis ich erfuhr,
daß mir der Segen Gottes fehlte
auf solcher selbstgewählter Spur.

Nun ist's mein inniges Begehren,
das stündlich ich im Herzen heg:
Herr, wollest meinem Fuße wehren,
wenn er betritt den eignen Weg!

Und wollest meine Augen rühren
zum rechten Sehn im Weggewühl
und dann mich fassen und mich führen
auf Deinem Weg ans sel'ge Ziel!

G. H.
Aus »Botschafter des Heils in Christo«

Zwei für einen
Ruhig, klar und schön war nach einer unruhvollen Nacht mit tobendem und heulendem Sturm und strömendem Regen der Morgen angebrochen. Es war ein wahrer Orkan gewesen. Er hatte Bäume entwurzelt und alles, was sich ihm in den Weg stellte, zerbrochen oder niedergeworfen. Unheimlich heulte er in den Kaminen; unsere Herzen waren voll banger Angst, um so mehr, als wir durch das Tosen des Sturmes und das Donnern der Wogen hindurch Hilferufe vernahmen, die es uns nur zu sehr zur Gewißheit machten, daß draußen ein Schiff mit den Wellen kämpfte und daß Menschen, vielleicht auch Frauen und kleine Kinder, den Schrecknissen des Todes ins Auge schauten. Wie mancher mochte da in der Dunkelheit ein nasses Grab finden! Auch die Rettungsmannschaft hörten wir hinausziehen und hätten uns gern mit aufgemacht; aber was sollten schwache Frauen bei solchem Sturm ausrichten?
Als der Morgen anbrach, ging ich an den Strand. Der Sturm war vorüber, und glänzend schien die Sonne aufs Meer, in dem ihre Strahlen leuchteten und zitterten, als ob es mit Edelsteinen geziert sei. In den Feldern sangen lieblich die Vögel, und es mochte scheinen, als wäre der nächtliche Sturm nur ein böser Traum gewesen. Aber was ich am Strand antraf, belehrte mich eines anderen; da waren Spuren genug von Untergang und Verderben.
Traurig betrachtete ich die angeschwemmten Trümmer. Wie viele Menschen werden dem Tod entronnen sein? Wie viele mochten wohl im lebendigen Glauben an Jesus Christus gestanden sein von denen, die an Bord des verunglückten Schiffes gewesen waren?

Da näherte sich mir ein Fischer. Ich wandte mich um und fragte ihn nach den Ereignissen der verflossenen Nacht. Er erzählte mir von den kühnen Rettungsversuchen, die sie gemacht hatten, und von dem nur geringen Erfolg. Als ich meine Betrübnis über die armen Menschen aussprach, die nicht gerettet werden konnten, sagte er in sehr ernstem Ton zu mir:
»Nehmen Sie es mir bitte nicht übel, wenn ich mir eine einfache Frage erlaube. Sind Sie selbst gerettet? Ich meine«, fügte er hinzu, »kennen Sie den Herrn Jesus?«
Über diese Frage freute ich mich sehr, zumal ich ihm versichern konnte, daß sein Heiland auch der meine sei; und als wir dann über diesen Einen, der uns beiden so teuer war, gesprochen und uns herzlich die Hände gedrückt hatten, fragte ich ihn, wie lange er seinen Heiland schon kenne und wie er Ihn eigentlich gefunden habe. »Es sind ungefähr fünf Jahre her«, erzählte er, »seitdem der Herr meinen Leib einem nassen Grab und meine Seele der Hölle entriß. Ich vergesse es nie. Es hat viel gekostet, daß ich errettet wurde. Es mußten zwei für mich sterben!«»Zwei?« fragte ich erstaunt. »Ja, zwei«, antwortete er. »Mein Heiland starb für mich vor mehr als 1900 Jahren auf Golgatha; und mein Kamerad starb für mich vor fünf Jahren, und das erst brachte mich zu meinem Heiland.« Als er sah, daß ich gespannt seinen Worten lauschte, fuhr er fort: »Es war gerade solch eine Nacht wie die verflossene, als ich mich mit meinem Kameraden und verschiedenen Reisenden an Bord der >Ariadne< befand, die damals an der Küste von Schottland strandete. Wir hißten die Notflagge und feuerten Kanonenschüsse ab, worauf auch einige Männer am Land das Rettungsboot ins Wasser ließen und sich uns zu nähern suchten. Wir zweifelten daran, daß sie uns erreichen würden; aber sie ließen nicht nach, und Gott half, daß es ihnen gelang. Mit Mühe brachten wir die Frauen und Kinder in das Boot, das dann wieder zurückfuhr. Das zweitem al wurden die übrigen
Reisenden aufgenommen. Dann wurde es uns klar, daß einige von der Mannschaft nicht mehr gerettet werden konnten, da bei der dritten Fahrt des Bootes nicht alle darin Platz finden würden; und ehe es zum viertenmal kam, mußte, das stand uns klar vor Augen, das Schiff in Trümmer gegangen sein. Wir losten, wer bleiben sollte. Mich traf das Los, mit noch drei anderen an Bord des sinkenden Schiffes zurückbleiben zu müssen. Finsternis und grausiger Schrecken erfüllte meine Seele. Alle Sünden meines Lebens standen wider mich auf. Ich war kein Feigling, und kein Zeichen der Angst war an mir zu entdecken. Aber wissen Sie, der Gedanke, bald vor Gott treten zu müssen, war mir schrecklich.

Ich hatte einen Kameraden, der den Herrn Jesus lieb hatte. Er hatte so oft mit mir über das Heil meiner Seele geredet; aber ich verlachte ihn und antwortete ihm, daß ich nicht gewillt sei, mir durch solche Duckmäuserei alle die Freuden des Lebens verderben zu lassen. Aber jetzt wagte ich nicht, ihn zu bitten, daß er für mich den Herrn anriefe, obgleich er sich dicht an meine Seite stellte. Und merkwürdigerweise sprach er jetzt kein Wort von Jesus zu mir. Erst nachher verstand ich es, weshalb er das nicht tat. Sooft ich ihn anblickte, lag eine mir unerklärliche Ruhe auf seinem Gesicht. Voll Bitterkeit dachte ich: Er hat gut lachen, er wird gleich im Rettungsboot Platz finden und wird gerettet werden. 0 wie konnte ich so falsch von Heinz denken. Jetzt näherte sich das Rettungsboot und legte wieder an; diejenigen, die ein günstiges Los gezogen hatten, stiegen nacheinander ein. Auch Heinz kam an die Reihe; aber anstatt selbst zu gehen, faßte er mich plötzlich am Arm und drängte mich vorwärts. )Geh du für mich in das Bootaber Fritz, daß ich dich im Himmel wiedersehe! Du sollst nicht sterben und verlorengehen; ich will gern sterben, denn mit mir ist alles in Ordnung!<
Ich zögerte, darauf einzugehen. Aber es war keine Zeit zu verlieren; man drängte mich vorwärts. Der Kamerad, der nach Heinz einsteigen wollte, trieb mich an. Heinz wußte, daß es so kommen würde, deshalb hatte er mir nichts von dem gesagt, was er zu tun beabsichtigte. Wenige Sekunden später war ich schon im Rettungsboot. Und kaum hatten wir das Schiff verlassen, als es in die Tiefe versank und mit ihm Heinz, mein lieber, treuer Kamerad.
Ich weiß, er ging zu Jesus; aber er starb für mich! Ja, für mich starb er! Sagte ich Ihnen nicht die Wahrheit? Für mich sind zwei gestorben.

Einen Augenblick hielt er inne; seine Augen füllten sich mit Tränen. Er versuchte nicht, sie zu verbergen. Es waren Dankestränen. Dank gegen den, der für ihn in den Tod ging. Auch ich war tief bewegt. »Und dann?« fragte ich nach einer Weile. »Dann«, sagte er, »als ich das Schiff sinken sah, sprach ich in meinem Herzen zu Gott : Wenn ich glücklich ans Land komme, soll Heinz nicht vergeblich gestorben sein. O Gott, laß mich ihn droben wiedersehen! - Und Gott wußte die Wege, auf denen ich dahin kam, daß mein Freund nicht vergeblich für mich gestorben war.«
»Dauerte es lange«, fragte ich, »bis Sie den Heiland fanden?«
»Es dauerte nicht lange, aber es schien doch damals sehr lange.
Ich wußte nicht, wo und was ich anfangen sollte. Das Bild, das mir Tag und Nacht vorschwebte, war mein Kamerad, wie er mit einem friedevollen Lächeln auf dem Gesicht in den Tod ging. Ich konnte es nicht mehr loswerden. Sie werden es wohl begreifen, daß ich in jener Zeit mehr an Heinz als an den Herrn dachte. Und wenn meine Kameraden mich aufforderten, die alten Wege wieder zu gehen, zu trinken und zu spielen, dann sagte ich zu ihnen: >Ich kann nicht mehr, denn mein Freund starb, damit ich Zeit gewinnen möge, mich auf den Himmel zu bereiten. Und dahin komme ich auf jenen Wegen nicht; ich will aber nicht, daß Heinz umsonst für mich gestorben ist.Fritz, daß ich dich im Himmel wiedersehe!< Da dachte ich: Heinz muß doch geglaubt haben, daß es für mich noch nicht zu spät sei; er kannte ja Gott und Sein Wort ebenso wohl wie mein Leben.

Ich schlug die Bibel wieder auf; ich las und las und hörte nicht mehr auf zu lesen. Ich benützte alle meine freie Zeit zum Lesen, sooft ich einige Minuten erübrigen konnte. Endlich kam ich an die Geschichte von den beiden Schächern, von denen der eine noch Gnade fand. Da dachte ich: Das war ein Mann, der ungefähr ebenso schlecht war, wie ich bin. Und zum erstenmal fiel ich auf meine Knie und betete: >Herr, ich bin so schlecht wie jener Schächer; willst Du mich nicht auch retten wie ihn?<
Als ich vom Gebet aufstand und die Bibel wieder zur Hand nahm, fiel mein Blick auf die Worte: >Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradiese sein.< Ich nahm sie als Antwort auf mein Gebet und glaubte nun, daß der Herr mich angenommen habe; denn ich war fest überzeugt, Jesus habe mir diese Worte sagen lassen, um mich der Vergebung meiner Sünden gewiß zu machen. Ich fiel nochmals auf meine Knie und dankte Ihm von ganzem Herzen.
Anfangs war ich sehr unwissend; aber nach und nach erkannte ich den Weg des Heils immer deutlicher. Sie werden sich vielleicht darüber wundern, daß ich in religiösen Dingen so unwissend war. Ich hatte keine frommen Eltern. Ich wurde früh Waise und kam dann auf die See. Nie hatte ich eine Bibel besessen und bin fast wie ein Heide aufgewachsen; Heinz predigte mir durch Wort und Wandel, aber vergeblich. Ich dachte, daß man in den Himmel käme, wenn man gut sei und zuweilen bete; deshalb versuchte ich, gut zu werden. Aber wie konnte ich ohne Glauben von der Sünde loskommen! Da starb Heinz für mich, und ich fing ernstlich an, an die Ewigkeit zu denken, und erkannte die Kraft des Blutes Christi. Zuerst war es meines Freundes Tod, daß ich von meinem Sündenschlaf erwachte; aber dann, ja dann war es der Tod eines anderen, es war der Tod meines Heilands, der meine Schuld bedeckte. Jetzt weiß ich, daß mein Leben dem Herrn gehört. Er hat mich durch Sein Blut erkauft und mir ewiges Leben erworben. Ich freue mich deshalb, droben vor allem den Heiland zu sehen, dann aber dort auch Heinz zu begrüßen, wie er mich bat, als er für mich starb.«
Diese wahre Begebenheit zeigt uns klar und deutlich, was wir zu tun haben, um gerettet und selig zu werden. Für diesen Fischer sind zwei gestorben, sein Freund Heinz und der Herr Jesus. Für mich und für dich und für alle Menschen ist einer gestorben, Jesus, der Sohn Gottes.
Wie nun Heinz zu seinem Freund sagte: »Aber Fritz, daß ich dich im Himmel wiedersehe! Du sollst nicht sterben und verloren gehen; ich will gern sterben, mit mir ist alles in Ordnung!«, so sagt der Herr gleichsam zu mir und zu dir: »Sorge, daß du zu mir in den Himmel kommst! Laß das Opfer, das ich gebracht habe, für dich nicht vergeblich sein! Laß es dir nicht zum Gericht werden, sondern zur Rettung dienen!«
»Der liebe, treue Heinz soll nicht vergeblich für mich gestorben sein«, erklärte der Fischer und ging von da an den Weg des Lebens.

Gott aber erweist Sei n e Liebe gegen uns darin, daß Christus, da wir noch Sünder waren, 
für uns gestorben ist. Römer 5, 8
Wr ruhn in Dir, Du unser Schild und Retter,
wir ziehen nicht allein in Kampf und Streit.
Uns schirmt Dein Arm, bedroht uns Sturm und Wetter;
wir ruhn in Dir und überwinden weit.

Du unser Hort, der uns das Heil gegeben,
Dein Name ist für uns das Reichspanier,
Du unser Fels, Gerechtigkeit und Leben,
all unsre Quellen, Jesus, sind in Dir.

Wir gehn im Glauben vorwärts, Dir vertrauend,
und bringen nichts als unsre Schwachheit mit.
Doch jubeln wir, auf unsern Heerfürst schauend:
Wir ruhn in Dir, Du führst uns Schritt für Schritt.

Wir ruhn in Dir, es kann uns nichts geschehen,
Du schirmest uns in Angst und Not und Leid.
Und wenn wir durch die Perlentore gehen,
so ruhn wir stets bei Dir in Ewigkeit.

Aus "Botschafter des Friedens«


Alabama
Ein Indianerhäuptling floh, von einem Präriebrand verfolgt, schnell wie der Wind auf seinem Pferd über die Ebene; ein breiter Strom lag vor ihm, er schwamm hindurch, und als er sich am anderen Ufer vom Pferd auf den Boden warf, rief er mit einem Seufzer der Erleichterung: »Alabama!« (d. h. »Hier kann ich ruhen«) Noch lebt dieser Name als einer der Staaten Amerikas; aber der Häuptling, der ihn gegeben, sah bald nachher feindliche Stämme gegen sich heranziehen, und das Alabama, das er gefunden hatte, wurde das Grab seiner Gebeine.

Vergeblich, lieber Leser, sucht und jagt das menschliche Herz in dieser Welt nach einem Ruheort. Auf dieser Erde gibt's kein »Alabama«, weder in ihren Schätzen noch in ihren Vergnügungen. Nur in Jesus Christus gibt Gott dem Herzen Ruhe. Und auch der Gläubige sucht und findet die vollkommene Ruhe erst droben in des Himmels Herrlichkeit. Dorthin sehnt sich das Herz, wo Jesus ist, der hier schon auf Erden dem Gläubigen für sein Gewissen und Herz Ruhe und Frieden verleiht.
 

Kommet her zu mir alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ICH werde euch Ruhe geben,
Matthäus 11,28


Glückliche Stunden
Ein frommer Bauer beherbergte einst einen Prediger, der in jenem Dorf das Wort Gottes verkündigte und im Segen wirkte. Der Gast fühlte sich in der Familie des Bauern wohl und fand auch das Haus mit den großen, hellen Zimmern sehr schön. Nur eins kam ihm seltsam vor: in das neue Haus hatte der Bauer eine alte Treppe einbauen lassen. Er fragte den Hausvater: »Warum haben Sie denn die alte Treppe hier einbauen lassen?«
Dieser erwiderte: »Ja, das hat seinen guten Grund. Es ist mir sehr schwer geworden, mich überhaupt von dem alten Haus zu trennen, in dem meine Eltern und Großeltern schon gewohnt haben und in dem meine Wiege stand. Da es aber baufällig wurde, mußte ich mich zum Neubau entschließen. Von der alten Treppe jedoch konnte ich mich nicht trennen, denn sie ist unsere Segens stiege. Sehen Sie hier in dieses Geheimfach hinein.« Damit hob der Bauer eine der Stufen in die Höhe, der man es nicht ansehen konnte, daß sie sich wie ein Deckel auf- und zuklappen ließ.
Der erstaunte Prediger sah hinein in den Kasten, und was sah er? Eine alte, vielgebrauchte Bibel und ein Gesangbuch lagen darin. Ehrfurchtsvoll nahm der Bauer die beiden Bücher heraus, hielt sie dem Prediger hin und sagte: »Das sind die Heiligtümer unseres Hauses. Sie haben uns manche glückliche Stunde eingebracht, und wir wollen sie um keinen Preis missen. Dieses Geheimfach aber hat mein Urgroßvater in die Treppe eingebaut, denn in seinen Tagen war das Lesen in der Heiligen Schrift und der Gesang evangelischer Lieder verboten. Die Reiter des...

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