In Sprachen reden? G Steidl

  • In Sprachen reden? G Steidl
gebraucht
Bestell-Nr.: BN7168
Autor/in: G Steidl
Titel: In Sprachen reden?
Preis: 4,50 €
Format: 18 x 12 cm
Seiten: 24
Gewicht: 40 g
Verlag: Ernst-Paulus-Verlag
Erschienen: 1997
Einband: Heft/Zeitschrift
Sprache: Deutsch
Zustand: leichte Gebrauchsspuren
In Sprachen reden?
G. Steidl
 
Titel der Originalausgabe: „Tongues“ (Verlag „Grace and Truth, Danville, Illinois, USA)
Die französische Übersetzung „Parler en langues“ erschien 1986 in Vevey und Valence bei dem Verlag „Bibles et Publications Chrétiennes“
Sonderdruck aus „Hilfe und Nahrung“ 1997
Óby: Ernst-Paulus-Verlag, Haltweg 23, D-67434 Neustadt/Weinstrasse 1.Auflage 1997 Best.-Nr: EPV - 50459
 
Vor diese Frage sieht sich jeder Christ gestellt, der über das Phänomen der Sprachen nachdenkt. Das Reden in Sprachen (oder Zungen) hat längst die Grenzen der Pfingstkreise überschritten und ist fast überall in der Christenheit anzutreffen. Es steht nicht im Zusammenhang mit einer strukturierten Organisation, ist vom Ursprung her und in der Praxis keineswegs einheitlich und deshalb nicht leicht zu definieren. Seine entschiedensten Verfechter behaupten, das Zungenreden (d. h. das Benutzen von Worten, die für andere unverständlich sind) sei der einzige sichere Beweis dafür, daß jemand den Heiligen Geist empfangen hat; alle, die nicht in Zungen reden, seien also keine Christen im vollen Sinn des Wortes. Andere, die gemäßigter sind, räumen ein, das Zungenreden sei nur eine der Gaben des Geistes, und deshalb würden nicht alle Christen diese Erfahrung machen. Billigerweise muß man sagen, daß eine große Zahl derer, die in Zungen reden, versichern, dem Herrn Jesus als ihrem Heiland anzugehören und die Bibel als das inspirierte Wort Gottes zu betrachten. Man kann solche Menschen aber auch unter den liberalen Protestanten finden, ebenso in den katholischen Kirchen, ja sogar in nicht-christlichen Religionen. Zuweilen gefällt es sogar Leuten, die sich weder um Gott noch um Religion kümmern, psychische Sensationen durch eine Erfahrung im Sprachenreden zu suchen. Auch unter denen, die dem Phänomen des Zungenredens widerstehen, findet man eine Menge verschiedener Meinungen und Haltungen. Gewisse Psychologen vertreten die Ansicht, es sei eine Praxis, die zu Unordnung im Gefühlsleben und sogar zu Depressionen führt. Unter den evangelischen Christen trifft man häufig widersprüchliche Empfindungen in Bezug auf diese Erscheinungen: Einige machen sich darüber lustig; andere fürchten sie; wieder andere beunruhigt eine geheime Frage: „Habe ich vielleicht versäumt, in meinem Christsein eine lebenswichtige Erfahrung zu machen? Fehlt in meinem Leben die Fülle des Heiligen Geistes?" Viele Gläubige sind überzeugt, daß das heutige Zungenreden auf eine Aktivität Satans und seiner Werkzeuge zurückgeht. Ein Schreiber nennt sie „eine neue Erscheinungsform der List Satans, bei der das Ich im Vordergrund steht und wobei echte geistliche Werte durch eine künstliche Erregung ersetzt werden; ein starkes Bedürfnis nach sensationellen Emotionen tritt auf diese Weise an die Stelle des Nachsinnens über das Wort Gottes und wird ein Hindernis für das geistliche Wachstum und die Reife".
Für jeden Christen, der den Wunsch hat, das Wort Gottes zu erforschen und zu befolgen, stellt sich die entscheidend wichtige Frage: „Inwieweit ist die Erfahrung der übernatürlichen Sprachen, wie die Bibel sie berichtet, vergleichbar mit der Erfahrung charismatischer Milieus?" Wenn wir uns die Schriftstellen, die von diesem Thema reden, näher ansehen und sie miteinander vergleichen, wird uns das helfen, auf diese Frage zu antworten.
 
Wozu die Sprachen?
Wir beginnen unsere Untersuchung, indem wir den einzigen Vers in der ganzen Bibel zitieren, der uns speziell den Zweck der Gabe des Sprachenredens vorstellt: „Daher sind die Sprachen zu einem Zeichen, nicht den Glaubenden, sondern den Ungläubigen ..." (1.Kor 14,22). Wir werden diesen Vers später etwas genauer ansehen. Im Augenblick möchte ich einfach vorschlagen, ihn im Auge zu behalten, wenn wir die verschiedenen Stellen im Neuen Testament betrachten, die sich auf das Sprachenreden beziehen. Wir werden über die Schönheit und Genauigkeit des Wortes Gottes staunen, wenn wir sehen, wie diese Stellen miteinander übereinstimmen. In jedem Fall, der erwähnt wird, diente die Gabe der Sprachen als Zeichen für die Ungläubigen.
Noch ein Wort über die Bedeutung des Wortes „Sprachen". Es ist die Übersetzung des griechischen Wortes „glossa", das in der Schrift in dreifachem Sinn vorkommt:
1. Zunge als Sprechorgan: Markus 7,33.
2. Sprache: Offenbarung 5,9.
3. Die übernatürliche Gabe, Fremdsprachen zu sprechen, ohne sie gelernt zu haben: 1. Korinther 12,10.
Wir beschäftigen uns hier nur mit der dritten Bedeutung. Dazu lesen wir folgende Stellen:
Markus 16,17: „... sie werden in neuen Sprachen reden ..." Nachdem der Herr Jesus Seinen Jüngern den Auftrag gegeben hatte, in der ganzen Welt zu predigen und zu taufen, erwähnt Er gewisse Zeichen, die denen folgen würden, die glauben. Eines davon war: „Sie werden in neuen Sprachen reden." Mit anderen Worten, sie würden die Fähigkeit empfangen, Sprachen zu sprechen, die sie nie gelernt hatten.
Die ersten Kapitel der Apostelgeschichte erwähnen Zeichen, durch die Gott den Dienst der Apostel bestätigte, als sie anfingen, das Evangelium zu verbreiten, speziell unter den Juden. Damit beglaubigte Er diese kleine Schar „ungelehrter und ungebildeter" Männer als die Werkzeuge, durch die Er etwas völlig Neues in die Mitte einer feindlichen Welt einführte. Der alte Wein des Judentums wurde ersetzt durch den neuen Wein des Christentums. Mittels der Zeichen erklärte Gott das Judentum als reif für das Gericht und drückte Sein Siegel auf die Boten des Christentums. Man könnte nun die Frage stellen: Brauchen die Prediger des Evangeliums heute nicht auch Zeichen, die ihren Dienst begleiten? Ein Wort des Apostels Paulus an die Thessalonicher gibt uns die Antwort: „Unser Evangelium war nicht bei euch im Wort allein, sondern auch in Kraft und im Heiligen Geist und in großer Gewißheit, wie ihr wißt, was wir unter euch waren um euretwillen" (1.Thess 1,5). Wenn wir Christen das Evangelium, das wir predigen, durch das Leben, das wir führen, empfehlen, brauchen wir keinerlei äußere Unterstützung vor einer Welt, die uns beobachtet. Gott will auch heute noch in Kraft wirken zum Heil verlorener Seelen, und wir brauchen keine Zeit und Energie damit zu verlieren, Zeichen und Wunder wieder zu beleben, die Er zur Einführung des Christentums für gut befunden hatte. Apostelgeschichte 2,1-12: „... Und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist ihnen gab auszusprechen." Am Pfingsttag ist der Heilige Geist gemäß der Verheißung Christi gekommen und hat alle Gläubigen zu einem Leib getauft. Sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und begannen, in anderen Sprachen zu reden. Auf dieses besondere Zeichen hin gerieten die Juden aus allen Nationen, als sie die Jünger in ihren eigenen Sprachen .reden hörten, außer sich und sagten zueinander: „Siehe, sind nicht alle diese, die da reden, Galiläer? Und wie hören wir sie, ein jeder in unserer eigenen Mundart, in der wir geboren sind ... wie hören wir sie die großen Taten Gottes in unseren Sprachen reden?" Petrus benutzte die Gelegenheit, um das Evangelium zu verkündigen, und dreitausend Menschen kamen zum Glauben. Es ist jedoch bemerkenswert, daß Petrus nicht in einer besonderen Sprache predigte. Gott bediente sich einfach dieser Gelegenheit, um durch das Zeichen der Sprachen Seine Diener den Juden gegenüber zu beglaubigen. Das ist in völliger Übereinstimmung mit Markus 16,17, Hebräer 2,3-4 und 1. Korinther 14,22. Apostelgeschichte 2,41-47: „Die nun sein Wort aufnahmen, wurden getauft ... Sie verharrten aber in der Lehre der Apostel ..." Wir hören hier nichts davon, daß diese dreitausend Juden, die geglaubt haben, bei dieser Gelegenheit in Sprachen geredet hätten, obwohl sie viele andere Dinge taten, die ihr geistliches Wachstum und ihre Freude im Herrn unter Beweis stellten. Dasselbe gilt für die Fünftausend in Apostelgeschichte 4,4. In Vers 31 dieses Kapitels, als die Jünger, nachdem sie gebetet hatten, mit Heiligem Geist erfüllt wurden und das Wort Gottes mit Freimütigkeit redeten, wird nichts davon gesagt, daß jemand in Sprachen geredet hätte. Ebenso ist es mit den Gläubigen, die dem Herrn hinzugetan wurden (Apg 5,14), mit den Jüngern, deren Zahl sich in Jerusalem sehr mehrte (Apg 6,7), mit den Bekehrten in Samaria und dem Kämmerer aus Äthiopien (Apg 8). Nirgends wird gesagt, daß einer von allen diesen in Sprachen geredet hätte. Apostelgeschichte 9,1-22: „... damit du wieder sehend und mit Heiligem Geist erfüllt werdest." Die Bekehrung des großen Apostels Paulus verdient eine besondere Erwähnung. Das Wort sagt nicht, daß er bei dieser Gelegenheit in Sprachen geredet hätte, obwohl er wieder sehend und mit Heiligem Geist erfüllt wurde. Aus 1. Korinther 14,18 wissen wir aber, daß Paulus in Sprachen redete. Wir werden noch darauf zurückkommen. In Apostelgeschichte 9,42 findet sich bei denen, die in Joppe an den Herrn Jesus glaubten, kein Hinweis auf das Sprachenreden, obwohl die Auferweckung der Dorkas gewiß großen Eindruck auf sie gemacht hat.
 
Haben wir bemerkt,  daß  das  Sprachenreden  in den ersten neun Kapiteln der Apostelgeschichte nur bei einer einzigen Gelegenheit erwähnt wird, nämlich am Pfingsttag in Kapitel 2? Und das Evangelium ist doch bei vielen Gelegenheiten in Kraft verkündigt worden! Von manchen Personen, die an Christus glaubten, wird gesagt, daß sie mit Heiligem Geist erfüllt wurden. Die Versammlung Gottes war in vollem Wachstum, und die Gläubigen erfuhren die Kraft in der Gemeinschaft (Apg 2,46.47), die Kraft im Gebet (Apg 4,23-31), die Kraft, Probleme zu lösen (Apg 6,1-7), die Kraft, Zeugnis abzulegen (Apg 8,4.5), die Kraft im praktischen Wandel (Apg 9,31). Und all dies, ohne daß Sprachen dabei erwähnt werden! Es ist schon traurig, daß heute gewisse Christen diesen Bibelstellen, die doch so einfach sind, keine Bedeutung beizumessen scheinen und überzeugt sind, sie könnten in ihrem Leben geistliche Kraft nur dann erfahren, wenn sie „in Sprachen reden". Ihnen allen möchte ich in aller Demut sagen: Bleibt in Christus, und ihr werdet viel Frucht bringen, denn eure Kraft ist in Ihm, nicht in den Erfahrungen. Getrennt von Ihm könnt ihr nichts tun Joh 15,1-7). Apostelgeschichte 10,34-48: „... sie hörten sie in Sprachen reden und Gott erheben" (V. 46). Hier lesen wir in der Apostelgeschichte zum zweiten Mal, daß Gläubige in Sprachen redeten. Weshalb finden wir das in diesem Kapitel? Gott hatte Petrus am Pfingsttag benutzt, um den Juden einen auferstandenen und verherrlichten Heiland vorzustellen. Er benutzt jetzt dasselbe Werkzeug, um den Heiden, die im Haus des Kornelius versammelt waren, denselben Heiland vorzustellen. Aber aus welchem Grund gibt Gott das Sprachenreden bei dieser Gelegenheit? Inwiefern war das ein Zeichen für die Ungläubigen? Es war für Petrus nicht leicht, sich zu Heiden zu begeben. Gott mußte sich ihm in einer besonderen Vision offenbaren, um ihn von seinen jüdischen Vorurteilen zu befreien (Apg 10). Doch „die aus der Beschneidung" in Jerusalem hatten diese Vision nicht gehabt. Sie stritten mit Petrus und machten ihm den Vorwurf, er habe getan, was einem Juden nicht erlaubt ist: „Du bist zu Männern eingekehrt, die Vorhaut haben, und hast mit ihnen gegessen" (Apg 11,3). Petrus begann, ihnen seine Haltung zu erklären, indem er sich auf das Zeugnis derer berief, die ihn in das Haus des Kornelius begleitet hatten, und schloß mit den Worten: „Wenn nun Gott ihnen die gleiche Gabe gegeben hat wie auch uns, die wir an den Herrn Jesus Christus geglaubt haben, wer war ich, daß ich vermocht hätte, Gott zu wehren?" (Apg 11,17).Was war das Ergebnis? - „Als sie aber dies gehört hatten, beruhigten sie sich und verherrlichten Gott und sagten: Dann hat Gott also auch den Nationen die Buße gegeben zum Leben!" (V. 18). Können wir daraus nicht den Schluß ziehen, daß das Zeichen der Sprachen - wie zu Pfingsten - jenen Geistern, die in ihren Vorurteilen befangen waren, den Beweis geliefert hatte, daß Gott die Schranken, die die Menschen trennten," fallen ließ? Er kehrte damit das Gericht von Babel um, indem Er Juden und Nationen zu einem einzigen Leib vereinigte und so das Judentum beiseite setzte. Es sollte dem Apostel Paulus vorbehalten bleiben, diese bedeutsame Wahrheit im einzelnen darzulegen (vgl. 1.Kor. 12 und Eph. 2), aber das Zeichen der Sprachen deutete Gottes Gedanken in dieser Hinsicht schon an. Apostelgeschichte 13,48-52: „... es glaubten, so viele ihrer zum ewigen Leben verordnet waren ... Die Jünger aber wurden mit Freude und Heiligem Geist erfüllt." Antiochien in Pisidien war Zeuge der Tätigkeit des Paulus und. Barnabas zu Beginn ihrer ersten Missionsreise. Das Wort wurde von den Juden weithin abgelehnt, aber viele aus den Nationen wandten sich zum Herrn. Wir hören nichts davon, daß irgend jemand unter ihnen in Sprachen geredet hätte, obwohl sie mit Heiligem Geist erfüllt wurden. Im weiteren Verlauf der Apostelgeschichte wird das gewaltige Wirken des Apostels Paulus während seiner drei Reisen berichtet. Viele Leser haben sich gewundert, daß von denen, die sich durch seinen Dienst bekehrten, nicht einer in Sprachen geredet hat (wenigstens soweit der Text der Bibel es erwähnt), mit einer einzigen Ausnahme: Apostelgeschichte 19,1-6: „... und als Paulus ihnen die Hände aufgelegt hatte, kam der Heilige Geist auf sie, und sie redeten in Sprachen ..." Die Umstände bei dieser dritten und letzten Erwähnung der Sprachen in der Apostelgeschichte sind ganz anders als bei den beiden ersten. In Jerusalem, dem Schauplatz des Pfingstereignisses, war die Gabe der Sprachen ein Zeichen für die Menge der Juden, die dort versammelt waren. Im zweiten Fall (Apg 10) waren nur eine Familie und die Eingeladenen Zeugen dieses Wunders im Haus des Kornelius in Cäsarea geworden, aber Gott hatte es als ein Zeichen benutzt für die Juden, die voller Vorurteile waren. Jetzt befinden wir uns in Ephesus, der berühmten Hauptstadt der Provinz Asien, der Hüterin des Tempels der Diana, dem universalen Zentrum des Handels, der Religion, der Kultur und der Regierung. Warum werden die Sprachen gerade hier wieder erwähnt? Betrachten wir zunächst in großen Linien das Werk des Herrn in Ephesus. Viele Menschen nahmen dort das Evangelium auf. Paulus blieb dort mindestens zwei Jahre; Ephesus wird ein Zentrum, von dem aus „alle, die in Asien wohnten, sowohl Juden als Griechen, das Wort des Herrn hörten" (Apg 19,10). Die Stadt erlebt bemerkenswerte Wunder, die durch die Hände des Paulus geschahen, aber auch die demütigende Niederlage jener jüdischen Beschwörer, die versucht hatten, die Macht Gottes nachzuahmen. Dort werden die Bücher über Magie und Okkultismus im Wert von fünfzigtausend Stück Silber ein Raub der Flammen; die Neubekehrten verbrannten sie. Dort kam es auch zu dem schrecklichen Zornesausbruch der heidnischen Künstler, die um ihren Broterwerb fürchteten, und zu dem Tumult, der die ganze Stadt in Aufruhr brachte. Und doch, in dieser Stadt „wuchs das Wort des Herrn mit Macht und nahm Überhand". Unter diesen Scharen von Menschen, die sich zum Herrn wandten und so deutlich ihre Bekehrung bezeugten, spricht die Schrift nur von etwa zwölf Männern, die in Sprachen redeten? Beachten wir einige Punkte bei diesen Männern:
1. Sie waren mit der Taufe des Johannes getauft worden.
2. Vor ihrer Unterredung mit Paulus wußten sie nicht, daß der Heilige Geist gegeben worden war.
3. Nach ihrer Taufe auf den Namen des Herrn Jesus legt Paulus ihnen die Hände auf, der Heilige Geist kommt auf sie, und sie reden in Sprachen.
Inwiefern war die Tatsache, daß diese Zwölf in Sprachen redeten, ein Zeichen für die Ungläubigen? Die Antwort wird klar, wenn wir den gesamten Bericht berücksichtigen. In einer Stadt, die aus heidnischen Anbetern der Göttin Diana bestand, aus orthodoxen Juden, aus Anhängern der Magie, sowohl unter den Juden wie aus den Nationen, hob Gott diese zwölf Männer heraus, die sich zu dem Herrn Jesus Christus bekehrt hatten. Er gewährt noch zusätzliche Zeichen in den bemerkenswerten Wundern der Heilung und Geisteraustreibung durch den Apostel Paulus. Diese Häufung von Zeichen hatte eine starke Wirkung zur Befestigung des Christentums und schwächte den Einfluß sowohl des Judentums als auch des Heidentums. Ist es aber nicht bedeutsam, daß Paulus, als er zu den Ältesten von Ephesus redete (Apg 20,17-35), kein Wort davon sagt, daß diese Zeichen-Gaben wichtig oder notwendig seien oder fortdauern würden? Und ebensowenig, als er einige Jahre später den Epheserbrief schrieb? Der Geist Gottes leitete ihn vielmehr, die Herzen mit den kostbaren Wahrheiten zu beschäftigen, die Christus betreffen und von bleibendem Wert sind. Das Zeugnis Gottes war nun befestigt, und die Zeichen-Gaben waren nicht mehr nötig.
 
Die Sprachen in den Briefen des Neuen Testaments
Nur ein einziger Brief redet von den Sprachen: der erste Korintherbrief. Laßt uns seine Belehrungen über dieses Thema sorgfältig betrachten. Dabei wollen wir nicht aus dem Auge verlieren, daß diese Christen in Korinth keine sehr vorbildlichen Gläubigen, erfüllt mit dem Heiligen Geist, waren, als Paulus ihnen schrieb. Der Brief ist voll von Tadeln und Korrekturen:
- Es gab unter ihnen Streitigkeiten und Spaltungen (1,10 - 13).
- Sie waren fleischlich und wandelten nach Menschenweise (3,1 - 5).
- Sie dünkten sich, „weise zu sein in diesem Zeitlauf" (3,18 - 23).
- Sie blähten sich auf „für den einen, gegen den anderen", hielten sich für „klug in Christus", für „stark" und „herrlich" (4,6 - 21).
- Sie machten sich keine Gedanken über die ernste sittliche Unordnung unter ihnen (5).
- Sie prozessierten gegeneinander und fügten einander Unrecht zu (6).
- Sie mußten im Blick auf geschlechtliche und eheliche Beziehungen zurechtgewiesen werden (6 u. 7).
- Sie bildeten sich etwas ein auf ihre Erkenntnis und nahmen keine Rücksicht auf ihre schwächeren Brüder 

 

Neue Bewertung

Bitte anmelden oder registrieren um Bewertung zu verfassen


Verfügbarkeit: noch 2 Exemplare

Bestseller

Jesus unser Schicksal, Wilhelm Busch

Jesus unser Schicksal, Wilhelm Busch

gebraucht Bestell-Nr.: BN0580-20 Autor/in:    Wilhelm Busch Jesus u..

2,90€ Netto 2,71€

Leid Warum lässt Gott das zu? Peter Hahne 2#

Leid Warum lässt Gott das zu? Peter Hahne 2#

gebraucht Bestell-Nr.: BN1244 Autor/in:    Peter Hahne Leid - Warum..

2,90€ Netto 2,71€

Ist die Bibel glaubwürdig, Roger Liebi

Ist die Bibel glaubwürdig, Roger Liebi

gebraucht Bestell-Nr:     BN2477 Autor/in:    Roger Liebi Ist die B..

4,50€ Netto 4,21€

Warum lässt Gott es zu? Arthur Ernest Wilder-Smith

Warum lässt Gott es zu? Arthur Ernest Wilder-Smith

gebraucht Bestell-Nr.: BN0559 Autor/in: Wilder Smith, Arthur E ..

2,90€ Netto 2,71€