Tagebuch eines Evangelisten - Jahresspiegel in Erlebnissen und Begegnungen, Gerhard Bergmann

  • Tagebuch eines Evangelisten - Jahresspiegel in Erlebnissen und Begegnungen, Gerhard Bergmann
gebraucht
Bestell-Nr.: BN3188-1
Autor/in: Gerhard Bergmann
Tagebuch eines Evangelisten - Jahresspiegel in Erlebnissen und Begegnungen
Preis: 2,90 €
Format: 19,5 x 12,5 cm
Seiten: 344
Gewicht: 351 g
Verlag: Schriftenmissions Verlag
Erschienen: 1966
Einband: Taschenbuch
Sprache: Deutsch
Zustand: leichte Gebrauchsspuren
Kurzinfo:
Die Erlebnisse und Tatsachen sprechen unter Umständen mehr als dicke Bände Theologie Die Mitarbeit und Opferbereitschaft sind eine Folge des Ergriffenseins von dem lebendigen, leiblich auferstandenen und darum gegenwärtigen Jesus Christus. Aber niemals führt neurationalistische Auflösungstheologie zu solch einer Aufopferungsbereitschaft für Jesus.
Leseprobe:Montag, 18. Januar
Dieser heutige Tag erinnert an die Reichsgründung 1871 im Spiegelsaal von Versailles. Außerdem Erinnerung an die Krönung des ersten Preußenkönigs 1701 in Königsberg. Wer fragt heute noch danach? Wen interessiert das? Der Massenmensch von heute ist geschichtslos. Er kennt keine Vergangenheit und darum auch keine Zukunft. Aber noch mehr muß gesagt werden. Und dies gilt für alle Menschen, besonders für die nachdenkenden: Trotz wehverbreiteter Geschichtslosigkeit fragt das Herz des Menschen dennoch heimlich weiter. Trotz Gegenwartstrunkenheit kann ihm die Welt die letzten Fragen nicht beantworten. Auch bei den vollen Tischen des Wohlstands bleibt das Herz hungrig.
Um 10.25 Uhr fahre ich los und bin gegen 17.00 Uhr in Melsungen. Ein entzückendes Städtchen. Fachwerkhäuser atmen Jahrhunderte. Das Kreisstädtchen hat rund 10000 Einwohner.
Samstag, 23. Januar
Eine dramatische Woche geht zu Ende.
Schon am Dienstag ist die Kirche vollbesetzt. An dem Abend spreche ich über das Thema: „Christus, der Gekreuzigte - unzeitgemäß?" Zwei Bultmann-Pfarrer und ein BultmannStudienrat sind ohne mein Wissen unter den Hörern. Sie lehnen meine Ausführungen radikal ab. Am Mittwoch bekomme ich einen Eilbrief. In ihm künden die drei Bultmannianer an, daß sie einen Offenen Brief gegen mich der Presse übergeben haben. Sie schicken mir gleichzeitig einen Durchschlag des Offenen Briefes. Darin steht u. a.: Jerusalem, sprich Golgatha, hat keine größere historische Bedeutung als jeder andere Ort auch. Abends weise ich die vielen Menschen auf den zu erwartenden Offenen Brief hin und sage, daß ihre Schreiber wohl kaum an die leibliche Auferstehung Jesu glauben. Da springt eine Frau auf - wie ich später erfahre, ist es die Frau eines der beiden Bultmann-Pfarrer - und ruft von der Tribüne in die vollbesetzte Kirche hinein: „Sie glauben an die Auferstehung. Sie glauben an die Auf
erstehung." Fragt sich nur, in welcher Weise, ob sie an eine geistige oder leibliche Auferstehung glauben. Geistige Auferstehung ist nämlich keine Auferstehung, so wie Goethe ja auch nicht leiblich auferstanden ist, wohl aber in einer Vorlesung über ihn geistig „auferstehen" kann. Und genau das ist die Meinung der Bultmannianer in bezug auf Christus. Es ist große Erregung unter den Hörern.
Ich glaube, es war unklug, daß ich auf den Offenen Brief Bezug genommen habe. Ich muß mich fragen: Vertreibt die Erregung nicht das stille Wirken des Heiligen Geistes?
Nach dem Abend in der Kirche haben wir noch eine längere Besprechung, was wir tun sollen. Sollen wir eine Erklärung verlesen? Wir wollen zunächst abwarten. Die beiden Ortspfarrer stehen voll und ganz hinter der Evangelisation und meinen Dienst.
Am Donnerstag und Freitag erscheint in beiden Tageszeitungen in großer Aufmachung der Offene Brief gegen mich. Er ist voller neurationalistischer Theologie. Aberr gleichzeitig ist er getarnt. Die meisten Leser werden nicht dahinterkommen.
Völlig unabhängig vom Offenen Brief findet am Donnerstag ein Treffen der Predigerbrüder des hessisch-nassauischen Gemeinschaftsverbandes statt. Mit Frauen sind wir zu 33 Personen. Ich halte ein Referat mit anschließender Aussprache. Volle Eintracht. Sehr guter Geist. Alle Brüder stehen hinter mir.
Abends ist die Kirche beängstigend überfüllt. Wir erwähnen den Offenen Brief mit keinem einzigen Wort. Ich spreche über die Bedeutung der Bibel. Auf den Gesichtern der Menschen liegt größte Aufmerksamkeit. Für Freitag, 17.30 Uhr, kündigen wir eine „Frage- und Antwortstunde" an. Der Freitag kommt. Die drei Bultmann-Anhänger und Briefschreiber sind auch anwesend. Außerdem eine stattliche Menge Fragender. Bruder Pfarrer Otto Bodenberg ist auch gekommen. Er war schon gestern abend in der Kirche.
Die Aussprache verläuft in guter sachlicher Weise. Aber die Gegensätze prallen aufeinander. Die Neurationalisten werfen mir „Vermischung der Ebenen" vor, d. h., beim Glauben gehe es nicht um irgendwelche Historizität, also der Glaube habe es nicht mit historischen Ereignissen zu tun. Das wiederum heißt: Golgatha war damals vor 2000 Jahren = das ist die

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